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|    =?UTF-8?Q?Susanne_J=c3=a4ger?= to All    |
|    =?UTF-8?Q?Re:_Der_Beifahrer_konnte_nicht    |
|    13 Oct 25 15:20:14    |
      From: susjaeger@gmx.de              Am 12.10.25 um 00:09 schrieb Chr. Maercker:       > Thomas_Schlueter wrote:       >> Was ich damit sagen will: das Dooringrisiko ist nicht nur recht klein,       >> sondern es ist vor allem auch kein Problem der Hauptstraßen in       Großstädten.       >       > Was mich insofern wundert als Dooring aus Hauptunfallursache auf       > Fahrbahnen gilt. WIMRE findet sich diese Behauptung sogar in einer der       > BASt-Publikationen, erinnere mich nur nicht, ob mit Zahlen unterlegt.       >       > Deine Statistik könnte entweder ein Hinweis darauf sein, dass       > Dooring-Unfälle generell abgenommen haben und/oder, dass sie deshalb so       > selten sind, weil Fahrradunfälle auf Fahrbahnen generell relativ selten       > sind. Zu Letzterem müsste Deine private Statistik was aussagen können,       > mehr als die meisten offiziellen.              Für Berlin gibt es dazu wahrscheinlich ganz brauchbare Zahlen im       aktuellen Verkehrssicherheitsprogramm [1] Da heißt es auf Seite 13       (vertiefte Unfallanalyse 2017-2021)              "Das weitere Radverkehrsunfallgeschehen konzentriert sich mit rund 42       Prozent auf Konfliktsituationen entlang der Strecken. Am häufigsten (14       Prozent) sind hierbei Fahrunfälle zu verzeichnen, bei denen Radfahrende       ohne Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmenden stürzen und sich       verletzen. Hier spielen Hindernisse wie Gleise oder abrupte Änderungen in       der Radverkehrsführung eine Rolle. Diese Konfliktsituation kann zu zwei       Dritteln der Fahrbahn und zu einem Drittel dem Seitenraum zugewiesen       werden. Die Fahrunfälle werden gefolgt von den Längsverkehrsunfällen mit       circa 11 Prozent. Hierbei dominieren die Unfallsituationen mit seitlichen       Kollisionen unter anderem beim Überholen. Die dritte Konfliktsituation       betrifft Unfälle mit parkenden Fahrzeugen (rund 10 Prozent), welche zur       Hälfte einem Dooring-Unfall (geöffnete Fahrzeugtür eines parkenden       Fahrzeugs) zugewiesen werden können."       Also 5% der getöteten und schwerverletzten Radfahrenden als Dooring-Folge.       Bei einer eigenen Auswertung der tödlichen Radunfälle in Berlin seit 2008       komme ich auf 7 von 186 tödlichen Unfällen das sind 3,75%, davon 2 auf       der Beifahrerseite und alleine 4 zwischen Juni 2017 und Januar 2018, was       mal wieder zeigt, das man bei so kleinen Gesamtzahlen immer nur längere       Zeiträume betrachten sollte.              Gruß       Susanne                     [1]       https://www.berlin.de/sen/uvk/_assets/verkehr/verkehrspolitik/ve       kehrssicherheit/verkehrssicherheitsprogramm/verkehrssicherheitsp       ogramm-berlin-2030.pdf?ts=1752674590              via       https://www.berlin.de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr/verkehrspol       tik/verkehrssicherheit/verkehrssicherheitsprogramm/              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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