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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,373 of 6,175   
   Wolfgang Strobl to All   
   Re: Scheibenbremsen upgraden (1/2)   
   28 Nov 25 14:27:31   
   
   From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Fri, 28 Nov 2025 08:31:22 +0100 schrieb marc@invalid.invalid:   
      
   >Wolfgang Strobl  wrote:   
   >> Am Thu, 27 Nov 2025 15:38:52 +0100 schrieb marc@invalid.invalid:   
   >>   
   >>>Wolfgang Strobl  wrote:   
   >>>>   
   >>>> Um aus eigener Kraft einen solchen Anstieg zu bewältigen, braucht   
   >>>> es schon etwas mehr als bloß ein wenig Übung, sondern viel Übung,   
   >>>> Kraft, Geläufigkeit und Kontrolle, womit dann auch Erfahrung   
   >>>> verbunden ist und die Fähigkeit, Risiken abzuschätzen.  Jedoch   
   >>>> kann sich jemand, dem jede Erfahrung mit längeren Abfahrten   
   >>>> fehlt, mühelos von einem 25km/h-Pedelec dort hochziehen lassen   
   >>>> und dann an der zweiten oder dritte Kehre scheitern, wenn die   
   >>>> Bremse durch Angstbremsen und Überhitzung versagt.  Da besteht   
   >>>> zwischen Pedelec und S-Pedelec kein nennenswerter Unterschied.   
   >>>> Eine Betriebserlaubnis schützt werder vor heißgefahrenen Bremsen,   
   >>>> noch vor anderen Risiken, die eine Motorisierung mit sich bringt.   
   >>>> Siehe das obige Zitat.   
   >>>   
   >>>Ausser Du führest den Ventoux mit einem Fixie hoch und kannst auf der   
   >>>Abfahrt kontrolliert die Geschwindigkeit halten, ist der Unterschied   
   >>>hier doch eher akademisch: die paar kg weniger beim Biobike geben Dir   
   >>>keinen erwähnenswerten Vorteil beim Fading der Bremse an der Abfahrt.   
   >>>Wissen um die Physik korreliert nicht unbedingt mit der Wahl des   
   >>>Arbeitsgerätes.   
   >>   
   >> Mit einem Fixie den Ventoux _hochzufahren_ wäre kein Kunststück,   
   >> für jemanden, der überhaupt mit einem Fahrrad dort hochkommt.   
   >   
   >/schulterzuck, ich habe die Ambition nicht, aber Respekt vor der   
   >Leistung.   
      
   Respekt vor welcher Leistung? Keine Ahnung, was Du hier meinst.   
   Ich bin noch nie mit einem Fixie den Ventoux hoch- oder hinunter   
   gefahren und käme auch gar nicht auf die Idee, weil ich mir   
   sowohl ausrechnen als auch vorstellen kann, warum das schiefgeh.   
      
      
   >Ob mit oder ohne Schaltung   
      
   Es geht nicht um Deine Ambitionen, sondern um die technischen   
   Details des Bremsens im Gefälle.  Anton Ertl hat, während ich   
   dieses Posting hier noch verfasste, in   
   <2025Nov28.094403@mips.complang.tuwien.ac.at> erläutert, auf   
   welche Details es bei langen Abfahrten ankommt. Seiner   
   zutreffenden Zusammenfassung dessen, was ich schrieb, ist wenig   
   hinzuzufügen, auf die Diskussion der Frage, ob und von wem man   
   welches Verhalten unter welchen Voraussetzungen erwarten kann,   
   werde ich separat eingehen, weil sie so einfach nicht zu   
   beantworten ist.   
      
   Du hast immer noch nicht erklärt, warum Du in konkreten   
   Zusammenhang ausgerechnet ein Fixie erwähnt hast. Das ist doch   
   völlig an den Haaren herbeigezogen.   
      
   Interessieren würden mich nicht Deine Ambitionen, sondern Deine   
   Erfahrungen, was kürzere und längere Abfahrten dieser Art angeht.   
   Spätestens dieser unmotiviert auftauchende Fixie und die   
   Bemerkung zu "Wissen um die Physik" läßt mich argwöhnen, dass Du   
   mangels Erfahrung und Wissen um die physikalischen und   
   biologischen Grundlagen des Radfahrens so ziemlich in der Luft   
   herumstocherst. Aber vielleicht willst Du auch nur trollen.   
      
      
   >   
   >> Aber ich verstehe die Bemerkung bezüglich der "paar kg weniger"   
   >> nicht, evtl. liegt da ein Mißverständnis vor. Magst Du erklären,   
   >> worauf sich " "kein erwähnenswerter Vorteil ..." hier bezieht und   
   >> auf welches konkrete Wissen um die Physik Du Dich beziehst?   
   >   
   >Der Sportler auf dem Carbon-Rennrad hat ein paar kg weniger zu bremsen   
   >als der Alltagsfahrer auf dem E-Bike.   
      
   Das klingt mir nicht gerade nach Erfahrung, was Abfahrten angeht   
   und als "Wissen um die Physik" ist es etwas sehr dünn.   
      
   Abwärts kommt es bei den gefahrenen Geschwindigkeiten kaum auf   
   das Gesamtgewicht an, sondern auf Luft- und Rollwiderstand sowie   
   auf Fahr- und Bremstechnik.   
      
   Ein E-Biker, der auf seinem E-MTB oder Allerweltspedelec in einer   
   ähnlichen Haltung sitzt wie im Alltag auf dem Hollandrad, wird in   
   einem 8%-Gefälle knapp die 50 km/h erreicht haben, wenn die   
   nächste Kehre kommt.  Ein Rennradfahrer, der in   
   Untenlenkerhaltung abfährt, hat da ggfs. ohne Treten bereits die   
   70 km/h erreicht.   
      
   Wer als erfahrener Alltagsfahrer ohne sportliche Ambitionen   
   abfährt, wird rechtzeitig vor der Kehre ausreichend, aber   
   _kräfig_ bremsen und wird vorher in Obenlenkerhaltung der Luft   
   das Bremsen und das  Kühlen der Bremsen überlassen. Es geht   
   darum, kontinuierliches Angstbremsen zu vermeiden und bei   
   leichtem Bremsen zwischen den Kehren (beim Überholen bisweilen   
   nötig) beide Bremsen dosiert zu verwenden.  Für dergleichen muss   
   man kein Sportler sein, braucht aber Erfahrung.   
      
   Ein Alltagsfahrer wie ich, der auf einem Titan-Rennrad mit   
   Gravelbikerahmen und Alufelgen unterwegs ist, hat in solchen   
   Situationen zusätzlich auch ein bis zwei Kilo Wasser zu bewegen.   
   Das nimmt sich wenig in Relation zu einem Pseudosportler auf   
   einem elektrifizierten MTB, nur dass bei Letzterem der Motor die   
   Hauptarbeit leistet und die Fahrt vergleichbar zu einer   
   Spazierfahrt in der Ebene wird.   
      
      
   >Aber, in beiden Fällen ist es die   
   >Bremse, die die Abfahrt verzögert.   
      
   Nein. Wenn man fahren kann, ist es i.W. der Luftwiderstand, der   
   die Abfahrt verzögert.   
      
   >Ausser dem Fixie sähe ich jetzt kein   
   >Fahrrad, das anders verzögern kann, als durch Benutzen der Bremse.   
   >(naja, zumindest nicht schmerzfrei).   
      
   Nein, wenn man es in einem starken Gefälle einfach rollen läßt   
   und möglichst nur vor den Kehren und dann kräftig abbremst,   
   liefert der Luftwiderstand einen Großteil der Bremsleistung _und_   
   verschafft der Bremse genügend Zeit zum Abkühlen.   
      
      
   >   
   >Wer ein grundlegendes Verständnis von Reibungsbremsen hat, kann   
   >Fading/nachlassende Bremswirkung in Betracht ziehen, unabhängig davon,   
   >was er fährt.   
      
   Der Satz ergibt überhaupt keinen Sinn. Was heißt hier "in   
   Betracht ziehen"? Wie zieht man nachlassende Bremswirkung "in   
   Betracht", dann aber unabhängig davon, was für ein Zweirad man   
   fährt?   
      
   >Wenn er das nicht tut, dann kommt der Sportler eventuell   
   >erst eine Kehre später in die Bredouille, weil die paar kg weniger die   
   >Bremse entsprechend schonen, aber das Problem wird er auch haben.   
      
   Worauf gründet sich diese Vermutung? Wedeln mit "grundlegendem   
   Verständnis" ist keine Erklärung.   
      
   Ich habe meine Fahrtechnik in Abfahrten, die physikalische   
   Grundlage dazu und meine Erfahrung damit dargelegt.  Vage und   
   weitgehend haltlose Vermutungen darüber, was fiktive Sportler und   
   Ebiker eventuell tun oder lassen könnten, sind wertlose   
   Spekulationen.   
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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