From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Thu, 4 Dec 2025 16:25:22 +0100 schrieb hc.ahlmann@gmx.de (HC   
   Ahlmann):   
      
   >Wolfgang Strobl wrote:   
   >   
   >> Mit so einer Argumentation sollte man sehr vorsichtig sein.   
   >   
   >Das war keine Argumentation, siehe die Signatur des postings.   
      
   Ok, sorry. Signaturen blende ich i.A. gedanklich aus, diese hatte   
   ich gar nicht wahrgenommen.   
      
   >   
   >Assistenzsysteme in großer Zahl, die häufig Alarm schlagen und   
   >Aufmerksamkeit des Fahrers erhaschen, ziehen sie vom Verkehrsgeschehen   
   >ab. Gleichzeitig arbeiten sie aber nicht fehlerfrei, sodass der Fahrer   
   >wegen der Fehlalarme oder generell der Bimmelei und Blinkerei   
   >(Totwinkelwarner) abstumpft. Zugleich werden Autos teurer, deren   
   >Interaktionen mit dem Fahrer zahlreicher und die fehlerfreie Bedienung   
   >komplizierter – damit ist für die Verkehrssicherheit nichts gewonnen,   
   >denn die wächst mit fehlerärmerer Interaktion der Verkehrsteilnehmer   
   >(allseitige Orientierung, Rücksichtnahme), nicht mit zunehmender   
   >Interaktion von Fahrer und seinem Fahrzeug.   
      
   Unterschreibe ich alles.   
      
   >   
   >Für den Zusammenstoß der Autotür mit was auch immer von hinten kommt ist   
   >egal, ob das Auto bimmelt oder nicht – die Tür muss geschlossen bleiben.   
   >Sinnvoller als ein Tür_warn_system wäre daher eine verhinderte   
   >Türöffnung (z.B. Ansteuerung unterbrechen) und darauf eine Warnung, um   
   >vor dem nächsten Versuch oder einer Übersteuerung einen Schulterblick zu   
   >provozieren.   
      
   Ein Nachteil überbreiter Autos mit immer dickeren Türen ist auch,   
   dass diese wahlweise halb auf dem Bürgersteig statt auf auf dem   
   Parkstreifen oder z.T. auf der Fahrbahn stehen. Und dann wird es   
   erst recht schwierig, die Tür einen Spalt breit zu öffnen, ohne   
   dass deren Aussenseite schon weit in die Fahrspur hineinragt.   
   Eine alte Karosse, die noch weniger dicke Türen und richtige   
   Fenster nach hinten hat, statt nur noch bessere Sehschlitze, hat   
   diesbezüglich deutliche Vorteile.   
      
   Als gelegenticher Mitfahrer in moderneren Autos ist mir   
   aufgefallen, wie verbreitet inzwischen große Displays in der   
   Konsole sind, die von einer im Fahrzeugheck integrierten   
   Rückfahrkamera beschickt werden, incl. eingeblendeter   
   Markierungen, die den Reifeneinschlag und die davon abgeleitet   
   eine Projektion der Fahrzeuggrenzen auf den Untergrund. Ohne   
   darauf geachtet zu haben, erscheint mir das zwar perfekt zum   
   Einparken und Rangieren geeignet zu sein, jedoch nicht so sehr,   
   was die Rückschau auf die Fahrbahn angeht, i.W. aufgrund der   
   Weitwinkligkeit. Wenn ein solches System schon vorhanden ist,   
   dürfte m.E. die Intergration eine zweite Rückschaukamera den   
   Hersteller nur Peanuts kosten und jedenfalls bei weniger Aufwand   
   mehr Nutzen haben als ein ausuferndes Sammelsurium von   
   hochkomplexen und hochspezialisierten Assistenzsystemen, die   
   weitere fehleranfällige, der Wartung bedürftige mechanische   
   Systeme benötigen - und die dann routinemäßig weggedrückt werden.   
   Man sollte die Kreativität der Nutzer nicht unterschätzen.   
      
   Selbst bei einer zweiten Rückschaukamera wäre die erste Frage,   
   die sich mir stellt, ob deren einäugiger Blick nicht einen   
   Rückschritt gegenüber beidäugigem räumlichen Sehen in einem viel   
   größeren Winkelbereich darstellt. Beim rückwärtigen Einparken   
   liefert die Kamera mehr Informationen und da geht es i.W. auch   
   nur um Blechschäden, nicht um Radfahrende, die in den   
   Dooringbereich gelockt oder gescheucht wurden.   
      
   >   
   >Noch sinnvoller ist, sich darum zu bemühen, ein besserer Autofahrer,   
   >z.B. Schulterblick durch holländischen Griff praktizieren,   
      
   Unbedingt. Wer möchte schon von einem vorbeifahrenden Auto die   
   Türe abgefahren bekommen, weil der entgegenkommende Bus oder Lkw   
   in einer engen Straße erzwingt, bis auf Tuchfühlung an die   
   geparkten Autos heranzufahren.   
      
   Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, das als "holländischen   
   Griff" zu propagieren und wann? Meiner Erinnerung zufolge wurde   
   Umdrehen bereits in der Fahrschule gelehrt.   
      
      
   >Türöffnung   
   >durch Fahrgäste beaufsichtigen (tat ich im Taxi), oder ein besserer   
   >Radfahrer zu werden, z.B. durch vorausschauendes Fahren und gescheite   
   >Positionierung auf der Fahrbahn. Mir reichen zwei Dooringunfälle als   
   >Radfahrer bis auf weiteres als Motivation.   
      
   Eigene? Oder solche, die Du beobachtet hast? Meine beschränken   
   sich auf einen wie durch eine Vorahnung (oder unbewußte   
   Beobachtungsgabe) vermiedenen Dooringunfall auf bzw. neben einem   
   Schutzstreifen (damals noch "Suggestivstreifen") und einen direkt   
   vor der Haustüre, bei ich allerdings erst die Person gesehen   
   hatte, als sie schon auf dem Boden lag.   
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
|