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|    Alexander Ausserstorfer to All    |
|    Fahrbericht (vom 14. September 2025): Ei    |
|    09 Nov 25 07:41:33    |
      From: bavariasound@chiemgau-net.de              Am Vormittag hatte ich gepackt. Ich ließ mir dafür Zeit, damit ich nicht       wieder etwas liegen ließ.              Mucki hatte es heute wieder gnädig. Ich mußte sie in den Arm nehmen und       streicheln.              Start war dann gegen halb zwei Uhr am Nachmittag im strömenden Regen und       bei starkem Wind. Das war das schlimmste Wetter für einen Radfahrer! Auf       Grund des Wetters entschied ich mich dann für die holprige Strecke auf       einem Waldweg im Hofoldinger Forst. Dort verläuft auch der Münchner       Wasserweg. Da diese Strecke im Wald verläuft, hoffte ich, so etwas Schutz       vor dem Regen zu haben.              Leider war der Boden recht aufgeweicht, weshalb ein Fahren mit meinen doch       sehr glatten Reifen doch recht grenzwertig war. Aber wenigstens waren sie       nicht zu schmal (Big Apple 599x60).              Durch Sauerlach fand ich diesmal problemlos durch. War ich diese Strecke       heuer doch schon zwei Male gefahren. Man vergisst so schnell.              Auf dem geraden Stück an der Bahnlinie entlang nach Deisenhofen hörte der       Regen allmählich auf und wurde das Wetter etwas besser.              Seit der Früh hatte ich das Wetter beobachtet. Am Morgen Regen, Mittag       etwas Sonne. Dann wieder Regen. Aber ich hatte Recht gehabt. Der Regen war       nicht von Dauer. Im schlimmsten Falle wäre ich erst morgen Früh       aufgebrochen.              Bei der Großhesseloher Brücke wechselte ich auf die andere Isarseite und       fuhr zum Zeltplatz in Thalkirchen. Ich hatte für diese Strecke knapp zwei       Stunden und keine Landkarte gebraucht. War alles aus dem Kopf gefahren.              Auf dem Zeltplatz wurde gebaut. Aber zumindest war er offen. Und die       Anmeldung besetzt.              Ich mußte zuerst einen Zettel unterschreiben. Wegen Lärm und Ruhestörung.       Der Mann klärte mich nicht auf. Dann bekam ich den letzten, noch freien       Zeltplatz.              Als ich das Fahrrad zur Zeltwiese schob, sah ich ganze Batterien von       gleichen Zelten aufgestellt. Silbern, quadratisch, Kuppelzelte. Eines       neben dem anderen, in langen Zeilen aneinandergereiht, Zeile für Zeile mit       einem schmalen Abstand dazwischen zum Gehen. An den Zelten hingen       Aufhänger mit laufenden Nummern dran. Die höchste Nummer, welche ich       ablas, war über 3.000.              Wenn es wirklich über 3.000 Zelte waren und man weiß, daß eine Nacht für       ein Zelt über 15 Euro kostete, dann nahm der Zeltplatz 45.000 Euro pro       Nacht ein.              Es waren viele junge, hauptsächlich englischsprachige Leute da. Die Nacht       wurde sehr laut. Erst ab elf Uhr wurde es allmählich etwas leiser.       Anscheinend deshalb der Zettel.              Ich hatte 2016 schon einmal auf diesem Zeltplatz übernachtet, ihn aber gar       nicht so schlecht in Erinnerung gehabt. Insbesondere der Dreck in den       sanitären Einrichtungen hatte mich erschrocken.              Tageskilometer: 33,95 km       Höhenmeter: +119 m              --       http://home.chiemgau-net.de/ausserstorfer/              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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