From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Sun, 28 Dec 2025 18:58:03 +0100 schrieb Helmut Fischer   
   :   
      
   >Am 27.12.25 um 18:51 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >   
   >> ...   
   >> Ich überlege aber, ein inzwischen   
   >> angeschafftes leichteres Alltagsrad, welches unsere beiden   
   >> schweren Alltagsräder ersetzt, vielleicht auf Wachsen   
   >> umzustellen. Auch damit vermeiden wir nach Möglichkeit das Fahren   
   >> bei Nässe, sind dabei aber etwas weniger pingelig. Und manchmal   
   >> gibt es Zwänge.   
   >   
   >Da das Rad bis auf Öffis und Carsharing-Auto mein einziges   
   >Alltags-Verkehrsmittel ist, bin ich da weniger experimentierfreudig.   
      
   Unser einziges Auto ist kein Alltags-Verkehrsmittel, weil es im   
   Alltag nicht verwendet wird. Die Carsharing-Mitgliedschaft musste   
   ich bißlang auch noch nicht nutzen.   
      
   Von den inzwischen sieben noch vorhandenen Fahrrädern könnte man   
   sich trefflich darüber streiten, welche davon   
   Alltags-Verkehrsmittel sind und welche nicht. Aber wozu sollte   
   man? Jedenfalls geht es mir beim Wachsen spezifisch um ein   
   kürzlich als Alltags-Verkehrsmittel angeschafftes Fahrrad,   
   welches vorläufig mein schweres Prophete ersetzt und das   
   Alltagsrad meiner Frau ersetzen soll, bevor das dreissig Jahre   
   alt wird.   
      
   Das Experimentieren überlasse ich, wie schon erwähnt, unseren   
   Söhnen. Wie meistens, gibt es auch beim Wachsen Vorteile und   
   Nachteile. Soweit ich es verstanden habe, hat Wachsen den   
   Vorteil, dass die Kette nicht klebrig ist und einfach abgewaschen   
   und mit einem Lappen abgetrocknet werden kann. Nachteile sind   
   das etwas umständliche initiale Entfetten und Wachsen, die   
   Notwendigkeit, dieses in häufiger als beim Wechseln der Kette   
   wiederholen zu müssen und der Umstand, dass es sich nicht für   
   längere Zeit draussen im Regen abgestellte Räder eignet. Ein   
   Rezept ist, gleich mehrere Ketten vorzubereiten und erst dann neu   
   zu wachsen, wenn das letzte Exemplar montiert ist.   
      
   Für das bißchen, das wir noch draussen und unter günstigen   
   Bedingungen fahren, brauchen wir keine gewachsten Ketten, da   
   reicht es, nach einer langen Tour mit etwas innobike Kettenfluid   
   auf einem alten Strumpf den äußerlichen Staub abzuwischen und   
   dann sehr sparsam die einzelnen Kettenglieder zu behandeln. Ich   
   komme hier immer noch mit zwei kleinen Dosen aus, die ich vor   
   Jahren gekauft habe. Bei dem Alltagsrad fände ich es attraktiv,   
   auf diese Prozedur verzichten zu können.   
      
      
   >Und   
   >bis auf ein Winterrad mit Spikesreifen steht auch kein Ersatz in der Garage.   
      
   Wenn Du eine Garage hast, dann hast Du ja einen trockenen   
   Abstellplatz und vielleicht dort die Möglichkeit, mit Wachs   
   herumzukleckern. Aber ich will das gar nicht vorschlagen und   
   überlege selber auch, ob sich der Aufwand für uns wirklich lohnt.   
   >   
   >Ich habe auch schon mal über ein Zweitrad für Reisen nachgedacht, da   
   >käme dann wohl auch eine Kettenschaltung ähnlich Deinem Aufbau in Frage.   
      
   Mein 1996 gekauftes und inzwischen geklautes Reiserad war auch   
   mein Winterrad - Spikesreifen wäreb hier in der Region jedoch   
   Overkill gewesen, insofern hat es sich angeboten, ein Rad für   
   beide Zwecke - Reisen und Winterbetrieb - zu kombinieren.   
      
   Was unsere nur für Tagestouren verwendeten Räder angeht, bislang   
   habe ich nicht bedauert, für den Aufbau einen Gravelbikerahmen   
   verwendet zu haben, der mit allen notwendigen Befestigungspunkten   
   ausgestattet ist, um die als Rennrad aufgebauten Räder in   
   waschechte Reiseräder umbauen zu können, mit Lowrider,   
   Gepäckträger hinten und mit richtigen Schutzblechen für   
   Regenfahrten.   
      
   Wir hatten bislang keinen Grund für den Umbau und ich glaube auch   
   nicht, dass es noch dazu kommt. Aber man weiß ja nie. Das   
   Miniprojekt, für mein Rad einen leicht montierbaren Gepäckträger   
   für eine Packtasche zu finden, der auf die klassische Weise   
   angeschraubt wird, habe ich noch nicht ganz aufgegeben. Vmtl.   
   wäre eine sog. "Arschrakete" aber die einfachere und bessere   
   Lösung.   
      
   >   
   >> ...   
   >> Vorne offene Kette und dann Chainglider kommt mir nicht   
   >> sonderlich zielführend vor. Abgesehen möchte ich nicht wissen,   
   >> wie viel Leistung durch all die vielen kleinen Zahnräder und den   
   >> Chainglider verloren geht.   
   >   
   >Das Schlumpf Getriebe lässt sich mit einem kompletten Chainglider   
   >kombinieren und soll lt. Hersteller einen Wirkungsgrad von um 97% haben.   
      
   Solche Angaben sind mit Vorsicht zu genießen. Auch dieses   
   Getriebe ist ein Planetengetriebe und nach meinem Verständnis   
   soll es als zusätzliches Getriebe im Tretlager verwendet werden,   
   nicht als einzelnes Getriebe. M.a.W. dieser Verlust ist   
   zusätzlich zu dem der Kettenschaltung.   
      
      
      
   >Aber wie gesagt würde ich den Aufwand nur für Urlubsreisen nicht treiben.   
      
   Das hängt wohl sehr von den konkreten Umständen und Präferenzen   
   ab. Sowohl bei meinem '78 gekauften Peugeot als auch bei den   
   beiden '95 und '96 gekauften Rädern täte ich mich im Nachhinein   
   schwer, sie entweder als Räder für Urlaubsreisen oder als Räder   
   für den Alltag incl. Arbeitsweg zu klassifizieren. Tatsächlich   
   dienten sie fallweise beiden Zwecken.   
      
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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