From: anton@mips.complang.tuwien.ac.at   
      
   Martin Klaiber writes:   
   >Stephan Gerlach wrote:   
   >> Der Hinweis, daß das mit dem gesenkten Kopf beim Schnellfahren zu tun   
   >> hat, ist fragwürdig - ich kann "aerodynamisch fahrend" genausogut vor   
   >> mir befindliche Hindernisse erkennen wie "gemütlich aufrecht fahrend".   
   >   
   >Man kann beim Schnellfahren aber auch so in seinem "Flow" sein, dass   
   >man sich nur noch auf das Treten, seinen Rhythmus und die paar Meter   
   >vor einem konzentriert. Tunnelblick quasi.   
      
   Ich habe das Nach-unten-Schauen mit Erschrecken bei mir beobachtet,   
   und dachte mir, dass das vielleicht daher kommt, dass bei nach vorn   
   geneigtem Oberkoerper bei Ermuedung der Koerper die Anstrengung des   
   Nach-vorne-Schauens nur mehr mit besonderer Willensanstrenugung auf   
   sich nimmt (die halt bei Ermuedung nicht mehr dauerhaft gegeben ist).   
      
   Das war ein Grund fuer mich, ein Liegerad zu kaufen. Und dann habe   
   ich mich dabei beobachtet, dass mir das auch beim Liegeradfahren   
   passiert, wenn ich muede bin, obwohl die Kopfhaltung da koerperlich   
   wenig anstrengend ist. Daher fuehre ich das jetzt auf geistige   
   Ermuedung zurueck. Das Gehirn will sich die vielen Eindruecke nicht   
   mehr antun und reduziert sie durch Nach-unten-Schauen.   
      
   Es kann leicht sein, dass das beim Abrufen hoher Leistung schon   
   frueher auftritt.   
      
   - anton   
   --   
   de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/   
   Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.   
   Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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