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|    Message 499,834 of 500,110    |
|    Harald Lodan to Wolfgang Decker    |
|    Re: Hochwasser    |
|    05 Apr 06 11:21:48    |
      From: harald-lodan@freenet.de              "Wolfgang Decker" schrieb       > "Harald Lodan" schrub:              > >Lieber doof, als diese Doppelmoral von Journalistischenpflicht.              > Ich glaub, es ging weniger um Jornalisten/Fotographen, die in der       > Regel wissen, was sie wann wie tun,              Als Gutmensch unterstelle ich jetzt mal einfach, daß dies so ist. Ich       bitte bei der Diskussion allerdings nicht den Ausgangspunkt dieses       Threads zu vergessen. Da stand (ganz entgegen Orwell'scher Klasse):       "Hat schon jemand mal ein paar spannende Hochwasserbilder gemacht".       Es sind genau solche Forderungen, die von der Sensationspresse       bedient werden. Dagegen habe ich geschrieben und Jens antwortete mir       (wohl als Betroffener oder Helfer). Damit ist keineswegs gesagt, daß eine       Berichterstattung nicht stattfinden soll. Sie muß selbstverständlich.              > Das hat mit Ethik nix zu tun, Journalismus kann vor menschlichem Leid       > und Elend keinen Halt machen, sonst hätten viele andere Dinge den Weg       > in die Medien und damit auch zu einer Lösung nicht gefunden.              Journalismus hat _immer mit Ethik zu tun (sonst gäbe es auch keine       unterschiedliche Berichterstattung)!              > Wenn über die Hochwässer, Erdbeben, Kriege, Hungersnöte, Dürren,       > Tsunamis, etc. nicht in Bild und Ton berichtet wird, wird's kaum die       > Menge an Spenden, Reaktionen, Verbesserungen, etc. geben, die       > erforderlich sind, um das Leid schneller zu lindern oder in Zukunft zu       > vermeiden.              Auch hier stellt sich die Frage (!) nach dem Sinn. Erreichen die Spenden       die Betroffenen überhaupt (jetzt mal von *unserem* Hochwasser abgesehen),       wird Leid schnell gelindert, wird langfristig geplant usw. Ich kann das       nicht erkennen. Ich erkenne allerdings eine gewaltige Spendenindustrie       und sehe in betroffenen Gebieten (auch des Tsunamis) die Menschen       heute noch in Zeltlagern vegitieren. Das interessiert allerdings Jahre       danach niemanden mehr. Gut, dies ist überspitzt formuliert und trifft       nicht immer zu. Es soll nur meinen(!) Standpunkt verdeutlichen, der       subjektiv ist.              > Das Ziel: Dakar. Das Motorrad: XT. http://www.1500-teile-xt500.info              Und weil ich gerade Deine Sig sehe: Es ist auch eine Frage der Ethik,       ob mit Autos, die ein paar Hundertausend kosten durch die ärmsten       Länder der Welt gerast werden muß. Aber da halten wirs lieber       mit Roberto Blanco: Ein bißchen Spaß muß sein.... Aber wie       gesagt: Es ist ja nur eine Frage. ;-)              Harry              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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