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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 4,872 of 6,175   
   marc@invalid.invalid to Wolfgang Strobl   
   Re: "dieser Radweg wird kein leichter se   
   31 Oct 25 09:10:41   
   
   Wolfgang Strobl  wrote:   
   > Am Thu, 30 Oct 2025 20:29:54 +0100 schrieb marc@invalid.invalid:   
   >   
   >>> Inzwischen scheitert sie, wenn acht Pedelec-Nutzer auf die Idee   
   >>> kommen, ihr Pedelec mitzunehmen. :-{   
   >>   
   >>Weil ich's mir nicht verkneifen kann: das 8000-EUR-Pinarello mag auf dem   
   >>Papier schmaler sein als ein 700-EUR-Pedelec vom freundlichen Chinesen -   
   >>aber ich könnte mir vorstellen, dass die noch mal schlechter   
   >>komprimieren :)   
   >   
   > Wer mal einem Pulk von Pedelec mit Geweihlenker bis zum Kinn und   
   > ausladenden Spiegel im Bus oder an einer sonstigen Engstelle   
   > begegnet ist und das für normal und die für komprimierbar hält,   
   > wird sich vmtl. nicht vorstellen können, wie eng und platzsparend   
   > man zwei kurze Rennräder mit 40 oder weniger Zentimeter schmalen   
   > Lenkern zusammenstellen kann, wenn man sie platzsparend   
   > gegenläufig hinstellt.   
      
   Ja, ich kann's nicht, das mit der Ironie. Der Platzbedarf eines   
   Fahrrades bemisst sich mehr daran, wie wichtig das dem Besitzer ist als   
   an der Tatsache, ob es eine Batterie hat. So besser? :)   
      
   >>> So oder so, das Modell, als pendelnder Berufstätiger mit einem   
   >>> Bürojob am Zielort in einer Radstation ein billiges Hollandrad   
   >>> vorzuhalten, dort für einen Stellplatz zu zahlen, allfällige   
   >>> Reparaturen dort in Auftrag zu geben, bloß um mit dem Rad dann   
   >>> ein paar Kilometer weit mit einem Hollandrad ins Büro zu fahren,   
   >>> wo es dann ebenfalls einen Abstellplatz benötigt, für den man   
   >>> selbst sorgen muss,  das kommt mir auch nicht sonderlich   
   >>> attraktiv vor.  Wo immer es ein funktionierendes Leihradsystem   
   >>> gibt, wäre es doch viel simpler, es am Ziel einfach irgendwo   
   >>> abzustellen und freizugeben und vor der Rückfahrt zum Bahnhof   
   >>> rechtzeitig ein in der Nähe abgestelltes Rad zu buchen.   
   >>   
   >>Ja, das mit dem Leihrad bringt halt eine gewisse Unsicherheit mit sich.   
   >   
   > Das bringt ein Fahrrad, welches man nie zu Hause in aller Ruhe   
   > inspizieren und warten kann, ebenfalls mit sich. Vor allem, wenn   
   > es ein für 200 ¤ gebraucht gekauftes Hollandrad ist.   
      
   Nicht mein Eindruck - ich tueddel auch gerne selbst an meinem Zeugs rum,   
   aber ein an sich stabiles Fahrrad, wo ein Mechaniker von Zeit zu Zeit   
   mal drueber kuckt, ist fuer den Anspruch absolut ok. Vor allem ist es,   
   Diesbstahl ausgenommen, dann verfuegbar, wenn gewuenscht.   
      
   >>Das eigene Hollandrad (ich hatte den Kollegen ja noch mal extra   
   >>gefragt) kostet 200 EUR gebraucht, das Abo für die Garage 85/Jahr, und   
   >>dann kommt noch ein 20er oder so für Wartung. Die Holländer sind ja auch   
   >>geizig, da kuckt man schon drauf.   
   >   
   > Bei den inzwischen von zwei unterschiedlichen Betreibern   
   > betriebenen zwei Parkhäusern (auf jeder Seite eines) in Bonn sind   
   > bei dem ungünstiger gelegenen Parkhaus der i.W. Autogaragen   
   > verwaltenden Bonner City Parkraum GmbH aktuell 148 von 180   
   > Plätzen belegt. Die inzwischen von der Caritas betriebene   
   > langjährige Radstation hat 360 Plätze. Stellplätze kann man nach   
   > unterschiedlichen Preislisten letztlich aber zu einem ähnlichen   
   > Preis (ca. 200 ¤ im Jahr) mieten. Da ich trotz in der   
   > Verkangenheit sehr häufiger Nutzung des Bahnhofs keines dieser   
   > Objekte jemals von innen gesehen habe, kann ich mehr dazu nicht   
   > sagen.   
      
   Tut ja nix, wenn das Angebot fuer einen selbst nicht funktioniert. Aber   
   generell, wenn das so gut angenommen wird wie in Utrecht oder Amsterdam,   
   dann hat man da was richtig gemacht. Vielleicht wuerde das in Bonn auch   
   funktionieren, wenn das Angebot da waere?   
      
   >>> Jedenfalls erspart man sich so Kauf und Wartung eines schlechten   
   >>> Fahrrades, das man kaum nutzt und das an maximal 200 Tagen im   
   >>> Jahr zweimal pro Tag für eine Kurzstrecke benutzt wird.   
   >>   
   >>Du würdest Dich wundern, wieviele Leute für genau den Bedarf   
   >>(kurzzeitige Nutzung an 200 Tagen im Jahr) Autos im Wert von 50000+ EUR   
   >>finanzieren :-D   
   >   
   > Nun, unser Auto hat vor 20 Jahren 5000 ¤ gekostet, wird an rund   
   > 300 Tagen im Jahr überhaupt nicht benutzt und steht an den   
   > meisten restlichen Tagen auch nur herum.  Ich kann das also   
   > durchaus nachvollziehen.   Darüberhinaus habe ich ein   
   > Carsharing-Abo, das ich noch nie gebraucht habe.   
      
   Ja, ich seh das nicht viel anders - unser Auto wird auch eher weniger   
   genutzt, und wenn dann eher auf Langstrecken/Urlaubsfahrten. Rein   
   finanziell ist das nicht so sinnvoll, aber weil ich mich an einem Auto   
   genau wie an einem Fahrrad freuen kann und die Kosten mich momentan   
   nicht schmerzen, ist es halt da. Irgendwann wird's ersetzt, weil es,   
   anders als die Kinder, nicht waechst, und auch das wird finanziell keine   
   sehr intelligente Entscheidung sein.   
      
   > Jedoch würde ich ein gut funktionierendes Leihradsystem mit   
   > Abstellzonen mit nur wenigen Ausschlüssen in der ganzen Stadt dem   
   > umständlichen Gefrickel mit einem kostenpflichtigen Stellplatz am   
   > Bahnhof oder die Nutzung des ÖPNV für die letzte Meile als   
   > Bahnpendler in den meisten Fällen vorziehen.   
      
   Ja, wobei das System zumindest in Amsterdam sehr unkompliziert/hands off   
   zu sein schein. Authentifizierung per NFC, das geht schnell. Aber das   
   kann es mit Leihraedern natuerlich auch.   
      
   > Da ich aber in derselben Situation war wie die meisten, die   
   > trotzdem motorisiert zur Arbeit fahren - der Weg vom Wohnort bis   
   > zum Arbeitsplatz ist bzw. war kurz genug, um ihn end to end mit   
   > dem Rad unmotorisiert zu bewältigen, habe ich genau das versucht   
   > und es nach einigen Anläufen auch geschafft, dies jahrzehntelang   
   > durchzuhalten und sogar Spaß daran zu haben - und mich inzwischen   
   > der immer noch vorhandenen und gepflegten Fitness erfreue, die   
   > das mit sich gebracht hat.  YMMV.   
      
   Genau - YMMV. Das kann man mehr oder weniger 'ernsthaft' betreiben. Wenn   
   ich denn zum Buero fahre, sind das vergleichbare 25-30 Minuten, ob ich   
   das jetzt mit dem Rad oder dem Zug mache. Solange das Wetter   
   einigermassen passt, fahre ich Rad, wenn's richtig mies ist, oder aus   
   diversen anderen Gründen, fahre ich Zug.   
      
   Aber wenn meine Nachbarin findet, dass ihr die 6% Steigung zur Kita und   
   der Restweg von 5km ein bisschen viel sind und sie lieber mit dem   
   Pedelec faehrt, kann ich das nur begruessen. Die Alternative waere der   
   woanders erwaehnte BMW X5 o.ae., im Gegensatz zum Fahrrad, ob mit oder   
   ohne Batterie, stoert der und ist vergleichsweise gefaehrlich. Von daher   
   stoerts mich auch ueberhaupt nicht, dass sie fuer das Pedelec von der   
   Gemeinde einen Umweltbonus bekommen hat.   
      
   cu   
     .\\arc   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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