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   Am Sat, 4 Oct 2025 13:58:03 +0200 schrieb Arno Welzel   
   :   
      
   >Karl Müller, 2025-10-03 17:52:   
   >   
   >> Am Fri, 3 Oct 2025 17:13:42 +0200 schrieb Arno Welzel:   
   >[...]   
   >>> Auch ein elektronischer Tacho mit Kilometerzähler und die Möglichkeit,   
   >>> mein Smartphone mit einer Quadlock-Halterung am Lenker nutze zu können   
   >>> als Navigationsgerät etc. ist durchaus willkommen, auch wenn Puristen   
   >>> das als unnötige Spielerei ansehen.   
   >>   
   >> Also ich würde ein Navi am Fahrrad nicht als unnötige Spielerei ansehen.   
   >> Allerdings handelt man sich schon Nachteile ein wenn man nach Navi fährt -   
   >> das Erlebnis, welche Hinweisschilder man nach der nächsten Stadt abgesucht   
   >> und sich eingeprägt hat, das fehlt schon. Oder das Gefühl wo man sich   
   >> gerade befindet kann durch ein strenges Nachfahren von GPX-Tracks verloren   
   >> gehen   
   >   
   >Ich nutze die Navigation primär nur zur Angabe der Richtung, wo ich   
   >ungefähr hin muss. "Strenges Nachfahren von GPX-Tracks" fände ich total   
   >öde und wenn ich auf der Karte sehe, wo es hingehen soll, fahre ich ggf.   
   >auch einfach anders, wenn der vorgeschlagene Weg blöd ist. Hauptsache   
   >die Richtung stimmt.   
      
   Ich nutze Gerätenavigation je nach den Umständen auf   
   unterschiedliche Weise und oft auch gar nicht, etwa wenn ich mit   
   einem der der alten Räder auf bekannten Kurzstrecken unterwegs   
   bin.   
      
   Lange Touren hingegen plane ich vorab und fahre dann entsprechend   
   der erzeugten Track. Oft dienen dabei früher gefahrene Teilstücke   
   als Grundlage neuer Planungen. Die eingebaute Navigation des   
   Navi verwende ich nach ein paar Versuchen damit schon lange nicht   
   mehr bzw. nicht ohne Not. Wenn ich bei einer Fahrt von der   
   geplanten Route abweiche, fahre ich auf die herkömmliche Weise,   
   d.h. nach Wegweisern, Straßenbezeichnungen und Karte, wobei die   
   die markierte Route und etwaige eigene Wegpunkte als   
   Orientierungshilfe verfügbar bleiben.   
      
   Öde ist daran wenig. Lange Touren bieten für meinen Geschmack   
   reichlich Zufallselemente, von der eigenen Verfassung über das   
   Wetter bis hin zu Verkehrslage und Straßenzustand und genügend   
   interessante Überraschungen, wenn man etwa verfolgt, wie sich   
   Landschaft und Natur im Laufe der Zeit verändern. Die Planung   
   hat primär den Zweck, anspruchsvolle Distanzen beherrschbar zu   
   machen. Faktisch verschafft einem das mehr Freiheiten, wenn es   
   darum geht, mit ungeplanten Ereignissen, von Defekten bis hin zu   
   Umwegen und Abstechern umzugehen.   
      
   Es spricht nichts dagegen, ohne Navi oder mit Navi und   
   nachgeführter Karte, aber ohne Route zu fahren und den Kurs auf   
   der Fahrt adhoc zu bestimmen. Wenn man jedoch ein Ziel über   
   einen Kurs ansteuert, welcher die vorhandenen Reserven weitgehend   
   erschöpft, dann ist es hilfreich, diese Reserven möglichst   
   effektiv einzusetzen. Ein modernes Navi nebst Zubehör (Tacho,   
   Kilometerzähler, Powermeter, Pulsmesser) kann dazu einiges   
   beitragen.   
      
   Es ist sicherlich subjektiv und Geschmackssache, ob man es als   
   Spielerei ansieht, technische Hilfsmittel einzusetzen, die es   
   erleichtern, die eigene Fitness durch intensive Belastung zu   
   steigern bzw. zu erhalten. Ich für meinen Teil halte es für   
   förderlich und finde es motivierend, sie für die kontrolliert   
   intensivere Nutzung der eigenen Leistung einsetzen zu können.   
      
   Plump ausgedrückt: Lieber ein Navi, welches einem mitteilt: "Da   
   ginge aber noch etwas mehr!", als ein Motor, der einem   
   vorschwindelt: "Das ging doch ganz mühelos, gut gemacht!".   
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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