From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Sat, 23 Aug 2025 16:01:30 +0200 schrieb Sascha Dungs   
   :   
      
   >Am 16.08.2025 um 20:53 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >   
   >> Beim Abbiegen gehören beide Hände an den Lenker. Einer der   
   >> übelsten Fehler, den ich hier regelmäßig beobachten kann, besteht   
   >> darin, vor dem Abbiegen längere Zeit mit nach links   
   >> ausgestrecktem Arm zu fahren, als Ersatz für Umschauen und   
   >> Einordnen/Positionieren. Prinzip Hoffnung halt.   
   >   
   >Vielleicht hatte ich mich missverständlich/falsch ausgedrückt. Natürlich   
   >meinte ich nicht, dass ich mit ausgestrecktem Arm abbiege.   
      
   Das wollte ich nicht andeuten, sondern nur aus dem Weg räumen.   
      
   >Aber um bei   
   >dichterem Verkehr nach links abbiegen zu können, halte ich es öfter für   
   >geboten, erst (nach entsprechender Absicherung nach hinten) ein   
   >Handzeichen zu geben und mich anschließend nach links einzuordnen. Bei   
   >dichtem Verkehr habe ich dabei lieber eine Hand am Vorderrad- als am   
   >Hinterradbremshebel.   
      
   Ich hatte auch geschrieben   
      
   | Womit ich nicht behaupten will, nicht in der Lage zu sein, mich   
   | gleichzeitig umzuschauen, mit der rechten Hand und der   
   | Hinterradbremse leicht (!) zu verzögern _und_ gleichzeitig ein   
   | kurzes Handzeichen zu geben.   
      
   Genau das habe ich vor Jahren auf dem Arbeitsweg gemacht, im   
   schnell gefahrenen Gefälle, damals noch mit der Felgenbremse. Im   
   Zusammenhang mit dem kürzlichen erstmaligen Austausch der   
   Brembeläge am Hinterrad der Anfang 2023 gebauten Rennräder ist   
   mir aufgefallen, dass ich die seit der Zeit genutze   
   Scheibenbremse hinten häufiger benutze als früher die   
   Felgenbremse. Vermutlich liegt das an der besseren Dosierbarkeit.   
   An eine Kreuzung ranfahren, umschauen und dabei mit der rechten   
   Hand schon leicht verzögern, einordnen, ggfs. parallel kurzes   
   Handzeichen funktioniert ohne großes Nachdenken. Heftig, also mit   
   der Vorderradbremse bremsen wird man weder dann wollen, wenn man   
   in Schräglage fährt, noch dann, wenn man direkt hinter sich   
   jemanden hat. Bei Geradeausfahrt in dichtem Verkehr behalte ich   
   nach Möglichkeit die linke Hand an der Vorderradbremse und   
   hantiere mit der rechten Hand. Abstützen geht schneller als   
   Abstützen und dann den richtigen Druckpunkt für eine Vollbremsung   
   finden.   
      
   >   
   >> Jedenfalls wüsste ich nicht, was die umgekehrte Anordnung da   
   >> hätte bringen sollen. Mit nur einer Hand am Lenker und erst recht   
   >> beim Abbiegen wird man keine Verzögerungen riskieren wollen, bei   
   >> denen das Hinterrad weitgehend entlastet wird.   
      
   >Hm, möchte man mit einer Hand am Lenker denn eine Verzögerung riskieren,   
   >bei der das Hinterrad blockiert?   
      
   Je nach Position auf dem Rennrad und auf gutem Asphalt ist das   
   Hinterrad ziemlich schnell entlastet. Bei Geradeausfahrt schadet   
   das i.d.R. dem Reifen, nicht dem Fahrer. Mit einem schmalen   
   Lenker ist das auch mit nur einer Hand am entprechenden   
   Bremsgriff machbar, wenn man sich darauf konzentriert. "Machbar"   
   heißt aber nicht "empfehlenswert".   
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
|