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|    Chr. Maercker to Wolfgang Strobl    |
|    Re: Abnehmen durch Radfahren (was: Re: K    |
|    11 Sep 25 22:47:15    |
      From: Zweistein@gmx-topmail.de              Wolfgang Strobl wrote:       >> Ich habe in d.r.f. gelernt, Radfahren sei die energetisch günstigste Art       >> der Fortbewegung. Will heißen, der Energieverbrauch ist definitiv       >> niedriger als beim Laufen und diversen anderen Sportarten.              > Das kann man so nicht sagen, da man i.d.R. nicht so Rad fährt,       > wie man geht oder wie man läuft.              Also ich fahre gewöhnlich Rad, weil ich zu faul zum Laufen bin. ;-)              > Aber man kann sagen, dass man an den jeweiligen Limits, die die       > Intensität einer Anstrengung charakterisieren, mit einem Fahrrad       > viel schneller und somit auch weiter fährt als man laufen könnte.              Eben, mit relativ wenig körperlicher Anstrengung.              >> Mit Bergtouren, Radrennen etc. lässt sich der Energieverbrauch beim       >> Radfahren erheblich steigern, das ist klar.              > Nicht nur damit. Selbst wer völlig untrainiert ist und nicht       > besonders versiert, was Radfahren angeht, wird sowohl in der       > Ebene als auch in mässig hügeligen Regionen stundenlang in       > Bereichen fahren können, welche die Ausdauer fördern und       > gelegentlich in hinreichendem Umfang so, dass Muskelzuwachs       > gefördert wird. Manchmal ergibt sich das ganz einfach aus       > praktischen Gründen und der Notwendigkeit, rechtzeitig irgendwo       > anzukommen.              Stimmt alles, hier ging es indes primär um Energieumsatz:              > Gewiß ist Krafttraining effektiver, zwingend       > notwenig ist es jedoch nicht.              Das Krafttraining war ein Schuss ins Blaue. Genaue Werte, welche       Sportart am meisten Energie frisst, habe ich nicht estra abgefragt.              > Der einseitige Blick auf Bergtouren oder gar Radrennen ist hier       > unangebracht. Fahrräder werden i.A. ganz anders gefahren als       > E-Bikes und das funktioniert auch noch im Alter und mit deutlich       > reduzierter Leistung.              In der letzten RadWelt haben sie dazu grad einen Artikel. WIMRE       schrieben die was von inzwischen 20..40% E-Anteil.       Außerdem wurde angemerkt, dass E-Räder die Radverkehrsanteile (oder was       man so nennt) in Städten mit bergigem Profil deutlich gesteigert hätten.       An Steigungen geht E-Rollern ohne Treten ganz schlecht und bergab lässt       man/frau auch ein Fahrrad besser rollen.              >> Beim OP gehe ich davon aus, dass er es mit sportlichem Radfahren nicht       >> unbedingt übertreibt. ;-)       >       > Sein Problem ist, dass er zu wenig rauskommt und zu wenig fährt       > und als Ersatz herumphantasiert.              > Der Begriff "sportliches Radfahren" ist schillernd und deswegen       > nicht nur in diesem Kontext unbrauchbar.              Als Gegensatz zum energieoptimierten Fahren taugt er schon. Man kann       natürlich simple Fahrten von A nach B auch mit erhöhtem Energieaufwand       und damit schneller erledigen, also ein Fahrtziel sportlich erreichen.              >> KGG ist eher mit Radfahren bei minimalem Energieverbrauch vergleichbar.              > Das kommt wohl sehr darauf an, wie man Krafttraining betreibt.              Ja. KKG ist da eher Minimalvariante. In der Reha hab ich zum Schluss       doppelte Einheiten bekommen, vorher war das eher zum Aufwärmen. Davon       habe ich dann ein wenig gemerkt.              > Selbst einer meiner Söhne, der seit seiner Jugend intensiv       > Kraftsport betreibt, verbraucht in einer 1h-Session deutlich       > weniger als doppelt so viel Aktivkalorien wie ich. Was Du       > meinst, ist das, was Leute machen, die noch älter sind als ich       > und abgebaut haben und solche, die nach einem Unfall sich       > überhaupt erst wieder Beweglichkeit und eine Muskulatur       > antrainieren müssen, auch das kenne ich schon. Was ich       > inzwischen mache, ist gewissermaßen ein Zwitter aus Kraftsport,       > Muskelerhalt und Training der Muskulatur, die beim Radfahren       > unterfordert wird.              Wie gesagt, ich hatte nicht extra nachgeschaut, welche Sportarten am       meisten Energie umsetzen. Vermutlich ist Schwimmen dabei, insbesondere       dann, wenn das Wasser nicht allzu warm ist.              > Der Punkt ist jedenfalls, dass Krafttraining diverse Muskeln       > einzeln und die mit einer Intensität belastet, die selbst bei       > einem harten Intervalltraining auf dem Fahrrad oder Indoortrainer       > nicht angestrebt wird. Dabei wird weder minimaler noch maximaler       > Energieverbrauch angestrebt oder erreicht - darum geht's einfach       > nicht.              Beim Radfahren einklich auch nicht und auch dabei sind vor allem die       Beine gefragt.              >> Solche Strecken fährt der OP eher selten. ;-)              > Sicherlich, schon aus Gewichtsgründen wird er das vermeiden, mit       > dem vorhandenen Fahrrad erst recht.              Wobei er sich allmonatlich Touren ähnlicher Größenordnung vornimmt. ;-)              > Ihm würde ich empfehlen, im Flachen zu bleiben und mit einer       > Distanz zu beginnen, die er erfahrungsgemäß ohne Probleme       > jederzeit fahren kann - und das dann so zu steigern, dass er sie       > alle zwei Tage mit Anstrengung, aber problemlos fahren kann. Und       > das dann auch zu tun und mindestens ein halbes Jahr lang       > durchzuhalten. Wenn es zu schwierig wird: Umfang reduzieren.              Na ja, einiges fährt Yadgar ja und seine Zielvorgaben sind zumindest in       d.r.f.-Kreisen nicht überhöht.              > Inzwischen ist es im Jahr schon etwas zu spät dafür. Machen wir       > uns nichts vor: Radfahren im Trockenen und bei angenehmen       > Temperaturen mach mehr Spaß. Aber besser jetzt anfangen als       > nächstes Jahr, d.h. gar nicht.              In Köln regnet es zwar bedeutend mehr als hierzuregion, aber wohl auch       nicht jeden Tag.              >> Wie gesagt, zwischen KGG und sportlichem Krafttraining liegen ähnliche       >> Welten wie zwischen gemütlichem Alltagsradeln und Bergtouren.              > Die Geräte und die Hanteln sind von meiner Warte aus gesehen       > weitgehend dieselben. Erfahrene und jüngere Kraftsportler rümpfen       > zwar die Nase, wenn sie Kraftmaschinen sehen, die       > Trainingsprogramme vorgeben. So lange ich die Maschinen aber so       > einstellen kann, dass sie meine Kräfte um ein Mehrfaches       > übersteigen, sehe ich nicht, warum ich auf den entsprechenden       > Komfort verzichten sollte.              Genau das wird in der Reha aka KGG tunlichst vermieden, im       Leistungssport nicht unbedingt. Wobei ich nicht von Spitzensport rede,       so was hab ich nie gemacht.              > Kurz gesagt, weder meine Radtouren noch mein Krafttraining       > entsprichen Deinen beiden Extremen. Tatsächlich sind es alles       > Kompromisse, das Krafttraining dient nicht nur als komplementäre       > Ergänzung zum Radfahren, sondern auch als Ersatz an Tagen, an       > denen ich nicht Fahrrad fahren mag. Und beides ist alles andere       > als gemütlich. Das Kraftraining an Geräten (gerätegestützte       > Krankengymnastik heisst es nur, weil die Krankenkassen das so       > wollen) zahle ich längst aus eigener Tasche und es unterscheidet       > sich von einschlägigen Fitness-Studios nur dadurch, dass ich in       > wenigen Minuten hinlaufen kann.                     [continued in next message]              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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