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|    de.rec.fahrrad    |    More than just Kraftwerks Tour De France    |    6,175 messages    |
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|    Helmut Fischer to All    |
|    Rentnertour Bremen-Potsdam Juli 2025 (2/    |
|    08 Nov 25 17:27:44    |
      [continued from previous message]              Naturschutzgebiet wo es Biber gibt – wegen regnerischen Wetters nicht so       schlimm.       Abends leckere Bruschetta und Spaghetti mit Lachs in der FeWo, Tour de       France und Frauen-Fußball-EM auf Großbild-TV.              18.7. Havelberg – Semlin              Gutes Frühstück in einer zufällig gesehenen Pension direkt neben unserer       Unterkunft. Flotte Fahrt erst südlich, dann östlich der Havel durch       plattes Land. In Stölln besuchen wir das hochinteressante       Lilienthal-Museum und die „Lady Agnes“, eine von der Interflug       ausgemusterte Il-62, die kurz vor der Wende in einer verrückten Aktion       dort auf dem Segelflugplatz gelandet ist und seitdem dort besichtigt       werden kann. Antwort des netten und gesprächigen Kartenabreißers auf die       Frage, ob er dabei gewesen sei: „Wir waren alle dabei!“       Es wird warm, die Strecke ist teils flach, teils hügelig, aber gut zu       fahren. Endspurt im „Tour-de-France-Mannschafts-Modus“ nach Semlin, dort       Unterkunft direkt am Wasser. Baden, Faulenzen, gutes Abendessen direkt       im Haus.       Ich plane mit Komoot eine kürzere Route (75 statt 85 km) nach Potsdam,       wegen vorhergesagter Hitze und Gegenwinds.              48 km       2:35 h       18,5 km/h Durchschnittsgeschw., max. 37,3 km/h       100 Höhenmeter              19.7. Semlin - Potsdam              Gutes Frühstück auf der Hotelterrasse mit Seeblick, Abfahrt um 9. Über       Rathenow und Premnitz (dort Pause am Wasser) nach Brandenburg. Dort an       der Havel Pause und Getränke, es ist warm!       Ab Rathenow waren wir auf der B 102 unterwegs, jetzt ist es die B1, mit       einem Radweg direkt an der Schnellstraße. Der Gegenwind ist auch da, wie       vorhergesagt. Spaßig ist anders. Irgendwann halten wir es nicht mehr aus       und schlagen uns erst mal in die Büsche, so weit dass die Straße kaum       noch zu hören ist, und machen Pause im Grünen. S. plant ad hoc eine neue       Route auf kleinen Straßen weiter südlich. Die erweist sich als viel       schöner, aber auch hügeliger. Das erhoffte Café finden wir erst in       Petzow, kurz vor Werder/Havel. Kaffee gut, Kellnerin fröhlich und       schlagfertig.       Ab der Havelbrücke am Schwielowsee sind wir wieder auf der B 1, im       Endspurt-Modus macht das jetzt nicht mehr viel aus.       Ankunft kurt vor 17 Uhr, die Tour ist zu Ende gebracht! Duschen,       ausruhen, Essen im Hotel (gut), Absacker am Seeufer. B. und S. schauen       das in der Hotelbar angefangene EM-Spiel auf dem Zimmer zu Ende.              83 km       4:35 h       17,8 km/h Durchschnittsgeschw., max. 43,1 km/h       310 Höhenmeter              20.7. Potsdam              Sehr gutes Frühstück im Hotel, dann per Rad zum Barberini Museum. Wir       gehen meist getrennt durch, jeder findet was ihm gefällt, wir begegnen       uns aber auch immer wieder. Danach zerstreuen wir uns, B. besucht seinen       Sohn, S. peilt ein weiteres Museum an, P. und ich wollen uns jeder für       sich den Park von Sanssouci ansehen, weiteres bleibt offen.       Ich finde einen nicht nur für Fussgänger erlaubten Zugang zum Park von       Osten und radele bis zum Neuen Palais, fast ganz am Westende. Es ist       voll mit Menschen, den Gold-Prunk finde ich abstoßend.       Durch ein großes teils Parzellen-, teils Wohngebiet schlängele ich mich       zurück zum Hotel. Dort packe ich noch ein paar Sachen und fahre über       Caputh nach Wilhelmshorst, wo meine Eltern und Brüder bis kurz vor       Kriegsende gewohnt haben. Der selbst „verschuldete“ Weg führt mehre km       bergauf entlang einer Hochspannungstrasse auf Sand durch den Wald.       Dann will ich noch den Einsteinturm auf dem Telegrafenberg sehen, die       Abkürzung geht durch noch unwegsameres Gelände. Auf der Flucht vor       blutrünstigen Mücken gerät ein aufgewirbelter Stock zwischen die       Vorderradspeichen und ich vollführe bergauf einen halben Salto in den       sandigen Waldboden. Keine Blessuren bei mir, Acht im Vorderrad mit der       ich aber, bei leicht gelöster Bremse, problemlos weiterfahren kann.       Der Einsteinturm und noch mehr die umliegenden Sternwarten sind       beeindruckend, der Ausflug hat sich gelohnt. Auf dem Rückweg durch       Potsdam, der die Runde um den Templinsee vollendet, sichte ich wenige km       vor unserem Hotel eine kleine Pizzeria direkt am See. S. hatte sie auch       gesehen, telefonisch reservieren klappt nicht, wir fahren auf gut Glück       hin. Der Laden ist voll, wir müssen eine halbe Stunde warten, die Pizza       ist gut.       Nochmals ein schöner, langer Absacker am Seeufer.              21.7. Potsdam – Bremen              Nespresso auf dem Zimmer, zügiges Auschecken und Fahrt zum Potsdamer       Hbf. Dort Frühstück, Verproviantierung und Start ins Abenteuer       „Rückreise mit Bahn und Rad“. Uns erwarten Umstiege in Magdeburg,       Braunschweig und Hannover, glücklicherweise immer mit großzügigem       Zeitfenster. Alles klappt problemlos! Es gibt, trotz teils voller Züge,       genügend Stell- und Sitzplätze, kein Zug ist verspätet, meist sind       Fahrstühle vorhanden und nutzbar. Nach Magdeburg sitzen wir noch       gemeinsam im Vierersitz, danach mal näher, mal weiter voneinander entfernt.       In Hannover lasse ich beim Kaffeeholen mein Handy auf dem Tresen liegen,       ich merke es erst beim Einsteigen in den Zug nach Bremen. Rad wieder       raus, Spurt durch den vollen Gleistunnel zum Kaffeeladen, Handy ist noch       da! Spurt zurück, erst aufs falsche Gleis, dann aufs richtige, P. hält       die Tür auf, ich springe rein und der Zug fährt los.       Die Fahrt ist dann doch lang, verglichen mit einer ICE-Fahrt ohne       Umstieg, aber nicht langweilig. Im Bremer Gleistunnel trennen sich       unsere Wege.                     Daten:              7 Fahrttage       464 km       26:50 h       17,3 km/h Durchschnittsgeschw.       1580 Höhenmeter              Durchschnittswerte pro Tag:       66,3 km, 3:50 h, 225 hm              Zum Vergleich die letztjährigen Daten der Alpentour:              9 Fahrttage       496,5 km       30:53 h       16,1 km/h Durchschnittsgeschw.       3986 Höhenmeter              Durchschnittswerte pro Tag:       55,2 km, 3:27 h, 443 hm              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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