From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Mon, 22 Dec 2025 10:31:26 +0100 schrieb Rolf Mantel   
   :   
      
   >Am 21.12.2025 um 15:59 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >> Am Fri, 19 Dec 2025 21:20:29 +0100 schrieb Helmut Fischer   
   >> :   
   >>   
   >>> Am 18.12.25 um 16:33 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >   
   >>>> ...   
   >>>> Klar, weil man da mehr oder weniger ins Leere tritt. Mit meiner   
   >>>> Schaltung bin ich am anderen Ende (10er-Ritzel) mit 120 rpm schon   
   >>>> bei über 50 km/h. 35 km/h wären mit ca 80 rpm dann ungefähr die   
   >>>> Trittfrequenz für entspanntes Fahren, vielleicht etwas am oberen   
   >>>> Ende des Bereichs. Wenn ich meine 120 Watt fahre, läuft das   
   >>>> i.d.R. eher auf 90 rpm hinaus.   
   >>>   
   >>> Bei 100 rpm ist bei mir Schluss. 90 trete ich wenn ich powere, entspannt   
   >>> ist bei mir etwa 70.   
   >>   
   >> Das hat sich für mich insofern gegenüber früher geändert, nachdem   
   >> sich unsere Söhne inzwischen mit den Rädern auf ein   
   >> Leistungsniveau hochgearbeitet haben, von dem ich nur träumen   
   >> kann. Dabei sind eine Reihe sportwissenschaftlicher Lichtblicke   
   >> abgefallen, zu denen auch gehört, dass man schnelles Kurbeln   
   >> trainieren kann.   
   >Das war für mich persönlich das relevanteste "Learning", das ich als   
   >20-jähriger aus John Forester's "Effective Cycling" ziehen konnte.   
      
   Als die Ausgabe aufgelegt wurde, die bei mir im Schrank steht,   
   war ich schon doppelt so alt und als ich das Buch dann   
   tatsächlich gekauft hatte, besass ich bereits zwei Räder mit   
   Klickpedalen. Damit erlernte das Kurbeln eher nebenher.   
      
   Meine Bemerkung bezog sich spezifisch auf _schnelles_ Kurbeln   
   bzw. höhere Trittfrequenzen, die gewöhnungsbedürftig sind. Zu den   
   Wahlmöglichkeiten haben moderne Schaltungen beigetragen, die   
   einen größeren Entfaltungsbereich erlauben. Man kann es zwar   
   auch übertreiben, jedoch habe ich es mir weitgehend abgewöhnt,   
   auf mehr Widerstand beim Beschleunigen oder an Anstiegen erst   
   mal mit mehr Kraft bzw. Drehmoment zu reagieren und dann etwas zu   
   spät zu schalten. Hintergrund war, dass weder auf dem   
   Arbeitsweg noch im Urlaub das Treten mit viel bzw. zu viel   
   Drehmoment nennenswerte Nachteile, bisweilen aber Vorteile hatte.   
   Ausdauer war auf dem Arbeitsweg nicht gefordert, dafür war er mit   
   12 Kilometern zu kurz, Sprintfähigkeit hingegen war nützlich. Im   
   Urlaub orientierten sich Routen und Tempo i.W. daran, was wir   
   beide fahren konnten. Wenn es mich gelegentlich mal gepackt   
   hatte, sprintete ich ein wenig, das fing mit hohem Drehmoment an   
   und endete bei hohen Trittfrequenzen. Mit den Kindern lief es   
   dann auf eher gemütliches Touren hinaus, bis die dann so viel   
   Audauer entwickelten, dass es auch uns ein bißchen mehr   
   abverlangte. Lange Touren, mit denen ich an mein Ausdauerlimit   
   kam und es systematisch steigern konnte, fahre ich erst seit   
   Rentenbeginn.   
      
   Foresters Buch ist immer noch eine Fundgrube, aber doch ein wenig   
   aus der Zeit gefallen, was Fahrradtechnik angeht und vielleicht   
   auch, was neuere sportwissenschaftliche Erkenntnisse angeht.   
   Zeitlos sind immer noch seine verkehrspolitischen Anmerkungen,   
   aber auch die sind z.T. ziemlich spezifisch auf die USA   
   zugeschnitten.   
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
|