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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,776 of 6,175   
   Anton Ertl to Wolfgang Strobl   
   Re: Die Motorisierung des Fahrrades mach   
   08 Jan 26 17:41:57   
   
   From: anton@mips.complang.tuwien.ac.at   
      
   Wolfgang Strobl  writes:   
   >... die IMO der E-Motorisierung zu verdanken sind. Anders   
   >ausgedrückt, die E-Bikes entfernen sich immer weiter vom Konzept   
   >des muskelbetriebenen Fahrrades.   
   >   
   >Was hält man hier denn von diesem SRAM-Patent?   
      
   Es ist interessant, wie das Vorhandensein des Motors die Anforderungen   
   aendert: Wirkungsgrad wird weniger wichtig, das Einkoppeln eines   
   Motors mit niedrigem Drehmoment, aber hoher moeglicher Drehzahl dafuer   
   wichtig.   
      
   Ist auch fuer 1:1-Uebersetzung bei der Uebertragung zum Hinterrad   
   ausgelegt, was wohl bei Zahnriemen besser ist.   
      
   >Wird sich das   
   >durchsetzen?   
      
   Vielleicht, oder aehnliche Konkurrenz.   
      
   >Muss sich Rohloff warm anziehen?   
      
   Ich denke, das Ding ist im Fahrradbereich keine Konkurrenz fuer   
   Rohloff.   
      
   >Oder nach Lücken in   
   >diesem Patent suchen?   
      
   Das Rohloff-Getriebe war frueher da, wozu sollten sie da nach Luecken   
   suchen muessen.   
      
   >Was an diesem Patent ist denn eigentlich die patentfähige   
   >Innovation?   
      
   Muesste man das Patentamt fragen, wenn's einen wirklich interessiert.   
      
   >Die Frage ist, ob es für einen konkretes, vermutlich   
   >als teureres Premiumprodukt geplante Einheit aus Getriebe und   
   >Motor einen Markt gibt und wenn ja, warum.   
      
   Dafuer kenne ich mich im E-Bike-Markt zuwenig aus, aber hier einige   
   Gedanken:   
      
   Als erstes fragte ich mich, warum es ueberhaupt Gaenge gibt, und dann   
   noch soviele.  Bei einem nur als E-Motorrad konzipierten Gefaehrt   
   koennte man einfach eine einzige Untersetzung machen, und den Rest   
   ueber die sehr hohen moeglichen Drehzahlen von Elektromotoren; und   
   dann vielleicht alles im Hinterrad oder alles im Vorderrad.   
      
   Dann sah ich, dass die Tretkurbel mitrotiert, und die 12 Gaenge sind   
   wohl zur Fahrradsimulation da.   
      
   Ich denke, SRAM will damit der ueblichen Kombination aus Motor (Bosch   
   etc.) und Schaltung (Shimano etc.) eine integrierte Loesung   
   entgegensetzen.  Wenn das bei der Herstellern ankommt, kann SRAM in   
   beiden Maerkten Marktanteile abgraben.  Andererseits, wenn bisher   
   niemand anderes sowas gemacht hat, stellt sich die Frage, warum.   
   Vielleicht ist es doch keine so offensichtlich gute Idee.   
      
   - anton   
   --   
   de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/   
   Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben.   
   Ist der Radverkehr erst separiert, diskriminiert man ihn voellig ungeniert.   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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