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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,374 of 6,175   
   Wolfgang Strobl to All   
   Re: Scheibenbremsen upgraden (1/2)   
   28 Nov 25 19:42:50   
   
   From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Fri, 28 Nov 2025 08:44:03 GMT schrieb   
   anton@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl):   
      
   >marc@invalid.invalid writes:   
   >>Wolfgang Strobl  wrote:   
   >>> Am Thu, 27 Nov 2025 15:38:52 +0100 schrieb marc@invalid.invalid:   
   >>>   
   >>>>Wolfgang Strobl  wrote:   
   >>>>>   
   >>>>> Um aus eigener Kraft einen solchen Anstieg zu bew?igen, braucht   
   >>>>> es schon etwas mehr als blo?ein wenig ?ung, sondern viel ?ung,   
   >>>>> Kraft, Gel?igkeit und Kontrolle, womit dann auch Erfahrung   
   >>>>> verbunden ist und die F?gkeit, Risiken abzusch?en.  Jedoch   
   >>>>> kann sich jemand, dem jede Erfahrung mit l?eren Abfahrten   
   >>>>> fehlt, m? von einem 25km/h-Pedelec dort hochziehen lassen   
   >>>>> und dann an der zweiten oder dritte Kehre scheitern, wenn die   
   >>>>> Bremse durch Angstbremsen und ?erhitzung versagt.   
   >...   
   >>Wer ein grundlegendes Verst?nis von Reibungsbremsen hat, kann   
   >>Fading/nachlassende Bremswirkung in Betracht ziehen, unabh?ig davon,   
   >>was er f?t. Wenn er das nicht tut, dann kommt der Sportler eventuell   
   >>erst eine Kehre sp?r in die Bredouille, weil die paar kg weniger die   
   >>Bremse entsprechend schonen, aber das Problem wird er auch haben.   
   >   
   >Nach der Argumentation von Wolfgang Strobl kommt der Sportler gar   
   >nicht in die Bredouille, weil er beim Aufbauen der Fitness bis zum   
   >Hinauffahren auf den Mont Ventoux schon genug Abfahrten bewaeltigt   
   >hat, dass er beim Abfahren nicht angstbremst und damit die Bremse   
   >nicht ueberhitzt.   
      
   Ja, gut zusammengefasst. Das ist zwar alles nicht zwingend, es   
   gibt immer Ausnahmen, in jede Richtung, jedoch läuft es in den   
   meisten Fällen genau darauf hinaus - übrigens nicht nur bei   
   Sportlern.   
      
   Zwar gibt es genügend Alltagsradfahrer, die sich von jeder Art   
   anspruchsvoller Kurse fernhält (und damit allerdings auch   
   weitgehende als Risiko ausfallen), es gibt jedoch auch viele, die   
   an solchen Herausforderungen mit der Zeit Gefallen finden. Ich   
   bin ein solcher Alltagsradfahrer - an kräftigen Anstiegen, die   
   über ein paar hundert Höhenmeter hinausgehen, habe ich erst in   
   der Rente Gefallen gefunden.  Unsere Urlaubsfahrten haben sich an   
   dem orientiert, auf das sich meine Frau und ich einigen konnten.   
   :-)   
      
   >Das zeigen die vielen Radfahrer, die von dort schon   
   >hinuntergefahren sind und kein Fading erlebt haben.   
      
   Wobei mich ersthaft wundert, dass nicht von mehr Unfällen   
   berichtet wird, seit vermehrt auch E-Bikes auf den klassischen   
   Anstiegen zu beobachten sind, die vormals Motorradfahrern und   
   Radfahrenden vorbehalten waren. Möglicherweise reagiert man da   
   weniger mit Berichten und mehr mit Streckensperrungen. :-(   
      
   >   
   >Die Rolle der Kehren dabei ist nicht, dass der Angstbremser nur dort   
   >bremst, sondern dass er dort aus der Kurve fliegt, weil die Bremse   
   >durch das Angstbremsen auf der Gerade versagt.   
      
   Wobei die Albtraumvorstellung, dass der Angstbremser dann über   
   die Mauer in den Abgrund stürzt, wohl eine seltene Ausnahme sein   
   dürfte. Wer statt mit 60 km/h nur mit 30-40 km/h oder weniger   
   abfährt, wird vmtl. von den zwei Bremsen nicht beide gleichzeitig   
   bis zur Unwirksamkeit heißgebremst haben und und dann schaffen,   
   mit der verbliebenen Bremse am Fahrbahnrand zu stranden.   
      
   >   
   >Ein Gegenbeispiel fuer Wolfgang Strobls Argument ist Alexander   
   >Ausserstorfer, zumindest falls man seine Postings ernst nimmt.  Laut   
   >seinen Postings bewaeltigt er Paesse wie die Glocknerstrasse durch   
   >Hinaufschieben und Runter-Angstbremsen.   
      
   Das wären dann im Schnitt etwa 9,6 % über 13.2 Kilometer, wenn   
   ich dies hier   
      
   zur Grundlage nehme.  Anspruchsvoller als der Ventoux, von man   
   von Sault aus fährt.  Solche Anstiege schaffe ich mit dem   
   Rennrad, sogar problemlos, jedoch nicht kontinuierlich über   
   solche Distanzen. Nicht mal annähernd. Wer jünger ist und   
   dauerhaft deutlich mehr W/kg leistet als ich, sollte da weder   
   hoch noch runter Probleme bekommen.   
      
   Alexanders generelles Problem ist auch hier seine   
   Unbelehrbarkeit, wenn er sich mal auf eine (Nicht-)Lösung   
   versteift hat. Aber ok, wenn es Hinaufschieben und Angstbremsen   
   für ihn tut, warum nicht.  Man muß halt das Genöle überlesen.   
      
   Besonders verbreitet ist sein Verhalten jedoch nicht.  Wer   
   unbedingt den Ventoux oder diese Hochalpenstrasse rauf und runter   
   fahren will, sich dafür aber nicht anstrengen möchte, nimmt halt   
   ein Motorfahrzeug und dann ein Pedelec, wenn es möglichst billig   
   sein und keinen besonderen Führerschein erfordern soll.  Wer aus   
   eigener Kraft fahren kann und fahren möchte, nimmt halt ein für   
   den Zweck geeignetes Fahrrad, also z.B. so leicht wie möglich und   
   geeignet übersetzt.  Notfalls täte es auch ein Liegedreirad, mit   
   dem man dann beliebig langsam fahren kann.  Wenn es aufgrund   
   begrenzter Mittel ein einziges Alltags- und Reiserad tun muss und   
   man _dafür_ fit genug ist (ich wäre es nicht), tut es offenbar   
   auch Hinaufschieben und Angstbremsen.   
      
      
   >Dass er dabei laut seinen   
   >Postings keinen Reifenschaden davongetragen hat, liegt vielleicht an   
   >seinem geringen Koerpergewicht, und/oder daran, dass er langsam genug   
   >abgefahren ist, dass die Bremsleistung niedrig genug ist, dass sie   
   >weggekuehlt werden kann, ohne dass die Felgentemperatur zu hoch wird.   
      
   Alternativ ginge auch Intervallbremsen, also einfach rollen   
   lassen, bis der Luftwiderstand bremst. Unvermeidliche   
   Bremsmanöver erfordern dann jeweils eine Fahrpause oder   
   Weiterfahrt mit sehr niedrigem Tempo. Das wird sich am konkreten   
   Straßenprofil und der Verkehrssituation orientieren müssen,   
   insofern sind da generelle Aussagen kaum möglich.   
      
   >   
   >Ein anderes Gegenbeispiel mit Felgenbremsen: 2008 habe ich mit   
   >jemandem den Katschberg ueberquert.   
      
   Über mindestens 2,5 Kilometer im Mittel 12 Prozent Gefälle, das   
   ist schon heftig, da rollt man ungebremst je nach Fahrradtyp mit   
   60-70 km/h runter.   
      
   Ich hab' hier direkt vor der Haustür einen Anstieg von exakt 12   
   Prozent, den ich 2023 und in der ersten Jahreshälfte von 2024   
   häufig genutzt hatte, um bei unklaren Wetterbedingungen mit dem   
   damals neu gebauten Rennrad ein wenig Anstiege zu üben.   
      
   (Zugangsdaten wie gehabt).   
   Da kann man bzw. sollte man aus div. Gründen (Spaziergänger,   
   Schrebergärten, völlig kaputter Asphalt) nicht schnell   
   runterfahren, schon diese bloß 50 Höhenmeter sind anspruchsvoll   
   für die Scheibenbremse, wenn man dauerbremst, ich hatte hier   
   schon mal davon berichtet.  Rollen lassen und dann bremsen hilft   
   zwar, wird durch das niedrige Maximaltempo aber häufiger nötig   
   und dadurch recht nervig. Hier kommt sozusagen MTB-Feeling auf.   
   Wo man problemlos mit 70 km/h runterrollen und/oder nur ab und zu   
      
   [continued in next message]   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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