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|    Chr. Maercker to Wolfgang Strobl    |
|    Re: Abnehmen durch Radfahren (was: Re: K    |
|    10 Sep 25 19:07:23    |
      From: Zweistein@gmx-topmail.de              Wolfgang Strobl wrote:       > Kraftsport trainiert nach meinem Verständnis einzelne Muskeln       > zwecks Muskelwachstum oder -erhalt, mit dem Motto "kürzer und       > intensiver ist besser". Wenn das zum Abnehmen dienen soll, wird       > man die erworbene Muskular anderweitig und länger nutzen müssen,       > z.B. durch eine im Fettverbrennungsbereich betriebene       > Ausdauersportart, die einen Teil dieser Muskeln tatsächlich auch       > lange und intensiv einsetzt.              > Aber: Man kann nicht einfach durch Radfahren abnehmen.              Ich habe in d.r.f. gelernt, Radfahren sei die energetisch günstigste Art       der Fortbewegung. Will heißen, der Energieverbrauch ist definitiv       niedriger als beim Laufen und diversen anderen Sportarten.              > Wo liegt der Widerspruch? Ganz einfach: Es liegt hier ein       > ähnlicher Irrtum vor, wie er gerne auch bei der Titulierung eines       > E-Bikes als Fahrrad gemacht wird. Der Fehlschluss liegt darin,       > aus der Bezeichnung eines Werkzeugs auf einen bestimmten Gebrauch       > dieses Werkzeugs zu schließen.              Mit Bergtouren, Radrennen etc. lässt sich der Energieverbrauch beim       Radfahren erheblich steigern, das ist klar.              > Nun kann man sich mit einem Strick sowohl aufhängen als auch       > abseilen. Mit Fahrrädern ist es ähnlich: man kann ein Fahrrad       > nutzen, um eine konkrete Distanz nicht zu Fuß zurücklegen zu       > müssen und stattdessen per Rad früher und mit weniger       > verbrauchten Kalorien anzukommen.              Beim OP gehe ich davon aus, dass er es mit sportlichem Radfahren nicht       unbedingt übertreibt. ;-)              > Soviel zur Theorie. Da das vergangene halbe Jahr für mich damit       > verbunden war, im Wechsel weiterhin Kraftsport zu treiben       > (genauer gesagt, die "Krankengymnastik an Geräten" genannte       > unsportliche Variante) und mit und für Radtouren in die Region       > wieder halbwegs in Form zu kommen, habe ich einen gewissen       > Vergleich. Konkret habe ich dafür zwei KGG-Sessions mit drei       > unterschiedlich langen Touren verglichen, jeweils mit den       > Bruttozeiten, ohne Rüstzeiten wie Anmarsch und Umziehen.       >       > KGG       >       > 60 Minuten KGG, 161 Aktivkalorien pro Stunde       > 72 Minuten KGG, 191 Aktivkalorien,       > 159 Aktivkalorien pro Stunde              KGG ist eher mit Radfahren bei minimalem Energieverbrauch vergleichbar.       Hab da letztes Jahr auch so meine Erfahrungen gemacht, allerdings keine       Kalorien gezählt, weil bei mir nicht nötig.       Das Krafttraining in meiner aktiven Zeit (lange her), dürfte andere       Energieverbräuche erbracht haben als Deine obigen.              > Touren       > Burgsahr Winnen 84 km       > 4:53 h, 1246 Aktivkalorien, 255 Aktivkalorien pro Stunde              > Straussenfarm 56 km       > 3:01 h, 878 Aktivkalorien, 292 Aktivkalorien pro Stunde              > Kreuzbergrunde 20 km       > 1:39 h, 519 Aktivkalorien, 314 Aktivkalorien pro Stunde              Solche Strecken fährt der OP eher selten. ;-)              > Fazit       >       > In erster Näherung würde ich das so interpretieren: mit kurzem,       > aber intensivem Radfahren (einen örtlichen steilen Hügel mehrfach       > hintereinander hochfahren) verbrauche ich etwa doppelt so viele       > Kalorien pro Stunde wie mit Krafttraining. Aber auch bei einer       > fast fünfstündigen und verhaltener gefahrenen Radfahrt sind es       > immer noch etwa 60 Prozent mehr Aktivkalorien pro Stunde wie beim       > der KGG.              Wie gesagt, zwischen KGG und sportlichem Krafttraining liegen ähnliche       Welten wie zwischen gemütlichem Alltagsradeln und Bergtouren.              > Ich kann mir nicht vorstellen, alle zwei oder drei Tage drei oder       > fünf Stunden in einer Art Turnhalle mit Kraftraining zu       > verbringen - drei Tage die Woche und nur eine Stunde sind schon       > schwer zu ertragen. Alle paar Tage mal für ein paar Stunden mit       > dem Fahrrad die Landschaft in der Nähe zu erkunden, das hingegen       > bereitet mir immer noch ziemliches Vergnügen, auch wenn es mit       > Anstrengung verbunden ist. Ich mach's nicht, um abzunehmen,       > sondern weil es Spaß macht.              Eben, das ist Geschmackssache. Wobei die Mehrheit wohl Radfahren       vorzieht, so auch der OP. Soweit sie sich überhaupt körperlich betätigt.       --                      CU Chr. Maercker.               Transport + Sport = Radfahren              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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