From: anton@mips.complang.tuwien.ac.at   
      
   marc@invalid.invalid writes:   
   >Wolfgang Strobl wrote:   
   >> Am Thu, 27 Nov 2025 15:38:52 +0100 schrieb marc@invalid.invalid:   
   >>   
   >>>Wolfgang Strobl wrote:   
   >>>>   
   >>>> Um aus eigener Kraft einen solchen Anstieg zu bewältigen, braucht   
   >>>> es schon etwas mehr als bloß ein wenig Übung, sondern viel Übung,   
   >>>> Kraft, Geläufigkeit und Kontrolle, womit dann auch Erfahrung   
   >>>> verbunden ist und die Fähigkeit, Risiken abzuschätzen. Jedoch   
   >>>> kann sich jemand, dem jede Erfahrung mit längeren Abfahrten   
   >>>> fehlt, mühelos von einem 25km/h-Pedelec dort hochziehen lassen   
   >>>> und dann an der zweiten oder dritte Kehre scheitern, wenn die   
   >>>> Bremse durch Angstbremsen und Überhitzung versagt.   
   ...   
   >Wer ein grundlegendes Verständnis von Reibungsbremsen hat, kann   
   >Fading/nachlassende Bremswirkung in Betracht ziehen, unabhängig davon,   
   >was er fährt. Wenn er das nicht tut, dann kommt der Sportler eventuell   
   >erst eine Kehre später in die Bredouille, weil die paar kg weniger die   
   >Bremse entsprechend schonen, aber das Problem wird er auch haben.   
      
   Nach der Argumentation von Wolfgang Strobl kommt der Sportler gar   
   nicht in die Bredouille, weil er beim Aufbauen der Fitness bis zum   
   Hinauffahren auf den Mont Ventoux schon genug Abfahrten bewaeltigt   
   hat, dass er beim Abfahren nicht angstbremst und damit die Bremse   
   nicht ueberhitzt. Das zeigen die vielen Radfahrer, die von dort schon   
   hinuntergefahren sind und kein Fading erlebt haben.   
      
   Die Rolle der Kehren dabei ist nicht, dass der Angstbremser nur dort   
   bremst, sondern dass er dort aus der Kurve fliegt, weil die Bremse   
   durch das Angstbremsen auf der Gerade versagt.   
      
   Ein Gegenbeispiel fuer Wolfgang Strobls Argument ist Alexander   
   Ausserstorfer, zumindest falls man seine Postings ernst nimmt. Laut   
   seinen Postings bewaeltigt er Paesse wie die Glocknerstrasse durch   
   Hinaufschieben und Runter-Angstbremsen. Dass er dabei laut seinen   
   Postings keinen Reifenschaden davongetragen hat, liegt vielleicht an   
   seinem geringen Koerpergewicht, und/oder daran, dass er langsam genug   
   abgefahren ist, dass die Bremsleistung niedrig genug ist, dass sie   
   weggekuehlt werden kann, ohne dass die Felgentemperatur zu hoch wird.   
      
   Ein anderes Gegenbeispiel mit Felgenbremsen: 2008 habe ich mit   
   jemandem den Katschberg ueberquert. Beim Hinunterfahren (Suedseite)   
   hatte ich mit 406mm-Felgen (und Felgenbremse) kein Problem, mein   
   Reisegefaehrte mit 622mm-Felgen hat sich dagegen wegen zuviel Bremsens   
   einen Patschen geholt. Ob er mit einer Scheibenbremse Fading erlebt   
   haette?   
      
   - anton   
   --   
   de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/   
   Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.   
   Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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