From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Fri, 26 Sep 2025 21:19:47 +0200 schrieb hc.ahlmann@gmx.de (HC   
   Ahlmann):   
      
   >x'post: de.alt.talk.unmut, de.rec.fahrrad   
   >f'up2: de.rec.fahrrad   
   >   
   >Torsten Mueller wrote:   
   >   
   >> Nico Hoffmann schrieb:   
   >>   
   >> >> Sollte das jemals wieder Probleme machen, wird das Kabel durch ein   
   >> >> Längeres direkt zum Dynamo ersetzt.   
   >> >   
   >> > Das kannst du dir schon mal hin legen, dass du es hast, wenn du es   
   >> > brauchst. Es kostet nicht die Welt.   
   >>   
   >> Ich hab seit Ewigkeiten (seit 20 Jahren?) batteriebetriebene Lichter,   
   >> vorn und hinten. Mit Akku. Die kannste festmachen, wo du willst. Mein   
   >> aktuelles Fahrrad hatte noch nie einen Dynamo (und deshalb auch nicht   
   >> dieses Masseproblem).   
   >   
   >Seitdem Nabendynamos das Problem des Durchrutschens bei Nässe oder   
   >Schnee (mit dem Bonus eines unerschöpflichen Stromflusses), zweiadrige   
   >Verkabelung das Problem der unzuverlässigen Verbindung und LED (B+M Cyo   
   >als Doppelscheinwerfer) das Problem der funzeligen Ausleuchtung lösten,   
   >sind alle Zutaten für verlässliche, gute Fahrradbeleuchtung vorhanden.   
      
   Auf Alltags- und Reiseräder bezogen stimme ich Dir zu. Mein   
   gammeliges Hollandrad hat einen Nabendynamo, das Alltagsrad   
   meiner Frau hat einen, mein altes Reiserad, welches ich später   
   für die Fahrt zur Arbeit verwendet, wenn das Wetter danach war,   
   hatte sogar zwei, für jeden Laufradsatz einen. Bis auf das   
   Hollandrad alle nachgerüstet, weil Nabendynamos beim Kauf der   
   Räder noch nicht existierten.   
      
   Für unsere Rennräder zog und ziehe ich jedoch batteriebetriebene   
   Leuchten vor, heute mehr als denn je. Akkuleuchten auf Basis von   
   Lithium-Akkus und LED sind inzwischen so kompakt, leicht und   
   zuverlässig, dass die Verkabelung der Fahrradbeleuchtung die   
   hauptsächliche noch verbliebene Schwachstelle darstellt. Dies   
   fällt insbesondere dann negativ auf, wenn man die Laufräder   
   häufiger demontieren und montieren möchte, etwa um die Fahrräder   
   zu verstauen oder bei für Wartungsarbeiten.   
      
   Akkuleuchten sind mit einem Handgriff montiert, man kann je nach   
   Bedarf zwischen minimalistisch und üppig wechseln, von Leuchten,   
   die i.W. zum Gesehenwerden dienen bis hin zu regelrechtem   
   Flutlicht, mit dickem Akku in einer Flaschenhalterung. Die   
   Produktvielfalt ist inzwischen größer - Rückleuchten mit   
   eingebautem Radar wie die von Garmin beispielsweise gibt es in   
   verkabelter Form nicht.   
      
   >   
   >Ich habe seit fast 20 Jahren solch eine Kombination am Fahrrad und   
   >musste nur einmal nach einem Bahntransport wegen eines abgerissenen   
   >Kabels Hand anlegen. An Juniors Fahrrad ist ein gleichartiger Aufbau,   
   >der jüngst acht Jahre Schul-Fahrradständer ohne Abrisse überstanden hat   
   >und die Räder der Herzallerliebsten machen auch keine lichttechnischen   
   >Probleme. Außerdem war diese Beleuchtung von Anfang an legal und   
   >unerschöpflich.   
      
   Freilich. Die Akkuleuchte, die ich seit ein paar Jahren für mein   
   Rennrad verwende, ist ebenfalls von Anfang an legal*) und so   
   unerschöpflich, wie ich das für meine Verwendung brauche. Ein   
   Knopfdruck an der am Lenker oder an der Gabel montierte Leuchte   
   erlaubt mir, Front- und Rücklicht ein- oder auszuschalten, bei   
   gleichzeitiger Anzeige des Ladezustands beider Leuchten, sowie   
   den Wechsel zwischen verschiedenen Modi, div. Leuchtstärken sowie   
   einem "Auto"-Modus, der sich an der Umgebungshelligkeit   
   orientiert. Leider hat der Hersteller aktiv behindert, die am   
   Lenker montierte Lampe während der Fahrt zu justieren, vmtl. vom   
   Verordnungsgeber dazu gezwungen. So viel zum Thema Legalität.   
   :-/. Nun, bei einem weichen Lenkerband und mit etwas Gewalt   
   reicht es, um im Notfall trotzdem aufblenden zu können.   
      
   Ein Bonus des Rücklichts aus dem Set ist, dass es auch tagsüber   
   als kräftiges Bremslicht dienen kann. Der Verzögerungssensor   
   braucht nicht viel Strom und da die Leuchtdauer des Bremslichts   
   kurz ist, zehrt das nicht sonderlich an der Kapazität. Wir sind   
   deswegen dazu übergegangen, es bei jeder Fahrt einzuschalten.   
      
   >   
   >Als Boni kamen Lichtschalter am Lenker (Autofahrer halten auch nicht an   
   >oder fummeln an den Scheinwerfern) und eine Steckdose für die beiden   
   >Anhänger hinzu, was das Hantieren mit Batterielichtern erspart.   
      
   (usw.)   
      
   Ein interessanter Anwendungsfall für einen spezifischen   
   Verwendungszweck. Noch bequemer ist es, wenn man nicht mal an   
   einem Lichtschalter fummeln muss, weil sich das Licht automatisch   
   einschaltet.   
      
   So wie bei unserer Verwendung von Rennrädern i.W. für Halb- bis   
   Ganztagstouren, die gelegentlich auch schon mal in der Dämmerung   
   enden können. Ich finde es erfreulich, dass man die Wahl hat.   
      
      
   *) Nicht dass es darauf ankäme - es ist nahezu unmöglich bzw.   
   wäre eine Zumutung und z.T. riskante Gebrauchseinschränkung, ein   
   Rennrad so auszustaffieren, dass es den Bedingungen der deutschen   
   StVZO in jedem Detail genügt. Also ist man besser bedient, es so   
   auszustatten, dass die Ausstattung dem intendierten Zweck dient,   
   Sichtbarkeit herzustellen und bei Bedarf auch, den Weg   
   auszuleuchten.   
      
   --   
   Thank you for observing all safety precautions   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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