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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 4,361 of 6,175   
   Wolfgang Strobl to All   
   Re: Abnehmen durch Radfahren (was: Re: K   
   13 Sep 25 22:39:21   
   
   From: news51@mystrobl.de   
      
   [Vorsorglich, ich probier' mal einen anderen Newsserver aus, als   
   Rückfallposition]   
      
   Am Sat, 13 Sep 2025 15:25:37 +0200 schrieb Juergen   
   :   
      
   >Am Fri, 12 Sep 2025 13:29:22 +0200 schrieb Wolfgang Strobl   
   >   
   >>Am Thu, 11 Sep 2025 23:00:06 +0200 schrieb Juergen   
   ...   
      
   >>Jedenfalls deuten die 640 kcal/h auf schwergängiges Gelände hin,   
   >>selbst wenn das Bruttokalorien sind.  Auch hier zeigt sich m.E.,   
   >>wie nützlich eine direkte Messung der aufgebrachten Tretleistung   
   >>an der Kurbel des Fahrrades ist, sie erspart das Schätzen und   
   >>Raten.   
   >   
   >Sicher ist das genauer. Aber auch aufwändig..   
   >Zum sportlichen Radfahren nutze ich 2 MTB und 1 RR. Die jeweils mit   
   >entsprechenden Kurbeln oder Pedalen auszurüsten kann ich mir nicht   
   >leisten. Und die Pedale umzuschrauben ist umständlich und tut den   
   >Kurbeln nicht unbedingt gut.   
      
   Freilich wird es ein Problem, wenn man einen ganzen Rennstall von   
   Fahrrädern so ausstatten möchte.  Für uns stellt sich das ein   
   wenig anders dar - wir fahren nicht sportlich, sondern zum   
   Vergnügen, aus gesundheitlichen Gründen und last but least   
   manchmal einfach auch nur, um schnell von A nach B zu kommen.   
   Leistungsmessung brauchen wir nur bei jeweils einem Fahrrad, die   
   alten Alltagsräder werden einfach nach Gefühl und vergleichsweise   
   wenig gefahren.   Und dann gibt's noch den Tacx, der hat den   
   Leistungsmesser eingebaut und wird mit zwei alten Rennrädern   
   verwendet, die so keinen eigenen Leistungsmesser benötigen.   
      
   Mir fehlt die Erfahrung, jedoch vermute ich, dass beim sportlich   
   und im Gelände genutzten MTB ein Leistungsmesser weniger nützlich   
   ist als bei einem Renn- oder Reiserad.  Insofern wärst Du mit   
   einem Satz Pedale am Rennrad, welches Du auch in einem einfachen   
   Trainer ohne viel Elektronik nutzen könntest, schon recht gut   
   bedient.  Aber wie gesagt, bloß eine Vermutung.   
      
   >   
   >>>Vermutlich kann man gemütlicher Radfahren als Laufen, betreibt man   
   >>>beides im Bereich der Schwelle, sind die Unterschiede aber offenbar   
   >>>klein.   
   >   
   >>Sicher.  Jedoch hat man i.A. auf dem Rad weniger Möglichkeiten,   
   >>sich an der Schwelle zu bewegen als beim Laufen.  Selbst wenn ich   
   >>hier auf meiner "Kreuzbergrunde" ungestört einen 12%-Anstieg rauf   
   >>und runter fahre, bin ich aufwärts insofern limitiert, als ich   
   >>eine suboptimale Trittfrequenz treten muss und der schadhafte   
   >>Asphalt kontinuierliches Treten nicht immer zulässt.  Runter ist   
   >>Bremsen auf niedriges Tempo erforderlich.  Als natürliches   
   >>Intervalltraining in netter Umgebung recht brauchbar, aber nicht   
   >>für längere kontinuierliche Fahrten am Limit. Dafür müsste ich   
   >>sehr viel weiter hinaus, wo es längere Anstiege gibt - dort aber   
   >>ist mir das zu riskant und zu unerfreulich, immerhin muß ich ja   
   >>auch wieder zurückkommen. Ich trau' mir ja eine Menge zu, dies   
   >>aber auch, weil ich meine Limits kenne und respektiere.   Wenn   
   >   
   >Wieso Anstiege? Mein RR hat als längste Übersetzung wohl 52:13 (oder   
   >1:4). Damit reichen mir die letzten schnellen Gänge auf flachen Strecken   
   >vollauf, um in den Bereich der Schwelle zu kommen. Außer es ist massiv   
   >Rückenwind.   
      
   Ich habe die längste Übersetzung an meinem Rennrad kürzlich auf   
   36:10 reduziert, um am kurzen Ende etwas mehr Spielraum zu   
   bekommen.  Macht in dem Zusammenhang aber keinen großen   
   Unterschied.  Es ist einfach so, dass ich hier in der Nähe keine   
   langen, flachen Strecken habe, die ich so befahren möchte und die   
   Anstiege sind immer noch zu kurz.  Für systematisches Training   
   setzte ich mich vorzugsweise bei schlechtem Wetter auf den   
   Trainer.   
      
   >   
   >>2T. Laufen ist viel weniger vom Gelände abhängig.   
   >   
   >Nicht wirklich. Bergab hat man irgendwann ein Koordinationsproblem, wenn   
   >man im Bereich der Schwelle bleiben will. Bergauf muss ich bei steilen   
   >Anstiegen längst gehen, und bin dann auch weg von der Schwelle.   
      
   Meine Bemerkung zielte nicht darauf ab, dass jedes Gelände   
   geeignet ist, sondern dass man laufenderweise Untergründe und   
   Gelände bewältigen kann, welches mit dem Fahrrad schlicht   
   unpassierbar ist.  Freilich ist er nicht grenzenlos, aber der   
   Spielraum ist m.E. größer.   
      
   >   
   [...]   
      
   >   
   >>Aber Du hast mich neugierig gemacht. Ist es unverschämt, nach   
   >>einer Track (oder Brouter-Route) der geplanten Tour zu fragen?   
   >   
   >Track kenne ich selbst nicht. Ist eine organisierte Tour mit  500   
   >angemeldeten Teilnehmern. Ich weiß grob die Orte, wo sie durchführen   
   >soll, und dass die Mittagsrast auf einem Höhenrücken im Spessart ca. 350   
   >m höher liegt als Anfang und Ende im Maintal. Und da es zwischendurch   
   >vermutlich noch etwas wellig wird, habe ich mal großzügig geschätzt.   
   >Möglicherweise werden es auch nur 450 Hm.   
      
   Also sozusagen ein Überraschungspaket.  Nicht mein Ding, was   
   Schotterwege und dergleichen angeht, aber interessant klingt es   
   schon.   
      
      
   >Bei dieser Tour soll jeder mitfahren können. Vermutlich wird es im   
   >Spessart vor allem über Schotterwege gehen, so keine asphaltierten   
   >Radwege zur Verfügung stehen. Blöde finde ich, dass inzwischen geschätzt   
   >70 % auf Pedelecs unterwegs sind, zum Glück waren die Guides bisher   
   >immer ohne Motor unterwegs.   
      
   Bei einem schon eine Weile zurückliegenden Urlaub in der Pfalz   
   ibn ich mal mit mit einem Guide aneinandergeraten, der seinem   
   ausschließlich motorisierten Grüppchen wohl die Vorzüge des von   
   ihm geplanten Kurses schildern wollte und zu dem Behufe   
   ausführlich den noch geplanten Radweg parallel zu der von uns   
   gefahrenen Route pries.  Wäre keine Problem gewesen, hätte er   
   nicht ausgerechnet uns quasi als zusätzliches Publikum   
   auserkoren, mit der Erklärung, dass hier gebaut würde und der   
   Frage, ob wir uns verirrt hätten.   Meine Reaktion, wir wären   
   nicht zum ersten Mal auf der Strecke, hätten sie lieber so, wie   
   wir sie gewohnt seien, ohne Radweg, kam nicht sonderlich gut an   
   und mündete in einer langen Erklärung, warum es für die   
   Teilnehmer und überhaupt so viel besser sei.  Ich hab' darauf   
   verzichtet, ihm darzulegen, dass und warum es nach meinem   
   Eindruck vornehmlich für _ihn_ bequemer sei, wenn die Teilnehmer   
   einheitlich motorisiert sind.   
      
      
      
   >Meine Beobachtung als es zuletzt über   
   >nennenswert Schotterwege ging (das war vor Corona) war allerdings auch   
   >eine gewisse Überforderung vieler Pedelecfahrer mit diesem Untergrund.   
      
   Das werden die irgendwann schon lernen. Was sie dabei allerdings   
   verlernen werden, das ist das Radfahren.   
      
   Vorläufig aber ist das Verhalten von Pedelecfahrern angesichts   
   von Problemstellen bisweilen regelrecht bizarr. Ich hab da eine   
   oft befahrene Stelle vor Augen, an der jeder einigermaßen   
   versierte Radfahrer ein direkt von einem Anstieg gefolgtes kurzes   
      
   [continued in next message]   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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