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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 4,841 of 6,175   
   marc@invalid.invalid to Wolfgang Strobl   
   Re: "dieser Radweg wird kein leichter se   
   28 Oct 25 20:50:21   
   
   Wolfgang Strobl  wrote:   
   > Am Tue, 28 Oct 2025 16:38:21 +0100 schrieb marc@invalid.invalid:   
   >   
   > Ein überdimensioniertes Fahrradparkaus am Zentralbahnhof scheint   
   > mir aber ein problematisches Konzept auch für diesen   
   > Anwendungsfall zu sein, wenn die Voraussetzung darin besteht, am   
   > anderen Ende, also am oder im Büro einen Abstellplatz für das   
   > Hollandrad zu finden.  Wo man ein Faltrad oder ein Rennrad noch   
   > über ein paar Treppen ins Büro tragen und irgendwo in eine   
   > schmale Lücke zwängen kann, wird man mit dem schweren Hollandrad   
   > Probleme bekommen.   
      
   Der AG stellt da ausreichend Platz bereit, da käme keiner auf die Idee,   
   ein Rad mit ins Büro zu wuchten.   
      
   > Insofern hat es draussen auf dem Gelände stehen müssen. Zwar   
   > Privatgelände und überdacht, jedoch mit Felgenklemmern und   
   > dreivierteloffene Wellblechhütte, in der das Rad nach einem   
   > nassen und windigen Arbeitstag genau so triefte, als wenn es   
   > draussen gestanden hätte.   
      
   Ja, hättst Dir mal ein Omafiets mit Kettenkasten und Dreigangnabe   
   geleistet, das kann das ab :-D   
      
   > Es ist nicht so, dass ich bezweifle, dass Deine Kollegen mit   
   > ihren Lösungen glücklich sind.  Jedoch bezweifle ich, dass diese   
   > Lösung - an jedem Bahnhof ein großes Fahrradparkhaus hinstellen,   
   > wo Pendler aus dem Einzugsbereich ein billiges Hollandrad   
   > abstellen, um dann am anderen Ende am Zielbahnhof ein zweites   
   > solches Rad aus einem entsprechenden Fahrradpark herauszuholen   
   > und weiterzufahren, auf viele Leute übertragbar ist, und erst   
   > recht nicht auf Regionen, die anders strukturiert sind als   
   > küstennahe Städte im Flachland - also die meisten.   
      
   Nun, da die Holländer praktischerweise im Flachland leben (inwiefern die   
   Küstennähe da relevant ist, weiss ich jetzt nicht, ausser beim   
   Gegenwind), passt das Konzept wohl recht gut für sie.   
      
   Und eine gewisse Dreidimensionalität der Landschaft kann man mit E-Bikes   
   sehr gut in den Griff kriegen.   
      
   > Auch wenn es einzelne immer wieder gebetsmühenartig angepriesene   
   > Gegenbeispiele zu geben scheint -- zentralisierte   
   > verkehrstechnische Lösungen, große Parkhäuser, Schnellwege,   
   > Sonderwege, Konzentration und Verdrängung sind fast immer   
   > nachteilig für den Radverkehr.  Dezentralisierung, Verteilung und   
   > Entkopplung sind angesagt, vielleicht nicht in kleinen   
   > halbinselartigen und flachen Küstengebieten, aber fast überall   
   > anders, wo sich größere und kleinere Städte, Bebauung und   
   > Verkehrswege einer wechselnden Landschaft angepasst haben und   
   > weder der Platz noch das Geld für ein zweites, unabhängiges   
   > Wegenetz vorhanden ist, noch der Bedarf für solche Parkhäuser.   
      
   Du legst da Dinge vor, die so nicht gegeben sind - die Parkhäuser haben   
   ja nicht andere Parkmöglichkeiten abgeräumt, Du findest auf den Strassen   
   noch genausoviele Räder wie früher. Die Parkhäuser haben nur die   
   zusätzliche Möglichkeit des multimodalen Pendelns geschaffen.   
      
   >>> Bei einer drei mal so großen Stadt erscheint mir ein   
   >>> überdimensioniertes Parkhaus am Rand des Stadtkerns erst recht keine   
   >>> erstrebenswerte Lösung zu sein, vor allem dann nicht, wenn es dazu   
   >>> dienen soll, das verteilte Abstellen von Fahrrädern zu unterbinden.   
   >>   
   >>Tut es ja nicht - es dient dazu, Eisenbahn und Fahrrad kombinierbar zu   
   >>machen.   
   >   
   > Es ersetzt Fahrradmitnahme und es liefert offenbar eine weitere   
   > Rechtfertigung, vorhandene dezentrale Abstellmöglichkeiten   
   > abzuräumen.   
      
   Fahrradmitnahme ist keine Option, wie geschildert. Den Platz hats nicht   
   im Zug.   
      
   > Warum dann der Fokus auf ausgerechnet dieses Monsterparkhaus?   
   > Warum nicht ein Bericht darüber, dass fast jede Firma mit mehr   
   > als zehn Beschäftigten in Amsterdam oder Utrecht auch ausreichend   
   > viele sichere und vorzugsweise überdachte Fahrradabstellplätze in   
   > direkter Nähe zu den Arbeitsplätzen hat?   
      
   Weil das alles gegeben ist. Das 'Monsterparkhaus' ist eine neue Option.   
      
   >>> Utrecht hat ungefähr so viele Einwohner wie Bonn, Amsterdam dreimal so   
   >>> viele.   
   >>   
   >>Utrecht is Teil der Randstad, da sollte man, aehnlich wie z.B. im   
   >>Ruhrgebiet, nicht immer nur die eine Stadt im Blick halten, sondern das   
   >>ganze.   
   >   
   > Freilich. Jedoch sollte man auch nicht übersehen, dass die   
   > meisten Regionen (und Städte) in Deutschland und Europa nicht so   
   > klein, flach und küstennah sind wie die Niederlande.  Das   
   > Ruhrgebiet, beispielsweise, ist alles andere als flach, was   
   > erheblichen Einfluss auf die Siedlungsstrukturen und die   
   > Verkehrswege hat.   
      
   'Klein' ist immer Ansichtssache. Wenn die Pendelstrecke 2km Rad, eine   
   halbe Stunde Zug und wieder 3km Rad sind, sind das auch wieder 30 oder   
   40 km. Auch im Ruhrgebiet kommt man da schon von einem Ortsteil in den   
   anderen. Das ganze dazwischen - ob der Zug jetzt durch Tulpenfelder oder   
   an stillgelegten Zechen vorbeirollt, ist ja nicht relevant.   
      
   Randstad sind glaube ich 6 oder 7 Millionen Einwohner. Das ist da nicht   
   direkt leer, obwohl die Fläche um einiges grösser als das Ruhrgebiet   
   sein dürfte.   
      
   >>Ich hab' da wirklich keinen Einblick, wieviel das genutzt wird. Aber ok   
   >>- von den 12603 Plaetzen sind momentan 2408 frei. Das Angebot scheint   
   >>wohl angenommen zu werden.   
   >>   
   >>Im Prinzip kann man den Hollaendern unterstellen, in dem Bereich zu   
   >>wissen, was sie machen.   
   >   
   > Daran habe ich keinen Zweifel. Die Zweifel habe ich an dem, _was_   
   > sie machen.   
      
   Deutsch ist für mich Fremdsprache, der Sinn erschliesst sich mir nicht.   
      
   cu   
     .\\arc   
      
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