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|    Gastrofreund to All    |
|    Restaurant Hubertusklause Monschau: Ries    |
|    24 Mar 11 12:29:39    |
      From: gastrofreund@gmail.com              Liebe Gastro-Freunde,              am Sonntag den 20. März 2011 waren wir zu viert in Monschau essen in der       Hubertusklause von Herrn Zimmermanns. Da ich eine gute Bewertung von der       Hubertusklause Monschau im internet bei restaurant-kritik.de gelesen hatte       und ich von der Website der Hubertusklause und der website       feinkost-zimmermanns.de insgesamt einen guten Eindruck bekommen hatte,       freute ich mich riesig meine Begleitpersonen auf dieses Essen ein zu laden.              Wir hatten reserviert für 19 Uhr, waren aber schon kurz nach 18 Uhr da. Als       wir ankamen war die Welt noch in Ordnung und das Lokal noch leer. Von aussen       sehr unscheinbar wirkend, aber von innen recht hochwertig und gemütlich. Wir       wurden freundlich empfangen und bekamen einen Tisch am Fenster zugewiesen,       der uns einen schönen Ausblick richtung Monschau gab.              Die Karte und die frischen Tagesbedingten Zusatzgerichte (auf eine separate       Tafel aufgeführt), boten uns genügend Auswahl. Es wurde ein Getränk als       Aperativ empfohlen, dass wir uns dann auch schmecken ließen.              Der Elend fing eigentlich an als sich etwa 20 Minuten danach, als wir       bereits bei der Vorspeise waren einen bellender Hund ankündigte im       Empfangsbereich. Ein Mann und eine Frau wurden daraufhin samt Hund zu dem       Tisch nebenan begleitet und aus der Unterhaltung mit dem Kellner konnte man       ableiten dass es sich hier um Stammgäste handelte.              Im ersten moment war ich geschockt und fassungslos. In einem Restaurant       dieses Kalibers erhofft man sich keine Hunde und schon gar keinen jack       Russell, die bekanntlich sehr unruhig sind und ständig Aufmerksamkeit       verlangen. In der nächstbesten Pommesbude dürfen Hunde nicht rein, aber hier       wurde so getan als ob es die normalste sache der Welt is. Wir wurden dann       auch nicht gefragt ob wir was dagegen hatten.              Obwohl das Lokal leer war, bekamen diese Gäste ausgerechnet den Tisch neben       uns angewiesen und der Mann war von anfang an auch unangenehm oft zu uns       rüber am schauen weil er offensichtlich seiner Frau nicht viel zu erzählen       hatte.              insgesamt war mir die Lage da schon dermaßen unangenehm, dass ich am       liebsten sofort gegangen wäre. da ich aber 3 Begleitpersonen dabei hatte und       es bis dahin ein wunderbarer und gemütlicher Tag gewesen war, wollte ich       zunächst noch abwarten und hoffte, dass der Hund sich zumindest ruhig       verhalten würde.              Leider hielt meine Hoffnung nicht lange und der Hund fing ständig an zu       jaulen unter dem Tisch um Aufmerksamkeit zu bekommen. Zum schluss etwa alle       30 Sekunden. Peinlich und unangenehm war es mir vor allem weil alle so taten       als ob sie es nicht hörten und es ignorierten. Irgendwann reichte es mir und       habe ich den Mann gegenüber angesprochen ob er seinen hund bitte ruhig       halten könne. Da fing natürlich die Diskussion an: der hund wär nun mal so,       er macht doch nichts, den hört man doch nicht, was regen sie sich auf...usw.       Ich kochte vor wut.              Meine Begleiter versuchten mich zu beruhigen damit die Lage nicht       eskalierte. Da bekam der Nachbartisch auch schon das Essen serviert. Die       Bedienung muss überigens auch was vom Wirbel mitbekommen haben weil alle       Räume offen und verbunden sind. Er hat sich aber nichts anmerken lassen und       war meist schnell wieder weg.              Aus meinem Augenwinkel bekam ich dann mit wie gegenüber der mann seinen Hund       am Tisch anfing zu füttern mit dem gerade servierten Fisch. Auch die Frau       fütterde dem Hund unter dem Tisch. ich meinte in dem Moment ich wäre im       falschen Film und suchte schon die versteckten Kameras.              Nachdem der Mann und die Frau fertig waren mit Essen kam der Kellner am       Tisch und es wurde Cognac oder ähnliches bestellt. Die Frau meinte daraufhin       zum Kellner ob sie sich eine Zigarette anzünden dürfte. Auch kam das rauchen       von Sigarren zur rede und irgendwann hieß es dann nur 'schade' als der       Kellner wahrscheinlich gemeint hat , dass es nicht erlaubt ist zu rauchen im       Restaurant. Ansonsten können sie sich vorstellen, dass wir uns das auch noch       hätten gefallen lassen müssen.              Der Lust auf einen Nachtisch war uns nach dem ganzen Geschehen komplett       vergangen und ich persönlich wollte sowiso seit fast einer Stunde nur noch       weg dort. Zahlen mussten wir knapp 160 euro. Eine sehr stolze Summe, zumal       wir nur 3 Aperativs, 2 viertel Wein, 4 Vorspeisen, 4 hauptgerichte und 2       Flaschen stilles Wasser (0,75 l a 5,85 euro) bestellt hatten.       Unser Hauptgericht war mehr lauwarm wie warm obwohl der Kellner die Teller       trug alsob sie kochend heiß wären.              Der Gastgeber hat sich nicht mehr blicken lassen. Beim Abschied erwähnte ich       dem Kellner die Sache mit dem Hund und dass es aus meiner Sicht sehr       unangemessen ist in dem Lokal und auf dem Nivo Hunde zu zu lassen. Er       reagierte kaum und so verabschiedeten wir uns aus der Hubertusklause in       Monschau.              Ich bin der Meinung, dass jeder Gastronom die Bedingungen in seinem       Restaurant für seine Gäste optimieren soll und gewährleisten soll, dass alle       sich wohlfühlen können. Da Kompromisse ein zu gehen zugunsten von       sogenannten Stammgästen und zum Nachteil von anderen Gästen, halte ich für       eine falsche und kurzsichtige Entscheidung.              Hätte ich in den Foren gelesen, dass hier Hunde erlaubt sind, wäre ich nie       dorthin gegangen. Deswegen hoffe ich, dass viele meine Erfahrung lesen       werden und sich gedanken machen ob sie so viel geld auf dem Tisch legen       wollen für ein Essen wenn die Gäste am Nachbartisch den Hund am Tisch       füttern und überhaupt einen Hund dabei haben und mitbringen dürfen. Ich       werde es bei jedem nächsten Restaurantbesuch separat abklären, weil       scheinbar ist das in Deutschland notwendig, sogar oder vor allem in dieser       Restaurantklasse.              Da wusste ich allerdings noch nicht, dass uns noch eine sehr unangenehme       'Überraschung' bevor stand. Herr Zimmermanns kocht angeblich frisch und ohne       zuätzliche Geschmacksverstärker. So schreibt er auf seine Webseite. Das       Essen war auch geschmacksvoll und nicht übertrieben salzig oder ähnliches,       aber irgendwie gab die Fischsoße mir beim essen schon ein komisches gefühl.       Gegen 2 Uhr nachts wussten wir dann auch warum.               Mit Herzrasen wurden ich und meine Lebensgefährtin wach und wir fühlten uns       kotzübel. Der Herzschlag war deutlich überhöht, der Mund trocken und mein       Linker Arm fühlte sich wie gelähmt.Wir wussten sofort dass es an der       Fischsoße gelegen haben muss, weil wir sonst nichts gleiches gegessen       hatten. Das Herzrasen kannten wir noch aus der Zeit als wir regelmäßig zum       Chinesen essen waren und wo auch jede Menge Glutamat und       Geschmacksverstärker verwendet werden. Die Symptome waren jetzt genau so,       vielleicht nur noch schlimmer. Also kocht Herr Zimmermanns tatsächlich so       Bio wie er behauptet?? Wird wohl kaum zu beweisen sein, aber für uns ist es       eine klare Sache.                     [continued in next message]              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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