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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 4,665 of 6,175   
   Wolfgang Strobl to All   
   Re: =?utf-8?Q?Der_Beifahrer_konnte_?= =?   
   15 Oct 25 22:07:20   
   
   From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Tue, 14 Oct 2025 21:58:18 +0200 schrieb Sascha Dungs   
   :   
      
   >Am 13.10.2025 um 21:07 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >   
   >> Für meine tägliche Praxis war ein einmalige Erfahrung dieser Art   
   >> schon mehr als ausreichend, um das Radfahren im technisch   
   >> möglichen Aufklappbereich von Autotüren stehender Autos   
   >> jedenfalls immer dann zu vermeiden, wenn die Insassen darauf   
   >> konditioniert sein könnten, dass niemand in diesem   
   >> Aufklappbereich unterwegs ist, der ihnen oder der Türe ihres   
   >> Autos in irgend einer Weise gefährlich werden kann.   
   >   
   >Gut, auf solchen Streifen würde ich ohnehin in aller Regel nicht fahren.   
   >Wie gesagt: einen guten Meter Abstand nehme ich mir nahezu immer.   
      
   Wobei ein guter Meter schon sehr knapp ist. Die Türen von   
   Zweisitzern sind deutlich breiter.  Ich tendiere dazu, nur dort   
   nahe am Straßenrand zu fahren, wo genügend häufiger und schneller   
   Kfzverkehr das auch tut.   Je unfrequentierter eine Straße ist,   
   um so mehr Seitenabstand halte ich von haltenden bzw. geparkten   
   Fahrzeugen.   
      
   >Muss   
   >ich näher dran vorbei (bspw. wegen Gegenverkehr in engen, beidseitig   
   >beparkten Straßen), reduziere ich mein Tempo deutlich.   
      
   Da spielen zu viele Faktoren eine Rolle, als dass ich eine   
   generelle Regel aufstellen wollte.  So langsam kann man gar nicht   
   fahren, um einer sich öffnenden Türe noch ausweichen zu können,   
   an der man gerade im Begriff ist, dicht vorbeizufahren.  Dass so   
   etwas selten in der Unfallstatistik auftaucht, jedenfalls nicht   
   bei den Todesfällen, liegt m.E. einfach daran, dass die Chance   
   für das Zusammentreffen der für einen Todesfall nötigen Faktoren   
   recht klein ist. Ich hab' mal so einen Sturz miterlebt, direkt   
   vor der Haustüre, incl. Rettungswegen, Trage und Fixierung der   
   Halswirbelsäule.  Eine junge Frau war dicht an der Reihe   
   parkender Pkw vorbeifahrend in eine geöffnete Türe reingefahren   
   und blieb dann eine Weile auf der Fahrbahn liegen.  Ob dieser   
   Unfall überhaupt in der Unfallstatistik auftauchte, weiss ich   
   nicht, in der Presse tauchte er jedenfalls nicht auf, obwohl die   
   gerne über solche Unfälle berichtet.  Vielleicht war der   
   Sanitäter nur etwas übervorsichtig.   
      
   >   
   >> plötzlich neben mir einen Luftzug, wo keiner sein dürfte.   
   >> Erst beim zurückschauen sehe ich - gegen ein beleuchtetes   
   >> FEsnter, daß da jemand in einem Auto auf dem Beifahrersitz   
   >> am Basteln war, und mit dem Fuß die Fahrertür aufgestoßen   
   >> hatte, genau in dem Moment, wo ich an dem Pkw vorbeifuhr.   
   >> Die Tür hat mich nur um Zentimeter verfehlt - aber sie HAT   
   >> mich verfehlt).   
   >   
   >Tatsächlich konnte ich mich an diesen Beitrag von Dir nach über 20   
   >Jahren noch erinnern. Jetzt nicht inklusive aller genauen Umstände, aber   
   >die Info, dass da jemand mit dem Fuß die Autotüre aufgestoßen und Dich   
   >knapp verfehlt hatte, das war mir noch präsent. :)   
      
   Ehrlich gesagt, mir ist das auch immer noch präsent, nicht nur   
   wenn das Thema aufkommt. So etwas prägt.  Ein Angewohnheit, die   
   sich daraus entwickelt hat, besteht darin, mögliche Konflikte   
   bzw. deren Vorlauf beim Fahren quasi in Gedanken zu simulieren   
   und die Fahrweise entsprechend anzupassen.  Dabei geht es nicht   
   darum, spektakuläre Fehler Dritter zu antizipieren (unsichtbare   
   Glasscherbe mitten auf der Straße oder Vorfahrtverletzung durch   
   ein schnelles Fahrzeug), sondern kleinere Ungeschicklichkeiten,   
   wie z.B. "jemand steht auf einer abschüssigen Rampe und nimmt   
   versehentlich den Fuß von der Bremse und rollt los" oder "Sand im   
   erst spät einsehbaren Straßenrand einer Kurve".  Hier fahre ich   
   dann oft einen etwas größeren Bogen und bremsbereit, ohne darüber   
   überhaupt nachdenken zu müssen.  Ähnlich bei Parkstreifenparkern,   
   da fahre ich gerne im Windschatten eines Pkw vor mir, der sorgt   
   dafür, dass die fahrbahnseitigen Türen geschlossen bleiben und   
   fahre mehr zur Mitte hin, wenn der Abstand zum Pkw größer wird.   
   Denn dann muss man mit der Reaktion "Schnell die Türe öffen,   
   bevor das nächste Auto aufschließt" rechnen.  Etc.   
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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