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|    Arno Welzel to All    |
|    Re: "dieser Radweg wird kein leichter se    |
|    27 Oct 25 14:42:34    |
      From: usenet@arnowelzel.de              Mekeor Melire, 2025-10-27 01:18:              > 2025-10-26 07:51 user2991@newsgrouper.org.invalid:       >       >> Und ist es begrüßenswert, wenn mehr Geld für separierende       >> Fahrradinfrastruktur verausgabt wird?       >       > Ich hab in dieser Newsgroup inzwischen schon öfter von Kritik an       > separierender Fahrradinfrastruktur gehört und würde es gerne mal       > besser verstehen. Kannst Du das Argument ausführen oder auf eine       > elaborierende Quelle verweisen? Würd' mich freuen, danke!              Zwei zentrale Probleme bei der Separierung, wie sie vielfach vorgenommen       wird:              1) Autofahrer nehmen Radfahrer nicht mehr als Verkehrsteilnehmer war und       achten entsprechend auch nicht darauf, wenn sie doch mal auf der       Fahrbahn auftauchen.              2) Radwege kreuzen oft Fahrbahnen an Kreuzungen, wo es wegen Punkt 1       dann gerade mit LKW immer wieder zu schweren oder tödlichen Unfällen       kommt, weil LKW-Fahrer die Radfahrer nicht beachtet haben, die rechts an       ihnen vorbei wollten im Vertrauen darauf, dass sie rechtlich Vorfahrt haben.              Wenn separate Strukturen schaffen will, die Unfälle dieser Art       zuverlässig vermeidet, müsste man eine komplett separate Struktur       aufbauen - also nicht Radstreifen oder Radwege am Rand oder neben       Fahrbahnen, sondern ein komplett separates Radwegenetz, was sich nie       Fahrbahnen kreuzt. Das ist aber aus verschiedenen Gründen nicht       umsetzbar und auch nicht unbedingt praktikabel.              Sinnvoller als die Forderung nach noch mehr Radwegen an Fahrbahnen ist       es daher aus meiner Sicht eine Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums       in der Weise, dass Fahrbahnen von allen Menschen gleichermaßen nutzbar       sind, unabhängig vom verwendet Fahrzeug.              Auch sollten Menschen beim Thema "Fahrrad fahren" nicht nur an Touristik       und "Genußradeln" in der Freizeit denken, sondern auch aktiv die       Teilnahme am normalen Straßenverkehr üben. Ja - das geht. Nein, man       setzt sich nicht automatisch einer Todesgefahr aus, nur weil man in der       Stadt die Fahrbahn nutzt.                     --       Arno Welzel       https://arnowelzel.de              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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