From: matthias-usenet@gmx.de   
      
   Falk Duebbert wrote:   
      
   > In article , matthias-usenet@gmx.de says...   
   >> Uwe Naumann wrote:   
   >>   
   >>> Am Tue, 21 Mar 2006 11:29:38 +0100 schrieb Matthias Wieser:   
   >>>   
   >>>> Man kann's auch übertreiben...   
   >>>   
   >>> Man kanns auch nicht verstehen.   
   >>>   
   >>>>> Öhm und alle drei (CRT) bzw. jeden Monat (TFT) aufs neue?   
   >>>>   
   >>>> Für den normalen Hobbyanwender ist es wohl sehr viel wichtiger, ein   
   >>>> gutes Display mit großem Farbraum zu kaufen und dieses auf srbg und   
   >>>> gamma 2.2 einzustellen, anstatt jeden Monat wieder ein annähernd   
   >>>> identisches Farbprofil zu erstellen.   
   >>>   
   >>> Die ganze tolle, super Technik ist glatt fürn Arsch ohne sie   
   >>> vernünftig einzustellen.   
   >>   
   >> Hast du gelesen, was ich geschrieben habe? Genau das hab ich   
   >> geschrieben: Das Display vernünftig einzustellen.   
   >   
   > Und eben diesen Punkt, bzw. die Möglichkeit dazu zweifeln hier alle an.   
      
   Alle? Eher das genaue Gegenteil ist der Fall: >99% aller Hobbyfotografen   
   kalibrieren nicht *monatlich* neu.   
      
      
      
   >> Die satten grün- und blau-töne, die   
   >> das mittelmäßige Display garnicht darstellen kann, kann man auch mit   
   >> dem besten Profil nicht wieder herzaubern.   
   >   
   > Im satten Farbbereich hat fast kein Bildschirm Probleme.   
      
   Das ist Unsinn, gerade Displays unterscheiden sich im Farbumfang   
   gewaltig. Auch wenn bei den meisten Tests nur die Reaktionszeit und der   
   Blickwinkelbereich gemessen wird.   
      
      
   > Die Probleme   
   > kommen da, wo es fast weiß oder fast schwarz ist und mit Deiner   
   > Einstellweise bekommt man nur das eine oder das andere.   
   > Einen Farbstich in diesen Bereichen wirst Du kaum feststellen können,   
   > da Du dich sehr weit weg von Deinem Stützpunkt befindest.   
      
   Ein Farbstich, den man nichtmal mit Testbildern feststellen kann, als   
   Begründung für *monatliches* Neukalibrieren? Nun ja...   
      
      
   > Außerdem   
   > haben nicht mal neue Monitore gleiche Kurven für alle drei Farben,   
   > selbst neue blaue LaCies sind ohne Profilierung nur einfache Monitore.   
      
   Hab getestet, ob sich mit unterscheidlichen Gammakurven für die einzelnen   
   Kanäle was verbessern lässt. Zumindest bei meinem Display hat der   
   Hersteller aber schon ausreichend gute Arbeit geleistet.   
      
      
   >> Wenn man dann noch die   
   >> Farbtemperatur feinstufig einstellen kann, dann ist meist eh schon der   
   >> Ausbelichter/Drucker das schwächste Glied i der Kette und nicht mehr   
   >> der monitor.   
   >   
   > Also dann würde ich den Drucker weit weit weit weg werfen und den   
   > Ausbelichter um mindestens diesen Wurfradius umfahren.   
      
   Wilkommen in der Realität...   
      
      
      
   > Du merkst es sehr schnell, wenn Du nach Profilierung plötzlich   
   > definierte und abgestufte Grauwerte in Zone 0...2 _und_ 8 ... 10 hast   
   > und dann plötzlich da noch Farben erkennbar dargestellt werden.   
      
   Ich kann hier 2% schwarz von 0% schwarz und 99% weiß von 100% weiß   
   unterscheiden. Je nach Beleuchtung ist das bei Papierbildern nicht   
   möglich. Auch da liegt wieder der größere Fehler an anderer Stelle. Aber   
   das passt wohl nicht in dein Weltbild.   
      
      
   > Selbst   
   > wenn die Matrix nur 256 Stützpunkte hat, fällt mir doch jedes mal aufs   
   > neue die Kinnlade auf den Tisch. Der Unterschied Profil/nichtProfil ist   
   > riesig.   
      
   Niemand hat behauptet, dass es nicht auch Displays gibt, die so   
   nichtlinear sind, dass einem nach der Kalibrierung die "Kinnlade auf den   
   Tisch" fällt. Aber verallgemeinere das bitte nicht. Und dass dann im   
   Hobbybereich das *monatliche* Neuerstellen des Profils wirklich nötig   
   ist (sprich, dir fällt jeden Monat die Kinnlade auf's neue auf den   
   Tisch, wenn das neue Profil eingestellt ist), hat hier freilich auch   
   noch niemand zeigen können. Aber klar, irgendeinen Gurkenmonitor findet   
   man irgendwo sicher...   
      
      
   >> Ausbelichtungen sind   
   >> damit halbwegs mit dem Display-Bild vergleichbar,   
   >   
   > Dieses halbwegs ist der Notausgang wenn Deine Argumentation sich im   
   > Kreis dreht?   
      
   Nö, das ist der Bezug zur Realität.   
      
   >   
   >> die Unterschiede   
   >> rühren von den unterschiedlichen Farbräumen, der Beleuchtung, dem   
   >> Labor, und zu einem minimalen Teil von Display her.   
   >   
   > Hmm Kamera sRGB oder Adobe-RGB, Bildschirm "s"RGB (kann er sowieso   
   > nicht), Ausbelichtungsmaschine sRGB. Also eine Translation findet da   
   > nicht statt.   
      
   Na dann kleb das Foto neben deinen Monitor und vergleich das Bild mal   
   abends und mal morgens und mal nachts mit dem Monitorbild. Dann erkennst   
   du, welchen Einfluss die Beleuchtung hat.   
      
   Nimm ein flaues Aldi-Notebook-Display, kalibriere es, stell ein EIZO oder   
   besseres Display daneben, kalibriere es und klebe zuletzt das Foto an   
   den Bildschirmrand. Alle drei Darstellungen sind unterschiedlich und   
   nicht nur in der Leuchtstärke. Damit erkennst du, welchen Einfluss der   
   Farbraum hat.   
      
   Dann lass dein auf dem monatlich neu kalibireten Display einmal bei Labor   
   x, einmal bei Labor y und nach zwei Monaten nochmal bei Labor y   
   ausbelichten. Alle drei Ausbelichtungen werden sich unterscheiden.   
      
      
   > Beim Tintenstrahler hat man meist sowieso meist keine bekannte Tinte   
   > drin, somit ist das Gerät nicht farbsicher.   
      
   Hört, hört!   
      
   > Beleuchtung sollte mit einem Zebra oder etwas ähnlichem, bzw. mit einem   
   > Weiß- und einem Graupunkt im RAW kein Problem darstellen.   
      
   Klar - Beleuchtung ist nie ein Problem :-)) Meine Freunde wundern sich   
   nur immer, warum beim Abendessen nie Kerzen brennen, sondern immer nur   
   die monatlich kalibrierte Normbeleuchtung angeschaltet ist. Ich sag   
   dann, dass das absolut nötig ist, weil sonst die Bilder an der Wand   
   völlig falsch aussehen würden. Die Stimmung bei meinen Festen ist dann   
   zwar immer etwas unterkühlt, aber dafür kommen die Gemälde an den Wänden   
   korrekt zur Geltung.... ;-)   
      
      
   >> Diesen minimalen Fehlerteil   
   >> noch weiter zu verkleinern, bringt im Hobbybereich nicht mehr viel, da   
   >> lässt sich an den anderen Fehlerquellen sehr viel schneller was   
   >> verbessern.   
   >   
   > Du drehst Dich im Kreis und versuchst Dich jetzt mit Relativierungen   
   > ("halbwegs", "Hobbybereich") aus der Affäre zu ziehen.   
      
   Hallo?! Lesen bildet! Im zweiten Satz, den ich in diesem Thread   
   geschrieben habe, hab ich klargestellt, dass es nur um den Hobbybereich   
   geht. ("Für den normalen Hobbyanwender [...]")   
      
   Wer sich hier im Kreis dreht, dürfte wohl spätestens jetzt allen klar   
   sein.   
      
   --   
   Viele Grüße,   
      
    Matthias   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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