From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Sat, 3 Jan 2026 15:35:48 +0000 (UTC) schrieb Ulli Horlacher   
   :   
      
   >Alexander Ausserstorfer wrote:   
   >   
   >> Photos kann ich euch keine zeigen. Während ich unterwegs war, konnte ich   
   >> einzelne Photos bereits nicht mehr auf meinem Mobilfunktelefon, mit   
   >> welchem ich die Photos gemacht hatte, abrufen. Inzwischen scheint die   
   >> gesamte Karte nicht mehr lesbar zu sein. Dabei hatte ich diese doch erst   
   >> 2014 für teures Geld gekauft!   
   >   
   >Speicherkarten halten prinzipiell nicht lange. Nach wenigen hundert   
   >Schreibzyklen sind die Speicherzellen kaputt.   
      
   Das gilt für die Zellen von Karten, deren flash memory drei Bit   
   pro Zelle speichert (MLC). Das bedeutet aber nicht, dass die   
   Karte so schnell kaputt geht, wie man dies bei naiver Betrachtung   
   verstehen könnte. Man müsste die gesamte Karte ca. dreihundert   
   Mal löschen und vollschreiben oder diese Datenmenge auf andere   
   Weise auf die Karte schreiben - das wear leveling bügelt es i.W.   
   glatt, so dass alle Zellen einigermaßen gleichmäßig abgenutzt   
   werden. Wer viel schreibt und mehr Sicherheit haben will, nimmt   
   eine größere Karte, dann dauert das länger.   
      
      
   >Ist als "Verbrauchsmaterial".   
      
   Kommt auf den Gebrauch an. Mir sind bislang nur eine einzige   
   SD-Card und ein USB-Stick kaputtgegangen, lange her, zu klein und   
   möglicherweise zu oft benutzt.   
      
   Verbrauchsmaterial aber insofern, als mit der Zeit die Kapazität   
   immer weiter zugenommen hat und die Preise pro Byte sanken.   
   Dadurch und weil parallel dazu die die Kameras in Pixeln   
   gerechnet größere Sensoren bekamen, wurden die älteren Karten   
   obsolet.   
      
   Eine >10 Jahre alte und zu kleine SD-Card vollzuschreiben und   
   kontinuierlich zu benutzen ist mutig. Man kann Karten für den   
   industriellen Bedarf kaufen, die das aushalten - billiger wird   
   das aber nicht, im Vergleich zu weniger lange und weniger   
   intensiv genutzen größeren Consumerkarten.   
      
      
   Inzwischen sind in meinen Kameras SD-Cards, die ich danach   
   bemesse, wie viel "Eier im Korb" ich riskieren möchte. Konkret   
   also so üppig, dass ich Bilder nach dem Download lange darauf   
   stehen lassen bzw. in ein Archiv verschieben kann, ohne dass sie   
   über einen längeren Zeitraum - Wochen oder Monate - voll wird. So   
   habe ich ggfs. einen zweiten zeitweiligen Backup und reduziere   
   gleichzeitig das Risiko eines abnutzungsbedingten Ausfalls.   
      
   32GB reichen dafür, 64GB sind üppig, 128 GB sind Luxus. 2 TB, die   
   es auch gäbe, wären teuer und jenseits von gut und böse. Hängt   
   natürlich von den Fotografiergewohnheiten ab. In Mobiltelefone   
   stecke ich i.d.R. µSD-Karten mit 128 GB Kapazität. Völlig   
   überdimensioniert, dadurch aber länger nutzbar.   
      
      
   >SD-Karten mit 16 GB kosten ca 5 Euro oder fuer dich: 10 DM.   
   >Ist das fuer dich "teures Geld"?   
      
   Da man für den doppelten Preis gleich die vierfache Kapazität   
   bekommt, würde ich eher 64 GB empfehlen. So arm ist Alexander   
   dann doch nicht.   
      
      
   --   
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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