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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,281 of 6,175   
   Olaf Skibbe to All   
   Re: Biobike   
   17 Nov 25 09:45:41   
   
   From: news@kravcenko.com   
      
   On 2025-11-14 20:50, Wolfgang Strobl wrote:   
      
   [ Sehr viel Text ]   
      
   Ich bewundere Deine Energie für solch ausgiebige Beiträge. Mir fehlt   
   leider die Zeit auf alle Einzelheiten einzugehen, auch halte ich das für   
   nicht sehr sinnvoll, weil die Diskussion m.E. abgleitet bzw. sich nur   
   wiederholt.   
      
   Nur wenige Punkte:   
      
   Zur Topologie des Landes sowie den darin vorkommenden Wegen werde ich   
   nichts mehr sagen. Du nimmst anscheinend jede relativierende Anmerkung   
   als Widerspruch wahr und ich habe keine Lust, Trivialitäten zu schreiben   
   wie "es gibt in Deutschland sowohl bergige als auch flache Gegenden".   
      
   > Da viele Landstriche, wie jetzt mehrfach erwähnt, nicht so   
   > potteben sind wie Holland, das Münsterland oder der schmale   
   > Oberrheingraben, ist das populäre Narrativ, Fahrräder seien   
   > lediglich ein Verkehrsmittel für Kurzstrecken und/oder den   
   > Gebrauch im Flachland, als grundsätzlich radverkehrsfeindlich zu   
   > beurteilen.  Dies gilt auch dann, wenn diese Ignoranz darin   
   > besteht, Konzepte aus solchen Biotopen blindlings zu übertragen.   
      
   Das Narrativ, Fahrräder seien lediglich ein Verkehrsmittel für   
   Kurzstrecken und/oder den Gebrauch im Flachland, wäre in Ordnung, wenn   
   es potteben wäre?   
      
   > Um es erneut zu betonen: es geht nicht darum, wie bequem und   
   > leicht man viele Runden in einem 40 km breiten und sehr langen   
   > Flußgraben drehen kann.   
      
   Das ist exemplarisch für das Mißlingen dieser Diskussion: Du hattest   
   ebene Bereich von wenigen Kilometern Umkreis erwähnt, sowie enge   
   Flußtäler, die Ausnahmen von der ansonsten hügeligen Topologie des   
   Landes seien. Aus meinem Hinweis darauf, daß diese Ausnahme ziemlich   
   häufig ist, baust Du den Strohmann, es ginge jemandem (mir?) um Runden   
   in der Ebene. Diesen Strohmann zerlegst Du dann sehr ausgiebig.   
      
   > Eine ausschließlich auf Flachland und seine Bedingungen   
   > zugeschnittene Planung passt nicht, wenn man sie auf Landstriche   
   > überträgt, die nicht ausschließlich Flachland sind. Erst recht   
   > nicht, wenn man die dort plausibler wirkende Annahme hinzufügt,   
   > dass niemand mehr als zwei bis fünf Kilometer weit mit dem   
   > Fahrrad führe.   
      
   Ich versuche nochmal, Dich zu verstehen: Du kennst eine Planung (von   
   "Radinfrastruktur", nehme ich an?), die aufs Flachland paßt aber nicht   
   auf Gegenden, die nicht ausschließlich Flachland sind? Welche wäre das?   
      
   >> Das heißt doch aber, es gibt noch andere und vielleicht validere Gründe   
   >> gegen die Radinfrastruktur als die unterschiedliche Topologie etc. Ich   
   >> würde meinen, diese *richtigen* *Gründe* sollte man in erster Linie   
   nennen.   
   >   
   > Diese validen Gründe entwerten einen weiteren Einwand doch gar   
   > nicht.   
      
   Da bin ich anderer Meinung.   
      
   Ich habe irgendwann gelernt, daß lange Listen von Argumenten eine   
   schlechte Idee sind. Man sollte die validen, wirklich Gründe für eine   
   Sache finden und sich an diese halten.   
      
   Wenn man eine Liste von z.B. 10 Argumenten für eine Sache hat, und in   
   der Diskussion werden 5 davon "wegdiskutiert", dann scheint es einen   
   Gleichstand zwischen Pro und Contra zu geben. Hätte ich nur die 5   
   "guten" Argumente verwendet, stände es 100% für die Sache. Jedes   
   schwache Argument schwächt die Sache. Das ist natürlich nicht   
   vernünftig, aber leider findet man dieses pseudo-demokratische Vorgehen   
   ständig. Jedes nicht wirklich tragfähige Argument schwächt die Sache und   
   sollte daher weggelassen werden.   
      
   Auf unsere Diskussion angewandt: Deiner Argumentation könnte man   
   entnehmen: Die "Radinfrastruktur" (also Radwege) kann nicht einfach vom   
   Flachland auf nicht ausschließlich flache Gegenden übertragen werden. Also:   
      
   * Radwege in den Niederlanden sind in Ordnung.   
      
   * Radwege in Flachländern (Norddeutschland, Oberrheingraben,   
   Brandenburg) sind in Ordnung.   
      
   Ich bin nicht sicher, ob Du da mitgehen würdest.   
      
   Ich finde das jedenfalls nicht zutreffend und meine, man sollte andere   
   Argumente nennen. Die zu überwindenen Höhenmeter machen Radwege nicht   
   wirklich besser oder schlechter.   
      
   Gruß   
   Olaf   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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