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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,843 of 6,175   
   Wolfgang Strobl to All   
   Re: Die Motorisierung des Fahrrades mach   
   17 Jan 26 11:30:13   
   
   From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Tue, 13 Jan 2026 15:57:49 +0100 schrieb t.r.h@gmx.net (Torsten   
   Rüdiger Hansen):   
      
   >Wolfgang Strobl  wrote:   
   >   
   >> Die erste Frage, die sich beim Versuch einer Antwort stellt: Wozu   
   >> überhaupt ein so aufwendiges Schaltgetriebe, bei einem auf 25   
   >> km/h begrenzten E-Bike, wenn acht Mal so schnelle E-Autos und   
   >> E-Motorräder mit einem einfachen Getriebe oder ganz ohne Getriebe   
   >> auskommen?   
   >   
   >Da ich / wir die Dimensionierung (elek./mech.) nicht kennen nur mal ein   
   >paar Gedanken:   
   >   
   >Fahrrad: Volumen und Gewicht begrenzt,   
      
   Das setzt Fahrrad mit E-Bike gleich, ohne dies klarzustellen. Die   
   übliche taktische Sprachverwirrung.  Pedelec und generell E-Bikes   
   sind keine Fahrräder. Die teilweise rechtliche Gleichstellung   
   macht sie nicht dazu.   
      
   Bei Fahrrädern (und nur für diese) trifft die Behauptung zu, da   
   Kraft und Ausdauer des antreibenden Menschen begrenzt sind.   
   Freilich kann man die eigene Leistung (Kraft und Ausdauer) durch   
   intensiven Gebrauch der Muskulatur beim Gebrauch des Fahrrades   
   steigern, jedoch braucht das Motivation und vor allem Zeit - viel   
   Zeit, in Monaten und Jahren gemessen. Und selbst dann flacht sich   
   der Zuwachs in einem überschaubaren Zeitraum ab und nimmt der zu   
   treibende Aufwand zu.   
      
   Bei E-Fahrrädern trifft es ebenfalls zu, jedoch sind Art und   
   Umfang der Limitierung anders geartet, i.W. weil die Limitierumg   
   beim Fahrrad biologische bzw. physiologische Ursachen hat,   
   während die Limitierung bei E-Fahrrädern eine künstliche ist, wie   
   bei allen Kfz.  Ein Steigerung von Kraft und Ausdauer einfach   
   durch den Gebrauch ist nicht zu erwarten, sondern der   
   Motorisierung geschuldet eher das Gegenteil.   
      
      
   >E-Kfz: unbegrenzt. (innerhalb der   
   >gesetzlichen Vorgaben)   
      
   Das ist so formuliert eine Luftnummer. Gesetzliche Vorgaben und   
   technische Gründe setzen sowohl dem Volumen als auch dem Gewicht   
   von Kfz Grenzen, die auf öffentlichen Straßen gefahren werden   
   dürfen.   
      
   Abgesehen davon geht es nicht darum, welche Grenzen man mit einem   
   Kfz am oberen Ende der Skala _nicht_ überschreiten darf, sondern   
   darum, welche Grenzen am unteren Ende der Skala beim Fahrrad   
   durch dessen Motorisierung überschritten werden.   Du   
   beantwortest eine andere Frage und die beantwortest Du falsch.   
      
   Pedelec können und dürfen sowohl bezüglich des Gewichts als auch   
   bezüglich des Volumens weit überschreiten, was ein normaler   
   Mensch mit eigenen Kräften bewältigt. Das gilt sowohl dann, wenn   
   wir einen fiktiven durchschnittlichen Repräsentanten betrachen   
   als auch bei den meisten Ausreissern.   
      
   Die Ausdauer eines Pedelec darf und kann unter praktischen   
   Gesichtspunkten unbegrenzt ausgedehnt werden, da es kein   
   gesetzliches oder relevantes Limit der mitgeführten Akkukapazität   
   gibt, wobei Nachtanken durch Akkutausch an einer Tanke auch nicht   
   verboten ist - es gibt bei Pedelec nur keinen Bedarf dafür, da   
   die Kapazitäten heutiger Akkus schon mehr als ausreichen dafür   
   sind. Gemessen an dem, was die Leute mit solchen Fahrzeugen in   
   der Praxis fahren, stellt sich die Frage überhaupt nicht.   
      
   Die üppige Nenndauerleistung von 250 Watt ist angesichts dessen   
   auch kein relevantes Limit, erst recht nicht angesichts einer   
   nicht bzw. nicht wirksam begrenzten zulässigen Maximalleistung,   
   die weit über das hinausgeht, was für den Transport einer Person   
   auf einem Fahrrad erforderlich ist.   
      
   Wenn Du den Text, den Du hier kommentierst, bis zur ersten   
   Fußnote gelesen hast, hätte Dir auffallen können, dass ich   
   konkretes Beispiel eines Produktes mit seinen technischen Daten   
   genannt hatte, welche dies illlustrieren.   
      
      
   >   
   >Fahrrad: Geringe Drehzahl des Motors innerhalb kleiner Geschindigkeiten.   
   >E-Auto: Hohe Drehzahl möglich, weiter Drehzahlbereich möglich.   
      
   Möchtest Du das vielleicht ins Verständliche übersetzen?   
      
   >   
   >Fahrrad: Der Umrichter für den Motor (häufig "Inverter" genannt,   
   >technisch alt "4 Quadraten U/I/f-Stellglied") muß klein und robust   
   >(Stürze) sein und muß günstig in der Herstellung sein. Kein   
   >Temperaturmanagement/Klimatisierung.   
      
   Der Jargon kann das völlige Fehlen von Substanz kaum kaschieren.   
      
      
   >E-Auto: siehe ganz oben, daher kann der Umrichter groß,   
   >temperatursensibel, eher empfindlich gegen Stöße sein. Dazu hat der Akku   
   >im E-Auto vielfach mehr Kapazität als das Fahrradteil.   
      
   Das, was am Anfang hätte stehen müssen: Mit Fahrrad war in dieser   
   Rabulistik ein E- Bike gemeint und der Vergleich bezog sich auf   
   zwei Gruppen von motorisierten Fahrzeugen, E-Bikes und alle   
   anderen motorisierten Fahrzeuge, welche keine E-Bikes bzw.   
   Pedleec sind.  Wäre vielleicht ein Thema für die Motorradgruppe   
   (gewesen).   
      
      
   --   
   Thank you for observing all safety precautions   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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