home bbs files messages ]

Forums before death by AOL, social media and spammers... "We can't have nice things"

   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

[   << oldest   |   < older   |   list   |   newer >   |   newest >>   ]

   Message 4,805 of 6,175   
   Arno Welzel to All   
   Re: "dieser Radweg wird kein leichter se   
   27 Oct 25 14:42:34   
   
   From: usenet@arnowelzel.de   
      
   Mekeor Melire, 2025-10-27 01:18:   
      
   > 2025-10-26 07:51 user2991@newsgrouper.org.invalid:   
   >   
   >> Und ist es begrüßenswert, wenn mehr Geld für separierende   
   >> Fahrradinfrastruktur verausgabt wird?   
   >   
   > Ich hab in dieser Newsgroup inzwischen schon öfter von Kritik an   
   > separierender Fahrradinfrastruktur gehört und würde es gerne mal   
   > besser verstehen. Kannst Du das Argument ausführen oder auf eine   
   > elaborierende Quelle verweisen? Würd' mich freuen, danke!   
      
   Zwei zentrale Probleme bei der Separierung, wie sie vielfach vorgenommen   
   wird:   
      
   1) Autofahrer nehmen Radfahrer nicht mehr als Verkehrsteilnehmer war und   
   achten entsprechend auch nicht darauf, wenn sie doch mal auf der   
   Fahrbahn auftauchen.   
      
   2) Radwege kreuzen oft Fahrbahnen an Kreuzungen, wo es wegen Punkt 1   
   dann gerade mit LKW immer wieder zu schweren oder tödlichen Unfällen   
   kommt, weil LKW-Fahrer die Radfahrer nicht beachtet haben, die rechts an   
   ihnen vorbei wollten im Vertrauen darauf, dass sie rechtlich Vorfahrt haben.   
      
   Wenn separate Strukturen schaffen will, die Unfälle dieser Art   
   zuverlässig vermeidet, müsste man eine komplett separate Struktur   
   aufbauen - also nicht Radstreifen oder Radwege am Rand oder neben   
   Fahrbahnen, sondern ein komplett separates Radwegenetz, was sich nie   
   Fahrbahnen kreuzt. Das ist aber aus verschiedenen Gründen nicht   
   umsetzbar und auch nicht unbedingt praktikabel.   
      
   Sinnvoller als die Forderung nach noch mehr Radwegen an Fahrbahnen ist   
   es daher aus meiner Sicht eine Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums   
   in der Weise, dass Fahrbahnen von allen Menschen gleichermaßen nutzbar   
   sind, unabhängig vom verwendet Fahrzeug.   
      
   Auch sollten Menschen beim Thema "Fahrrad fahren" nicht nur an Touristik   
   und "Genußradeln" in der Freizeit denken, sondern auch aktiv die   
   Teilnahme am normalen Straßenverkehr üben. Ja - das geht. Nein, man   
   setzt sich nicht automatisch einer Todesgefahr aus, nur weil man in der   
   Stadt die Fahrbahn nutzt.   
      
      
   --   
   Arno Welzel   
   https://arnowelzel.de   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

[   << oldest   |   < older   |   list   |   newer >   |   newest >>   ]


(c) 1994,  bbs@darkrealms.ca