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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 4,355 of 6,175   
   Juergen to All   
   Re: Abnehmen durch Radfahren (was: Re: K   
   13 Sep 25 15:25:37   
   
   From: schreibsklave@web.de   
      
   Am Fri, 12 Sep 2025 13:29:22 +0200 schrieb Wolfgang Strobl   
      
   >Am Thu, 11 Sep 2025 23:00:06 +0200 schrieb Juergen   
      
   >>Leichte Normalgewichtige haben gute Voraussetzungen fürs Laufen,   
   >>besonders wenn sie nicht allzu groß sind.   
      
   >Freilich, vmtl. weil der Muskelquerschnitt nur quadratisch   
   >zunimmt, das Volumen und Gewicht jedoch kubisch.   
      
   >Jedoch bedeutet gute Voraussetzungen in Bezug auf dieses eine   
   >Merkmal nicht, dass andere Merkmale keine bzw. keine größere   
   >Rolle spielen können. Und dann gibt's halt noch den Zufall. Ich   
   >bin als Kind viel herumgeklettert und dann Fahrrad gefahren, habe   
   >mich vor dem Laufen aber meistens gedrückt.   
      
   Denke nochmal an die Faustformel: Ein 20 kg leichterer Läufer braucht   
   auf die Marathondistanz gleich mal 840 kcal weniger ohne dass die   
   Energiespeicher für Glykogen entsprechend kleiner wären.   
   Bei den richtig schnellen Läufern kommt noch der Luftwiderstand -   
   Weltrekord entspricht über 20 km/h zu Fuß!   
      
      
   >Jedenfalls deuten die 640 kcal/h auf schwergängiges Gelände hin,   
   >selbst wenn das Bruttokalorien sind.  Auch hier zeigt sich m.E.,   
   >wie nützlich eine direkte Messung der aufgebrachten Tretleistung   
   >an der Kurbel des Fahrrades ist, sie erspart das Schätzen und   
   >Raten.   
      
   Sicher ist das genauer. Aber auch aufwändig..   
   Zum sportlichen Radfahren nutze ich 2 MTB und 1 RR. Die jeweils mit   
   entsprechenden Kurbeln oder Pedalen auszurüsten kann ich mir nicht   
   leisten. Und die Pedale umzuschrauben ist umständlich und tut den   
   Kurbeln nicht unbedingt gut.   
      
   >>Vermutlich kann man gemütlicher Radfahren als Laufen, betreibt man   
   >>beides im Bereich der Schwelle, sind die Unterschiede aber offenbar   
   >>klein.   
      
   >Sicher.  Jedoch hat man i.A. auf dem Rad weniger Möglichkeiten,   
   >sich an der Schwelle zu bewegen als beim Laufen.  Selbst wenn ich   
   >hier auf meiner "Kreuzbergrunde" ungestört einen 12%-Anstieg rauf   
   >und runter fahre, bin ich aufwärts insofern limitiert, als ich   
   >eine suboptimale Trittfrequenz treten muss und der schadhafte   
   >Asphalt kontinuierliches Treten nicht immer zulässt.  Runter ist   
   >Bremsen auf niedriges Tempo erforderlich.  Als natürliches   
   >Intervalltraining in netter Umgebung recht brauchbar, aber nicht   
   >für längere kontinuierliche Fahrten am Limit. Dafür müsste ich   
   >sehr viel weiter hinaus, wo es längere Anstiege gibt - dort aber   
   >ist mir das zu riskant und zu unerfreulich, immerhin muß ich ja   
   >auch wieder zurückkommen. Ich trau' mir ja eine Menge zu, dies   
   >aber auch, weil ich meine Limits kenne und respektiere.   Wenn   
      
   Wieso Anstiege? Mein RR hat als längste Übersetzung wohl 52:13 (oder   
   1:4). Damit reichen mir die letzten schnellen Gänge auf flachen Strecken   
   vollauf, um in den Bereich der Schwelle zu kommen. Außer es ist massiv   
   Rückenwind.   
      
   >2T. Laufen ist viel weniger vom Gelände abhängig.   
      
   Nicht wirklich. Bergab hat man irgendwann ein Koordinationsproblem, wenn   
   man im Bereich der Schwelle bleiben will. Bergauf muss ich bei steilen   
   Anstiegen längst gehen, und bin dann auch weg von der Schwelle.   
      
      
   >>Die Übersetzung und Entfaltung der 3x9-Schaltung am MTB ist für die   
   >>gefahrene Tour bestens geeignet. Ich will etwas Form aufbauen für eine   
   >>organisiserte Tour mit ca. 56 km und geschätzt 600 Hm plus die 20 km von   
   >>meiner Tour als Anfahrt. Die wird allerdings vermutlich langsamer sein   
   >>und mit 2 längeren Pausen.   
      
   >So optimiert jeder halt seine Geräte und Strecken entsprechend   
   >seinen Wünschen und Möglichkeiten.   
      
   >Aber Du hast mich neugierig gemacht. Ist es unverschämt, nach   
   >einer Track (oder Brouter-Route) der geplanten Tour zu fragen?   
      
   Track kenne ich selbst nicht. Ist eine organisierte Tour mit  500   
   angemeldeten Teilnehmern. Ich weiß grob die Orte, wo sie durchführen   
   soll, und dass die Mittagsrast auf einem Höhenrücken im Spessart ca. 350   
   m höher liegt als Anfang und Ende im Maintal. Und da es zwischendurch   
   vermutlich noch etwas wellig wird, habe ich mal großzügig geschätzt.   
   Möglicherweise werden es auch nur 450 Hm.   
   Bei dieser Tour soll jeder mitfahren können. Vermutlich wird es im   
   Spessart vor allem über Schotterwege gehen, so keine asphaltierten   
   Radwege zur Verfügung stehen. Blöde finde ich, dass inzwischen geschätzt   
   70 % auf Pedelecs unterwegs sind, zum Glück waren die Guides bisher   
   immer ohne Motor unterwegs. Meine Beobachtung als es zuletzt über   
   nennenswert Schotterwege ging (das war vor Corona) war allerdings auch   
   eine gewisse Überforderung vieler Pedelecfahrer mit diesem Untergrund.   
      
   >>>Man neigt   
   >>>anfangs dazu, mit zu viel Leistung zu fahren, weil alles ja so   
   >>>mühelos ist, aber das rächt sich dann später im Verlauf der   
   >>>Fahrt.   
      
   >>Das ist im Ausdauersport generell so. Hab mal eine Warnung an Läufer   
   >>gelesen: "Einen 10-km-Lauf gewinnt man nicht auf dem ersten Kilometer.   
   >>Aber man kann ihn da verlieren". Nämlich wenn man nach dem Start   
   >>überzieht.   
      
   >>Als ich noch Marathon gelaufen bin, konnte ich auch nur bestätigen, dass   
   >>ein Marathon bei km 30 beginnt. Die letzten 12 km zeigen jedem, ob er   
   >>die Strecke vernünftig angegangen ist. Vorausgesetzt, man hat sich   
   >>ernsthaft vorbereitet. Anstrengend wird es immer, der Unterschied ist   
   >>aber, ob man nun fröhlich andere Läufer einholt und überholt oder sich   
   >>von Verpflegung zu Verpflegung und letztlich ins Ziel schleppt und dabei   
   >>laufend überholt wird.   
      
   >Da kann ich überhaupt nicht mitreden. Unsere Kinder laufen   
      
   Letztlich ist das ganz einfach: Glykogenspeicher leer und keine   
   Erfahrung mit dem Fettstoffwechsel. Läufer sprechen vom "Mann mit dem   
   Hammer", Radfahrer vom "Hungerast". Das Gemeine ist einfach, der   
   Fettstoffwechsel funktioniert besser wenn noch ein paar Kohlehydrate da   
   sind.   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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