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|    alt.fan.adolf-hitler    |    Apparently for more than the moustache    |    4,278 messages    |
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|    Snowden to All    |
|    =?UTF-8?Q?Die_Linke._--_Grunds=c3=a4tzli    |
|    30 May 16 00:30:38    |
      XPost: de.soc.politik.misc, de.org.politik.misc, de.soc.politik.deutschland       XPost: de.soc.recht.arbeit+soziales, cdu.polit-diskussionen, gru       ne.bundestag.diskussion       XPost: de.alt.regierungsaktivitaeten, spd.diskussion, spd.aktuell.familie_       XPost: spd.aktuell.umwelt_energie_verkehr, de.org.spd, de.org.politik.spd       XPost: cl.gruppen.spd, cl.gruppen.dkp       From: snowden@mxtor.xyz              Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)              > Der Schwarze Kanal       > Elitevolk und Minderwertige       > Werner Pirker       >       > Dem Argument, daß die Politik Israels und deren Unterstützung durch die       > Mehrheit der Juden den Antisemitismus befördere, wird oft die       > sarkastische Bemerkung entgegengehalten, daß die Juden auch noch am       > Antisemitismus schuld zu sein hätten. Federführend bei der Entlarvung       > dieses besonders »perfiden Antisemitismus« war das Hamburger       > Monatsmagazin konkret. Inzwischen gehört das zum Standardrepertoire der       > ganz normalen Bürgerpresse. Bloß Vorbeter des deutschen       > Meinungskonformismus zu sein ist allerdings nicht die Rolle, mit der       > sich der konkret-Herausgeber zufriedengibt.       >       > In seiner Kolumne, die von der österreichischen Zeitung Der Standard       > nachgedruckt wurde, schrieb Hermann L. Gremliza: »Daß die Welt ein       > antisemitischer Ort ist, liegt, sagt der Antisemit, an den Juden. Und       > was er da ausnahmsweise hat, ist: recht. Tatsächlich resultiert sein       > allgegenwärtiger Haß aus der erlebten Überlegenheit seines durch       > Jahrtausende unfreiwilliger Welterfahrung zur geistigen und materiellen       > Elite erwachsenen Feindes.« Wenn Gremliza »dem Antisemiten« recht gibt,       > ist das keineswegs so originell, wie es sich liest. Schon der Begründer       > des Zionismus, Theodor Herzl, hat festgestellt: »Die Antisemiten haben       > recht«. Und das war keineswegs polemisch gedacht. Damit meinte er die       > von Antisemiten behauptete grundsätzliche Unverträglichkeit von Juden       > und Nichtjuden. Und er zeigte angesichts der oft privilegierten Stellung       > von Juden auch Verständnis für die Vorbehalte der nichtjüdischen       > Bevölkerung, die durch die jüdische Auswanderung nach Palästina       > ausgeräumt werden sollten.       >       > Daß die jüdische Einwanderung in Palästina Antisemitismus auslösen       > könnte, lag außerhalb von Herzls Vorstellungsvermögen. Nicht nur, weil       > die arabische Welt tatsächlich kein Ort des Antisemitismus war, sondern       > weil er die arabischen Palästinenser nur am Rande, als leicht zu       > beseitigendes Hindernis zur Kenntnis nahm. Vom Geist des europäischen       > Kolonialismus beherrscht, baute er auf den Status der Juden als       > »materielle und geistige Elite«, der sie befähigen sollte, einen       > »Vorposten der europäischen Zivilisation inmitten der asiatischen       > Barbarei« zu bilden.       >       > Der »Individualkommunist« (Peter Hacks) von der Elbchaussee weiß das von       > ihm so dargestellte israelische Herrenmenschentum entsprechend       > hervorzuheben. »Es ist kein Komplex, keine Fehlleistung, Neurose oder       > Zwangsvorstellung«, schreibt er, »es ist wirkliche, historisch erworbene       > Minderwertigkeit, die ja der Antisemit wie selbstverständlich anerkennt,       > wenn er, ohne Auftrag, vertreten durch seine Hisbollah, verlangt, Israel       > solle die zwei entführten Soldaten für eine Vielzahl arabischer Kämpfer       > austauschen.«       >       > Hermann Gremliza gibt sich nicht die Blöße, die von der geistigen und       > materiellen Elite Unterworfenen direkt als minderwertig zu bezeichnen.       > Er läßt sie als »der Antisemit« in Erscheinung treten. Wobei er die       > Frage offenläßt: Sind die Minderwertigen minderwertig, weil sie       > Antisemiten sind oder sind die Antisemiten antisemitisch, weil sie       > minderwertig sind? Indem Gremliza wie selbstverständlich jüdische       > Überlegenheit als das bestimmende Moment im Nahostkonflikt postuliert,       > der er die historisch erworbene Minderwertigkeit »des Antisemiten«, das       > heißt des arabisch-islamischen Widerstandes gegen die       > zionistisch-US-imperialistische Hegemonie gegenüberstellt, dürfte er       > wohl eher von einer »minderwertigen Rasse« ausgehen, für die der       > Antisemitismus eine Art Selbstaffirmation ihrer Minderwertigkeit darstellt.       >       > Vom Bewußtsein palästinensischer Minderwertigkeit beherrscht, haben die       > Zionisten Palästina kolonisiert und die Mehrheit seiner Bevölkerung       > vertrieben. Der Widerstand der von den »Überlebenden des Holocausts«       > Vertriebenen stand von Beginn an unter Antisemitismusverdacht. Doch die       > Palästinenser brauchten »den Juden« nicht, wie für den Antisemiten       > typisch, als Blitzableiter für ihre Nöte zu erfinden. Sie erleben       > israelische Juden als ihre realen Unterdrücker. Ihre Auflehnung dagegen       > ist nationaler Widerstand und nicht Antisemitismus. Wäre der Staat       > Israel tatsächlich von Massen arabischer Pogrombrüder umgeben, dann       > hätte der Zionismus sein vorgebliches Ziel, den Juden Zuflucht vor dem       > Antisemitismus zu bieten, grundsätzlich verfehlt. Denn dann hätten sie       > sich mitten hinein in die Höhle des Antisemiten begeben.       >       > Hermann L. Gremliza hat diesen Widerspruch aufgelöst. Er hat die Juden       > als Herrschervolk entdeckt, das die Minderwertigen im Zaum zu halten       > versteht. Und er weiß sich mit Israel im Besitz der Atombombe als dem       > ultimativen Ausdruck »geistiger und materieller Überlegenheit«.       >       >       > http://www.jungewelt.de                            da is was dran...              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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