From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Wed, 15 Oct 2025 11:05:51 +0200 schrieb Juergen   
   :   
      
   >Am Tue, 14 Oct 2025 23:34:23 +0200 schrieb t.r.h@gmx.net (Torsten   
   >Rüdiger Hansen) zum Thema "Re: "Virtuelle Leistung" bei Sportuhr?":   
   >   
   >>Stephan Gerlach wrote:   
   >   
   >>> Um welchen Wert genau zu erhalten?   
   >   
   >>Zu wissen, ob die als Maximum angegebenen 320 Watt jetz Muskelleistung   
   >>allein sind oder nicht. Da die Geschwindigkeit zu dem Zeitpunkt über   
   >>30km/h lag (32..34km/h) kam der E-Antrieb an seine gesetzliche Grenze   
   >>von 250 Watt.   
   >   
   >Die 250 Watt sind Schall und Rauch, die Antriebe können längst weit   
   >mehr. Teilweise wird inzwischen das Drehmoment angegeben, etwa mit 70   
   >oder 90 Nm. Mal grob gerechnet ür eine 70er Trittfrequenz:   
   >P = 70 Nm * 70 U/min /10 = 490 Watt.   
   >Eigentlich noch etwas mehr, denn der korrekte Faktor wäre 9,55. Und   
   >leider geben die Hersteller nicht unbedingt an, für welche Trittfrequenz   
   >das Drehmoment gelten soll. Die 250 Watt sind jedenfalls nur die   
   >Durchschnittsleistung, denke über 10 Minuten oder noch mehr.   
      
   Die Nenndauerleistung von Pedelec ist schon sehr lange wie folgt   
   definiert: Nicht mehr als im Mittel 250 Watt in einem gleitenden   
   Zeitfenster von 30 Minuten, wobei sich der Motor unter   
   festgelegten Prüfbedingungen (Ausgangstemperatur, Fahrzyklus)   
   nicht übermäßig erwärmen darf. Zwischenzeitlich gab es dann ein   
   Gezerre, ob es überhaupt eine Obergrenze der abgegebenen Leistung   
   gibt, entweder in absoluten Zahlen (ein Kilowatt) und/oder in   
   Prozent der Tretleistung (400 Prozent). Als ein bekannter   
   deutscher Hersteller sich kürzlich mit "400 Prozent sind genug   
   für jedermann" positionierte, protestierte prompt ein anderer.   
      
   >   
   >Davon ab, bei über 30 km/h sollte die Leistung des Antriebs exakt 0 Watt   
   >betragen.   
      
   Eigentlich sollte formal schon bei über 25 km/h längst (!)   
   Schluss sein, jedoch werden "Toleranzen" aller Art angeführt, von   
   Messungenauigkeiten bis hin zu verzögerter Reaktion der   
   Elektronik. Die Kfzlobby ist stark in diesem unseren Lande.   
      
   >   
   >Deine Sportuhr weiss ja nun gar nix vom Antrieb. Sie hat das mit Gewicht   
   >und Tempo berechnet, vielleicht auch noch mit Steigung und Gefälle sowie   
   >deinem Puls. Dummerweise allerdings mit Werten für Größe und Gewicht die   
   >der Hersteller als Basis für alle ausgelieferten Geräte vorgibt, sowas   
   >wie 1,7 m und 65 kg. Oder halt mit den Daten des Vorgängers wenn   
   >gebraucht gekauft. Wird mehr oder weniger gut zu deiner Statur passen.   
      
   Wenn man durch gleichzeitige Messung von Puls und abgegebener   
   Leistung ein Messwerkzeug hinreichend kalibriert hat, liefert   
   ggfs. schon der Puls alleine recht gute Anhaltspunkte für die   
   aufgebrachte Leistung.   
      
   Mal abgesehen davon, dass Torsten offenbar einige   
   Verständnisprobleme hat, was die Funktionsweise seines Pedelec   
   angeht, ist doch ziemlich offensichtlich, dass eine Pulsuhr, die   
   via GPS und vielleicht Barometer (oder auch ohne) Geschwindigkeit   
   und Höhenmeter grob schätzen kann, nur einen sehr groben   
   Schätzwert liefern kann, wie viel Leistung Fahrer und Motor   
   zusammen aufgebracht haben. Wie sich das dann auf Fahrer und   
   Motor verteilt, ergibt sich daraus überhaupt nicht.   
      
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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