From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Wed, 21 Jan 2026 15:33:31 +0100 schrieb Rolf Mantel   
   :   
      
   >ÖPVN: 8 Minuten S-Bahn plus 10 Minuten Bus plus Umsteigezeit plus 2   
   >Minuten Fußweg zum Bahnhof plus 2 Minuten von der Bushaltestelle ins   
   >Büro gibt auch eine halbe Stunde im Idealfall.   
      
   Ach ja, dass hatte ich vergessen. Nach meinem Unfall in 2011 und   
   nach Ende der Krankschreibung bin ich anfangs nur und dann   
   überwiegend mit dem ÖPNV zur Arbeit gefahren. Mit einem   
   geflickten zertrümmerten Schlüsselbein und einem nicht weiter   
   behandelten Rippenserienbruch ist der ÖPNV auch nach Abheilen der   
   Verletzung kein Zuckerschlecken.   
      
   Die mit dem Fahrrad nur 12 km lange einfache Verbindung benötigte   
   über die gut erreichbare Autobahn 15 km, die zu stauarmen Zeiten   
   in zwanzig Minuten zu bewältigen war, sich bei Stau und durch   
   Parkplatzsuche jedoch erheblich und unkalkulierbar verlängern   
   konnte.   
      
   Die ÖPNV-Verbindung hingegen war zwar kalkulierbarer, jedoch   
   grundsätzlich schlecht, wie es bei kommunenübergreifendern   
   Verbindungen nicht ungewöhnlich ist.   
      
   Aktuell nennt mir die Fahrplanauskunft unserer Verkehrsbetriebe   
   für die zwischen 12 und 6 Kilometern schwankende Verbindung   
   Fahrzeiten zwischen 45 und 54 Minuten. Dies schließt einen Fußweg   
   von 1,2 Kilometern (19 Minuten) ein und basiert darauf, dass auf   
   der anderen Rheinseite die Umsteigezeit von drei Minuten   
   eingehalten werden kann, was angesichts des Umstands, dass ein   
   beschrankter Bahnübergang benutzt werden muss, recht sportlich   
   ist. Dankenswerterweise hat der Busfahrer oft gewartet, wenn die   
   Bahn einigermaßen pünktlich kam. Wenn.   
      
   Die genannten 45 Minuten sind bzw. waren einigermaßen realisisch,   
   unter günstigen Bedingungen.   
      
   Unter anderen Bedingungen waren jedoch auch Verzögerungen von 30   
   Minuten bis zu mehr als einer Stunde möglich, in beiden   
   Richtungen. Mehr Zeit als normalerweise mit dem Fahrrad hat es   
   immer benötigt. Jedoch hatte ich selbst in extremen Fällen   
   (ungünstiges Wetter, Reparatur auf der Fahrt, Umweg aufgrund   
   einer Sperrung) mit dem Fahrrad nie so viel Zeit benötigt, wie es   
   mit dem ÖPNV immer mal wieder vorkam. Die wenigen Unfälle mit   
   behandlungsbedürftiger Verletzung natürlich ausgeschlossen.   
      
   Nextbike gab es damals noch nicht und eines meiner Fahrräder   
   hätte ich am Bahnhof nicht regelmäßig einen ganzen Arbeitstag   
   lang abstellen wollen.   
      
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
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