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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,850 of 6,175   
   Wolfgang Strobl to All   
   Re: =?utf-8?Q?Tubeless_w=C3=A4hrend_lan?   
   19 Jan 26 11:26:17   
   
   From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Sun, 18 Jan 2026 17:12:35 -0000 (UTC) schrieb Lutz Falke   
   :   
      
   >Wolfgang Strobl schrieb:   
   >> Wie gelegentlich erwähnt, fahre ich aus diversen Gründen mit dem   
   >> Rad nicht mehr bei Nässe, Dunkelheit oder Kälte. Dies bedeutet,   
   >> dass die Rennräder über Monate hinweg herumstehen. Dabei stellt   
   >> sich die Frage, wie man mit den Reifen, ihrem Druck und dem bei   
   >> schlauchlosen Reifen nötigen Dichtmittel umgeht.   
   >   
   >Es ist vielleicht nicht die Antwort, die du hören willst. Aber die   
   >Überlegung zeigt schön, warum mir Tubeless nicht ans Rad kommt.   
      
   Das sehe ich ganz entspannt. Tubeless*) ist bei Fahrradreifen   
   eine Speziallösung mit Vor- und Nachteilen, die gewiss nicht für   
   jeden Anwendungsfall taugt. Darin unterscheidet sie sich kaum von   
   Slicks, Knobbies oder Reifen mit Spikes. Von unseren derzeit   
   sieben Fahrrädern haben fünf Fahrräder Reifen mit Schläuchen und   
   nur die beiden aktuellen Rennräder sind tubeless ausgestattet.   
   Reifen mit Spikes habe ich nie benutzt, auch nicht in den   
   Jahrzehnten, in denen ich rund ums Jahr mit dem Rad zur Arbeit   
   gefahren bin und das nicht nur im Flachland.   
      
   Beim Fahrrad kommt auf die konkreten Umstände an, welchen   
   Fahrradtyp man wählt und wie man ihn ausstattet. Dies ist einer   
   der wesentlichen Unterschiede zu motorisierten   
   Individualfahrzeugen, vom Pedelec bis hin zum überdimensionierten   
   SUV oder Van.  Wer bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter   
   größere auf Straßen gefahrene Distanzen schnell bewältigen will,   
   wird z.B. ein Rennrad bevorzugen, auch wenn er oder sie weder   
   Rennen fährt noch überhaupt sportliche Ambitionen hat.   Wer -   
   aus welchen Gründen auch immer - unbefestigte Feld- und Waldwege   
   vorzieht oder aufgrund der lokalen Situation benutzen muss, zieht   
   vielleicht ein MTB vor, welches im Winter mit Schwalbe Ice Spiker   
   Pro ausgestattet wird. Wieder andere ziehen für Einkaufsfahrten   
   in der Nähe ein Hollandrad vor, welches mit Nabenschaltung,   
   Schutzblechen, Kettenkasten und Allerweltsreifen fahrbereit   
   bleibt, auch wenn es monatelang draussen herumsteht.   
      
   >   
   >> Die Räder werden bislang in der Wohnung an einer freien Wand   
   >> abgestellt, ich pumpe ab und zu nach und drehe die Reifen   
   >> gelegentlich etwas weiter und fülle erst vor der nächsten Fahrt   
   >> wieder Dichtmittel nach, als Ersatz für das dann völlig   
   >> angetrocknete Dichtmittel.   
   >   
   >Darum will ich mich nicht auch noch kümmern.   
      
   Bei Fahrrädern, die man monatelang nicht benutzt, wird man so   
   oder so den Reifendruck kontrollieren wollen. Reifen verlieren   
   mit der Zeit Luft und es bekommt ihnen nicht wirklich gut,   
   längere Zeit von der Felge plattgedrückt auf dem Boden zu stehen.   
   Man kann die Räder an die Wand hängen, um die Reifen zu entlasten   
   oder, wenn es nur um ein einziges Fahrrad geht und man genügend   
   Platz hat, auf dem Montageständer lagern.  Oder man macht sich   
   halt die Mühe, ab und zu mal nachzupumpen. Freilich kann man   
   Fahrräder mit Reifen ausrüsten, welche die Luft sehr lange halten   
   und deren Pannensicherheit mit hohem Gewicht und Rollwiderstand   
   erkauft wird.   
      
   Was man vorzieht, hängt von den Umständen ab - wer jung und   
   kräftig ist und ein Rad für die tägliche Fahrt zu einem   
   vergleichsweise nahegelegenen Ziel im Flachen braucht oder wer   
   Leihfahrräder ausstattet, wird so etwas möglicherweise   
   bevorzugen.   Das sind jedoch nicht unsere Umstände, auf die   
   Rennräder bezogen.   
      
   >Was in dem Zusammenhang   
   >interessant wäre, ist wie lange es wirklich dautert, bis das Zeug   
   >eingetrocknet ist. Das hängt sicherlich auf vom Fabrikat ab. An der   
   >Stelle hört man aber von der Werbemaschinerie nichts. Aber natürlich   
   >soll man lieber einmal zuviel als zuwenig neuen Glibber kaufen. ;)   
      
   Ich habe Anfang 2023 beim Bau der beiden Rennräder einen   
   Viertelliter Dichtmittel von Continental gekauft und später dann   
   noch eine Vorratspackung mit einem Liter Inhalt erworben, von dem   
   noch nicht viel verbraucht ist und die wohl noch ein paar Jahre   
   reichen wird. Die gut 20€ habe ich mir gerade noch leisten können   
   :-}. Nach der Erstbefüllung hatte ich im Herbst Dichtmittel   
   nachgefüllt, dann im nächsten Jahr einmal im Frühjahr. Letztes   
   Jahr kamen neben 2 x 2 Nachfüllen noch ein Reifenwechsel mit   
   Erstbefüllung hinzu.   
      
   Diese Arbeiten erledige ich bei der eh' anstehenden Inspektion   
   quasi nebenher.  Beim letzten Mal habe ich zusätzlich neue   
   Ventileinsätze spendiert - die Dinger kosten nur Centbeträge,   
   falls man sie eh welche aus alten Schläuchen zurückbehalten hat.   
      
   >   
   >> Eines der Räder könnte ich zwar auf   
   >> dem Montageständer hängend verstauen, verzichte aber aufgrund des   
   >> größeren Platzbedarfs darauf und sehe auch keine Notwendigkeit   
   >> dafür - aufgepumpte Reifen bekommen vorm Herumstehen keine   
   >> Dellen.   
   >   
   >Seh ich auch so. Um nur das Fahrrad zu tragen ist nur sehr wenig Druck   
   >nötig.   
      
   Schon.  Aber ich gehe lieber kein Risiko ein.   
      
   >Da reicht, wenn da nix undicht ist, einmal Aufpumpen in 6   
   >Monaten locker aus.   
      
   Meint man. Und stellt dann fest, dass es aufgrund eines Sandkorns   
   in der Ventildichtung oder eines sonst nicht auffälligen Lecks   
   doch nicht ausgereicht hat.  Nenn es eine Marotte, aber ich ziehe   
   es vor, wenn die Reifen genügend Druck haben, um auch im Stehen   
   ihre Form zu behalten.   
      
   >Vor der Fahrt wird man dann eh den gewünschten   
   >Reifendruck herstellen.   
      
   Das mache ich ohnehin vor jeder längeren Fahrt - wobei bei diesen   
   Fahrrädern fast jede Fahrt eine längere Fahrt ist.   
      
   >   
   >> Gewiß kann man das so nicht beliebig lange so praktizieren, für   
   >> ein, zwei Jahre müsste es aber hingehen - die paar Gramm an   
   >> Latexschicht spielen m.E. eine Rolle, wenn sie gleichmäßig   
   >> verteilt sind.   
   >   
   >Ich nehm an, du meinse *k*eine Rolle? ;)   
      
   Sorry, zu schnell getippt und zu wenig prüfgelesen.  Gemeint war   
   auch: Ein Grund mehr, die Räder ab und zu zu bewegen, statt den   
   nach der Saison verbleibenden Rest des Dichtmittels an einer   
   Stelle antrocknen zu lassen.  Bei uns fällt das ohnehin ab und zu   
   an, wenn die Räder dort, wo sie angelehnt abgestellt sind,   
   stören.   
      
      
   >Naja, ein paar Gramm ist relativ. Was ich so lese, kommen da je nach   
   >Reifendimesion so 60-80 ml rein.   
      
   Erstbefüllung, bei fetten Reifen. Continental empfiehlt für Road   
   30 ml, für Gravel 50 ml und nur für MTB 70 ml.   
      
   Danach reichen nach meiner Erfahrung ca. 15-20 ml, bei   
   28mm-Reifen. Und davon ist ein großer Teil Wasser, welches   
   letztlich verdunstet.  Zum Befüllen nutze ich eine Einweg-Spritze   
   mit 20 ml Inhalt, ohne Kanüle.   
      
   >Wenn das größtenteils an einer Stelle   
   >eintrocknet, könnte das an leichten Laufrädern schon eine spürbare   
   >Unwucht geben.   
      
   Deswegen möchte man das vermeiden.   
      
   Vor dem letztjährigen Herbsturlaub hatte ich dem Rennrad meiner   
   Frau neue, breitere Reifen spendiert, die neben ein paar weiteren   
      
   [continued in next message]   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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