From: news51@mystrobl.de   
      
   Am Thu, 22 Jan 2026 10:59:36 +0100 schrieb "Bodo G. Meier"   
   :   
      
   >Am 20.01.2026 um 19:02 schrieb Helmut Fischer:   
   >   
   >> Als Anekdote kann ich noch vermelden, dass ich bei Gesprächen über den   
   >> Sturz mehrfach gefragt wurde ob ich denn einen H... aufgehabt hätte.   
   >   
   >Am 19. Dezember hatte es mich vom Rad geschmissen: Schürfwunde am   
   >rechten Knie (die nicht billige Fahrradhose wurde zum Glück nicht   
   >zerrissen) und eine Prellung am rechten Ellenbogen.   
   >Beides ist zwischenzeitlich geheilt.   
   >   
   >Gefragt hat mich zwar niemand, aber ja, ich habe einen Helm getragen.   
   >Nachdem mein Körper schon auf den Betonplatten/-steinen gelandet war,   
   >hörte ich noch, wie mein Helm aufschlug. Nicht heftig, in dem Moment   
   >auch nicht spürbar, aber eben hörbar. Wahrscheinlich ist mir so eine   
   >Beule erspart geblieben.   
      
   Bei dem Sturz, bei dem ich mir 2011 sechs Rippen gebrochen und   
   das Schlüsselbein zertrümmert hatte, hat der Kopf zwar nicht den   
   Boden berührt, aber sowohl der Bart als auch mein Haar haben ihn   
   ganz leicht gestreift. Ein Helm hätte nicht dazwischen gepasst   
   und aus einem Beinahekontakt einen streifenden Schlag gemacht,   
   möglicherweise gefolgt von einem Rotationstrauma, welches   
   höchstwahrscheinlich nicht diagonstiziert worden wäre, weil   
      
   1. "Der Helm hat ihn vor eine Kopfverletzung bewahrt" und   
      
   2. Rotationstrauma ist mit den herkömmlichen Mitteln kaum   
   diagnostizierbar und schon gar nicht, wenn man nicht spezifisch   
   danach sucht   
      
      
   Bei dem Sturz mit dem Motorrad, der mir 2024 eine Quadizeps-Sehne   
   abgerissen hat, hat der Integralhelm den Asphalt zwar berührt,   
   jedoch so sachte, dass das keine sichtbare Spuren hinterlassen   
   hat und auch keine Rotation zur Folge hatte - das war bei der   
   harten, glatten Oberfläche des Gfk-Helms und dem niedrigen Tempo   
   auch nicht zu erwarten*).   
      
   Wenn ich an die vielen Stürze mit dem Fahrrad zurückdenke, die   
   ich seit der Jugend mit oder ohne Verletzung überstanden habe,   
   bin ich in der Rückschau dankbar, nie einen Fahrradhelm getragen   
   zu haben. Mag sein, dass eine solche Kopfbedeckung damals die   
   eine Platzwunde am Kopf verhindert hätte, wenngleich auch da   
   alles dafür spricht, dass eher ein Rotationstrauma oder eine   
   Zerrung die Folge gewesen wäre. Das war's dann aber auch schon.   
   Alle anderen Verletzungen waren dergestalt, dass ein großer   
   dicker, halbkugelförmiger Bremsbelag um den Kopf herum das Risiko   
   einer Kopfverletzung überhaupt erst erzeugt hätte.   
      
      
   *) Insofern habe ich auch große Zweifel an "Wahrscheinlich ist   
   mir so eine Beule erspart geblieben." Wenn der Fahrradhelm einen   
   leichten Kratzer hat, wurde ein weitere Radfahrer vor dem   
   sicheren Tode bewahrt. So entstehen Legenden. Zutreffend ist im   
   konkreten Fall vmtl. eher: Wenn der Aufprall nicht mal spürbar   
   war, sondern nur ein leichtes Anklopfen hörbar war, dann hätte   
   ohne Fahrradhelm der Kopf einen reichlichen Abstand (2-3cm?) vom   
   Untergrund behalten und es hätte keine erzählbare Story gegeben.   
      
   Stattdessen aber vielleicht eine Einlösung des Versprechens im   
   Subject: "Rekonstruktion eines Sturzes".   
      
   Was ist denn nun die Rekonstruktion? ".. hatte es mich vom Rad   
   geschmissen" und der Hinweis auf Betonplatten ist keine. Was war   
   die Vorgeschichte, was war der Auslöser, wie war der Ablauf?   
      
   Erst auf Basis einer solchen Betrachtugn kannst Du die   
   wichtigeren Fragen stellen: Was war der Auslöser. Wäre der Sturz   
   vermeidbar gewesen? Wenn ja, wie? Wenn nein, was könnte dazu   
   beitragen, ihn milder zu gestalten?   
      
   Wobei ich anhand der konkreten Beschreibung die letzte Frage wohl   
   mit "nichts" beantworten würde, denn es ist ja auch nahezu nichts   
   passiert. An die meisten der vielen Stürze, die ausser einer   
   Schürfwunde oder leichten Prellung keine Folgen hatten und auch   
   sonst keine bleibenden Spuren hinterließen, erinnere ich mich   
   längst nicht mehr.   
      
   Vielleicht irre ich mich jedoch und es gab etwas, das zu bedenken   
   und daraus zu lernen sich lohnt.   
      
      
   --   
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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