From: news51@mystrobl.de   
      
   Am 31 Jan 2026 15:32:34 GMT schrieb Andreas Oehler   
   :   
      
   >Am 31.01.26 12:37, schrieb Wolfgang Strobl:   
   >   
   >>Ich produziere Arbeitshypothesen nicht ausschließlich auf Basis   
   >>belastbarer Daten. Diese hier beruht auf der Erfahrung, dass   
   >>Bremsseile beim Gebrauch verschleißen und u.U. abrupt versagen.   
   >>Korrosion, ungünstige Zugführung, als Folge unbemerkter   
   >>Verschleiß und unbemerkte Beschädigungen aller Art können ein   
   >>abruptes Versagen zur Folge haben und haben es gelegentlich auch.   
   >   
   >Das Thema hatten wir doch gerade in einem anderen Thread. Mit modernen   
   > Edelstahl-Zügen in nodernen Hüllen mit Liner, zusammen mit aktuellen   
   > Bremsgriffen kann ich mich an "abruptes Versagen" nicht erinnern.   
      
   Freilich. Genau so wenig wie ich mich bei meinen hydraulisch   
   betätigten Bremsen an abruptes Versagen erinnern kann. Niemand   
   will Dir bowdenzugbetätigte Bremsen ausreden, ich schon gar   
   nicht. Ich habe lediglich auf Nachfrage ein Merkmal der   
   hydraulischen Übertragung der Bremskraft benannt, welches mir im   
   Vergleich zum Bowdenzug bei meiner Fahrradnutzung vorteilhaft   
   erschien.   
      
   Dazu gehört neben weitgehender Verlustfreiheit auch der Umstand,   
   dass man mehr Freiheit bei der Verlegung die Bremsleitung hat und   
   sie günstigstenfalls nahezu vollständig im Rahmen oder anderen   
   Fahrradkomponenten (Lenker, Vorbau, Steuerkopf) verstecken kann.   
      
   Abruptes Versagen heißt nicht häufiges Versagen. Bowdenzüge   
   basieren auf Reibung, Schmierung sowie auf Geometrie. Bei   
   modernen Zügen in modernen Hüllen und mit einigen aktuellen   
   Bremsgriffen hat man das weitgehend im Griff, wenn man nicht nur   
   Bremsgriffe und Bremskörper regelmäßig inspiziert und ggfs.   
   wartet, sondern auch die Züge.   
      
   Freilich hat man bei einer hydraulischen Bremse die ähnlich   
   umständliche "Entlüftung", die im Endeffekt auch auf Auffüllen   
   bzw. Austausch der Bremsflüssigkeit hinausläuft, aber das ist als   
   Routinevorgang weniger Aufwand als die komplette Erneuerung eines   
   Bowdenzugs.   
      
      
   >Selbst   
   > bei grober Gewalt bei unachtsamen Mitmwnschen in Abstellanlagen oder   
   > Bahnabteilen versagt da nix komplett.   
      
   Bisher, bei Deinen Rädern.   
      
   >   
   >Gewaltsam geknickte Hydraulikleitungen sind hingegen im Alltag und auf   
   > Reisen nicht sicher zu vermeiden.   
      
   Das kommt wohl sehr darauf an, wie die die Leitungen verlegt   
   sind. Bei Hydraulikleitungen hat man diesbezüglich mehr   
   Freiheiten als bei Bowdenzügen.   
      
      
   > Undichtigkeiten an hydraulischen   
   > Bremskolben und Griffen sind nach wie vor üblich. Von daher sollte man auf   
   > Reisen mit Hydraulik-Bremsen wohl passendes Werkzeug fürs Leitungs-Kürzen   
   > und Entlüften mitnehmen   
      
   Kommt auf die Art der Reise an. Aber das hatte ich an anderer   
   Stelle ja schon geschrieben.   
      
   Zugegeben, ich hatte in früheren Jahren für den Urlaub sowohl   
   einen Aussenzug als auch Brems- und Schaltzüge eingepackt, einen   
   Ersatzreifen, mehrere Schläuche, Lenkerband, eine Ersatzkette,   
   Kettenschlösser, Ventileinsätze, Schmierfett und   
   Schraubensicherungskleber. Dass ich diesmal den Entlüftungkit   
   nicht eingepackt hatte, war ein Versäumnis. Hätte ich @home   
   entlüftet bzw. Bremsflüssigkeit nachgefüllt, wäre die   
   Notwendigkeit gar nicht aufgetreten, genau so wenig wie bei den   
   drei anderen Bremsen.   
      
   Wenn man mit leichtem Gepäck unterwegs ist, kann man sich nicht   
   gegen jede Art von Vandalismus schützen - eine krumm getretene   
   Gabel ist eine krumm getretene Gabel. Für mich ist es längst nur   
   noch eine theoretische Überlegung, aber _wenn_ ich im Zug Angst   
   vor aus Versehen abgerissenen Bremsleitungen hätte, würde ich ein   
   Rad verwenden, bei dem die Bremszüge komplett verdeckt verlegt   
   sind, statt bei Bowdenzügen ... tja, statt was eigentlich?   
      
   >   
   >Ich hab die Familienräder auf mechanische Scheibenbremsen mit hochwertigen   
   > Zügen umgebaut. Das bremst zwar etwas schlechter als gut gewartete   
   > Hydraulik-Bremsen, aber insbesondere der Ärger mit immer wieder Luft im   
   > System ist nichts für meine Nerven.   
      
   Interessehalber: Was bedeutet hier "immer wieder Luft"? Wie   
   häufig und welches Symptom?   
      
      
   >An den Lastenrädern dürfen da die   
   > Kollegen ihre Geduld beweisen...   
      
   Auch da würden mich Details interessieren. Welche Bremsen und   
   welche konkreten Probleme?   
      
      
      
   --   
   Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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