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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,356 of 6,175   
   Andre Eiger to der.schultze@web.de   
   Re: Scheibenbremsen upgraden   
   27 Nov 25 23:17:01   
   
   From: greenman@fantasymail.de   
      
   Michael Schütz  wrote:   
   > Andreas Oehler  schrieb:   
   >> Ist die bisherige Bremse denn technisch in Ordnung? Muß das System evtl.   
   >> nur entlüftet und verschmutzte/verglaste Beläge ersetzt werden?   
   >>   
   > Alles in Ordnung soweit.   
      
   >> Wenn ansonsten alles paßt - wie wäre es erstmal etwas aggressiver   
   >> wirksame Bremsbeläge auszuprobieren.   
   >>   
   > Die Scheibe ist nur für Resin zugelassen.   
      
   Mit einer MT200 / 180 mm / Resin komme ich problemlos bis zum Abheben   
   des Hinterrades oder Blockieren des Vorderrades. An einem Gravelbike   
   mit Campa-Bremse / 160 mm / Resin geht das genauso.   
      
   Allerdings habe ich etliche Scheibenbremsen erlebt, die mich an   
   Deine Beschreibung erinnern. Die Ursachen bei den hydraulischen waren   
   meist Luft im System und/oder verölte Bremsbeläge. Ein Indiz für   
   verölte (Resin-) Beläge ist Quietschen im Trockenen. Bei Nässe   
   quietschen dagegen viele.   
   Statt Öl kann es auch Wachs oder wasauchimmer sein, was als Gleitmittel   
   wirkt und in die Poren der Beläge eingezogen ist.   
      
   Abhilfe: Bei Luft im System penibel nach Lecks suchen. Es kommt vor,   
   dass der Bremssattel minimal undicht ist. Zum Test Löschpapier rein   
   und über Nacht mit einem Gummi den Bremshebel fest anziehen.   
      
   Reinigung eines Bremmsattels mit Rundbürste, Wasser und Spüli.   
   Das ist auch fällig beim Wechsel der Bremsbeläge *vor* dem   
   Zurückdrücken der Kolben. Die stecken in Gummidichtringen. Die Kolben   
   sollen da kein Staub und Dreck drunterschieben (Gefahr von Lecks).   
      
   Kontaminierte Bremsbeläge unbedingt ersetzen. Reinigungsversuche   
   lohnen angesichts der geringen Erfolgsaussichten und des Preises   
   meist nicht.   
      
   Kontaminierte Bremsscheiben mit Bremsenreiniger abzuduschen, hilft   
   nicht immer. Es können sich dünne feste Beläge gebildet haben, die   
   man nicht sieht und die so nicht abgehen. Ich bearbeite die dann   
   mit Sandpapier.   
      
   Wenn die neuen Beläge nach kurzer Bremsprobe schwarze Ablagerungen   
   zeigen, ist da noch war drauf. Dann die Beläge wieder mit   
   Sandpapier abziehen und neuer Reinigungsversuch.   
      
      
   >> Wie groß sind aktuell die Bremsscheiben. Mit 160mm Disc-Rotor am   
   >> 28"-Alltagsrad bin ich auch nie glücklich geworden.   
      
   > Ich war direkt erschrocken, als ich von meinem alten Rad mit   
   > Felgenbremsen auf das neue mit Scheibenbremsen wechselte. Da kam gefühlt   
   > nix.   
      
   Neue Scheibenbremsen müssen erst eingebremst werden, steht auch in der   
   Anleitung. Im Übrigen besteht immer das Risiko, dass an die Scheiben   
   was rangekommen ist. Bei Neurädern gerne auch Konservierungswachs o.ä.   
   Einbremsen betrifft ebenso neue Beläge auf gefahrenen Scheiben.   
      
      
   >> Aufrüsten auf 200mm   
   >> Scheibe bei ansonsten unverändertem System macht einen gewaltigen   
   >> Unterschied. Du mußt halt schauen, ob das bei Dir in die Gabel passen   
   >> würde und ob Gabel und Rahmen dafür zugelassen sind (bzw. ob Du das   
   >> Überschreiten der Grenzen verantworten magst).   
   >>   
   > Die Gabel ist nur für 180mm zugelassen. Das würde ich ungern überziehen.   
   > Aber eine größere Scheibe (also von 160 auf 180) werde ich auf jeden   
   > Fall einbauen.   
      
   Die Gabel hält aus, dass das Hinterrad hochkommt. Wie groß die   
   Bremsscheibe dabei ist, spielt für die Belastung der Gabel keine Rolle.   
      
   Die größere Scheibe erreicht diesen Punkt mit weniger Handkraft.   
   Das kann soweit gehen, dass die Bremse zu "giftig" wird. Das   
   Optimum liegt wie so oft nicht in den Extremen.   
      
   Die potentiell bessere Standfestigkeit einer größeren Scheibe ist ja   
   nicht das Thema.   
      
   > Ich habe mein Rad nochmal genau angeschaut. Die verbaute Bremse ist   
   > heute nicht mehr im Angebot (das Rad ist schon zehn Jahre alt) und ist   
   > eine BR-M615.   
   > Hat jemand einen konkreten Tipp, welches Modell hier sinnvoll zum   
   > Upgrade genutzt werden könnte?   
      
   Die BR-M615 dürfte Deore-Niveau sein. Wenn die Sättel dicht sind, dann   
   sehe ich keinen Ersatzbedarf. Ansonsten würde ich mich wieder am   
   Deore-Level orientieren, 2 Kolben.   
      
   Ich habe in solchen Fällen eine neue MT200 verbaut. Billig, schnell,   
   wirkungsvoll. Waren aber auch Reparaturen, die nichts kosten sollten.   
   Gegenüber BR-M615 wäre das ein Downgrade.   
      
   --   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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