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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 5,961 of 6,175   
   Olaf Skibbe to Wolfgang Strobl   
   =?UTF-8?Q?Re=3A_Wie_entl=C3=BCftet_man_i   
   31 Jan 26 18:12:19   
   
   From: news@kravcenko.com   
      
   On 2026-01-31 17:01, Wolfgang Strobl wrote:   
   > Am Sat, 31 Jan 2026 14:18:55 +0100 schrieb Olaf Skibbe   
   > :   
   >   
   >> On 2026-01-31 12:37, Wolfgang Strobl wrote:   
   >>   
   >>> Am Sat, 31 Jan 2026 10:49:47 +0100 schrieb Olaf Skibbe   
   >> :   
   >>>>   
   >>>> On 2026-01-31 09:31, Wolfgang Strobl wrote:   
   >>>>   
   >>>>> Einer entlüfteten   
   >>>>> (bzw. in diesem Fall aufgefüllten) hydraulischen Bremsleitung   
   >>>>> vertraue ich weit mehr als einem um mehrere Ecken nach hinten   
   >>>>> geführten Bremszug.   
   >>>>   
   >>>> Warum? Gibt es zur Ausfallhäufigkeit belastbare Daten?   
   >>>   
   >>> Ich produziere Arbeitshypothesen nicht ausschließlich auf Basis   
   >>> belastbarer Daten.  Diese hier beruht auf der Erfahrung, dass   
   >>> Bremsseile beim Gebrauch verschleißen und u.U. abrupt versagen.   
   >>   
   >> Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine, daß mir das in diesem   
   >> Jahrtausend noch nicht passiert ist. (Verschleiß schon, aber nicht   
   >> abruptes Reißen eines Zuges.)   
   >   
   > Reißen ist nicht die einzige Möglichkeit, wie Bremszüge versagen.   
   > Außerdem geht es (mir, in diesem Punkt) nicht darum, ob das   
   > Versagen einmal in fünf oder in 25 Jahren vorkommt, sondern   
   > darum, ob es überhaupt verschleißbedingte Ursachen gibt, mit   
   > denen man rechnen muss.   
   >>>> Korrosion, ungünstige Zugführung, als Folge unbemerkter   
   >>> Verschleiß und unbemerkte Beschädigungen aller Art können ein   
   >>> abruptes Versagen zur Folge haben und haben es gelegentlich auch.   
   >>   
   >> Würde sich denn ein plötzliches Leck in der Hydraulik weniger abrupt   
   >> auswirken?   
   >   
   > Das kommt auf die Größe des Lecks an. Wenn hydraulische   
   > Bremskörper nicht mehr ganz frisch sind, lecken sie, aber nicht   
   > viel und nicht plötzlich.  Wie stellst Du Dir denn ein   
   > plötzliches Leck in der Bremsleitung vor, wie entsteht es?   
      
   Ich weiß es nicht, daher frage ich ja. Ich habe (außer ein paar   
   Testfahrten) keine eigene Erfahrung mit Hydraulikbremsen an Fahrrädern.   
      
   Da aber grundsätzlich Druckleitungen reißen, brechen oder platzen   
   können, finde ich es nicht naheliegend, das für Hydraulikbremsen einfach   
   auszuschließen. Wenn der Druck wegen eines Lecks nicht mehr aufgebaut   
   werden kann, bremst die hydraulische Bremse auch nicht mehr, richtig? Es   
   bleibt also bei der Frage (für alle Bremssysteme), wie wahrscheinlich   
   ein Ausfall ist. Wenn er ausreichend unwahrscheinlich ist, kann man   
   damit leben.   
      
   Mir scheint, wir haben glücklicherweise allesamt keine   
   Ausfallhäufigkeiten der BRemsen, die uns eine "gute" Statistik erlauben.   
   Daher bleibt es dann eher bei ggf. anekdotisch unterstützten Meinungen,   
   was ich als Ausdruck eine guten Ausfallsicherheitsneveaus verstehe. Eine   
   gute Situtation.   
      
   >>> Bei der wichtigeren Vorderradbremse halte ich das für   
   >>> überschaubar, bei der Bremse am Hinterrad weniger.   
   >>   
   >> Die wichtigere Vorderradbremse dürfte also (in Bezug auf   
   >> Ausfallsicherheit) mechanisch sein?   
   >   
   > Von "Dürfen" war nicht die Rede.  Reale bowdenzugbetätigte   
   > Hinterradbremsen haben nach meiner Erfahrung so viele Schwächen,   
   > dass ich sie ausser als Notbremse oder Bremse für besondere   
   > Gelegenheiten (Schnee z.B.) und dann in Kombination auch deswegen   
   > nur selten und ungern benutze.   
   >   
   > Vorne reduziert sich das Problem der Führung des kurzen   
   > Bowdenzugs im günstigsten Fall auf einen einzigen Bogen mit   
   > großem Radius.   
   >   
   > Darf ich fragen, welcher Sinn sich hinter dieser Frage versteckt?   
      
   Klar darfst Du: ich war verwundert, daß Du bei der wichtigeren   
   Vorderadbremse eine mechanische (also unzuverlässigere) Bremse   
   akzeptabel zu finden schienst und habe daher nachgefragt, um ein   
   Mißverständnis bei mir auszuschließen. Danke für Deine Erklärung.   
      
   > Mir erschließt er sich nicht. Zwar könnte ich einen Fall   
   > konstruieren und an den Haaren herbeiziehen, in dem eine hybride   
   > Ausstattung evtl. sinnvoll wäre, aber warum sollte _ich_ mir   
   > diese Mühe machen?   
      
   Warum? Weiß ich nicht. Hybrid wäre wohl sehr merkwürdig.   
      
   Ich habe am Stadtrad mechanische Felgenbremsen (und noch   
   Rücktrittbremse), am Randonneur mechanische Scheibenbremsen (TRP Spyre).   
   Ich bin soweit zufrieden, kenne aber die Argumente für hydraulische   
   Scheibenbremsen in Bezug auf bessere Kraftübertragung und Nachführen des   
   Verschleiß-Spiels. Das sind aber Punkte, die mich nicht zum Umrüsten der   
   vorhandenen Bremse veranlassen. Die Verlässlichkeit wäre ein   
   interessanter Aspekt bei einer nächsten Anschaffung.   
      
   Auf der anderen Seite sehe ich in meiner Umgebung Leute, die früher den   
   Bremszug selbst gewechselt haben und nun mit ihren Hydraulikbremsen die   
   Werkstatt aufsuchen. Die Arbeiten an der mechanischen Scheibenbremse   
   sind nicht schwieriger als an einer Felgenbremse, ggf. reicht ein Multitool.   
      
   Die Kommentare hier zeigen ja gut die verschiedenen Meinungen. Ich werde   
   erstmal meine mechanischen Scheibenbremsen weiter fahren & erfahren.   
      
   >>> Die hydraulischen Bremsleitung ist in der Hinsicht weniger anfällig.   
   >>   
   >> Das sagst Du jetzt wieder als Tatsache...   
   >   
   > Würdest Du auch nach "belastbaren Daten" fragen, wenn ich für die   
   > Stromzuführung zu einem beweglichen Gerät meist ein Kabel aus   
   > Litzen vorziehe, statt ein Kabel aus eindrähtigen Leitern?   
      
   Nein, aber die hier vorliegende Frage scheint mir überhaupt nicht so   
   offensichtlich. Außerdem nehme ich an, daß die Frage Litze vs. Draht   
   tatsächlich schon lange sehr gut und belegbar geprüft ist. Aber danke   
   für Deine Einschätzungen.   
      
   Grüße   
   Olaf   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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