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|    Message 4,409 of 6,175    |
|    Wolfgang Strobl to All    |
|    Re: Abnehmen durch Radfahren (2/2)    |
|    25 Sep 25 10:40:59    |
      [continued from previous message]              das ist aber nur eine von vielen Facetten, von denen die meisten       erfahren werden und bekannt sind, aber nicht       naturwissenschaftlich belegt und studiert. Auf eine Studie       "Veränderung des Fahrverhaltens als Folge der Motorisierung von       Fahrrädern", die auch Routenwahl, Anstiege, Oberflächenqualität       usw. berücksichtigt, werden wir lange warten müssen.              Zusammengefasst, Dieser "Stoffwechselguru" bzw. "Superstar der       Stoffwechselforschung", wie die Wochenbeilage der Zeit eingangs       reisserisch formuliert, macht hier mit einigem Talent einen       Strohmann nieder.              Wer hier und heute als moderner Mensch anfängt, intensiv Sport zu       treiben oder eine leistungsbetonte Aktivität wie schnelles       Fahrradfahren in den Alltag einbaut, wird das anfangs sicherlich       weniger effektiv betreiben und somit pro Einheit mehr Kalorien       verbrauchen als Monate und Jahre später. Der wird jedoch kaum auf       die Idee kommen, die anfänglich pro Kilometer oder Höhenmeter       verbrauchten Kalorien auf das nächste oder übernächste Jahr zu       extrapolieren. Dies schon deswegen nicht, weil kaum ein Anfänger       die dafür nötigen Messwerkzeuge zur Verfügung haben dürfte.              Vielmehr wird jemand, der dranbleibt, mit der Zeit effektiver,       also schneller laufen und schneller fahren können, deswegen       weiter laufen oder weiter fahren, so dass sich letztlich ein ganz       neues Szenario ergibt.              Ausgerechnet ein Ultramarathon heranzuziehen, bei dem nur schon       Hochtrainierte teilnehmen können und kaum weitere, noch extremere       Steigerungsmöglichkeiten existieren, wirkt wie bewußte       Roßtäuscherei.              Wenn wir Radfahren entlang einer Skala verteilen, welche Umfang,       Intensität und Anstrengung repräsentiert, dürfte ein       Ultramarathon das obere Ende darstellen, langsames Radfahren über       kurze Distanzen in der Ebene das untere Ende, oder entsprechend       gefahrene Pedelec, wenn wir diese einbeziehen.              Die größte Nutzen dürfte auf der Skala dort liegen, wo die Masse       der unmotorisiert Radfahrenden zu finden sein dürfte, in der       unteren Hälfte der Skala, beginnend dort, wo Bequemlichkeit und       Anstrengungsvermeidung nicht mehr das ausschließliche Motiv ist,       Fahrrad zu fahren. Dort ist das meiste Steigerungspotential.       Links davon besteht kein Interesse (oder seltener, eine       körperliche Einschränkung), rechts davon dünnt es aus, um       schließlich zu Hochleistungssport (etc.) einer kleinen Elite zu       werden, die numerisch keine Rolle spielt.                     --       Thank you for observing all safety precautions              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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