From: muelleimer@jfis.de   
      
   Rolf Mantel wrote:   
      
   > Genau. Bei mir persönlich sieht der Vergleich so aus:   
      
   Das ist alles stark vom persönlichen Einzelfall abhängig. Ich ergänze   
   meine anekdotische Evidenz:   
      
   Haus im Speckgürtel zur Stadt, 20 km einfache Strecke.   
      
   Öffi: Komplett undiskutabel. Ich müsste umsteigen, erst Bus, dann   
   Straßenbahn, incl. Gang zur Haltestelle, warten auf Anschluss, Gang   
   von der Haltestelle zur Arbeit bin ich mindestens 1:30 unterwegs. Die   
   teuerste Lösung ist es noch dazu. Das gebe ich mir nicht.   
      
   Fahrrad: Ist eine relativ angenehme Strecke, erst über Feld- und   
   Waldwege, dann über wenig befahrene Nebenstraßen mit vielen   
   Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h. Der unangenehme Teil ist ein   
   Höhenzug mit ca. 100 hm über den ich bei Hin- und Rückfahrt strampeln   
   muss. Ich fahre 50 Minuten, muss dann natürlich noch die Zeit fürs Rad   
   raus schleppen, umziehen, Rad auf der Arbeit in den Keller schleppen   
   und duschen addieren. (Viel Kontakt mit anderen Menschen, ja, ich   
   *muss* duschen.) Insgesamt kommt der Zeitbedarf auf 1:30. Bei   
   akzeptablem Wetter mache ich das trotzdem regelmäßig.   
      
   Auto: Es steht halt direkt vor der Tür. Ich habe es 5 min bis zur   
   Autobahn und in der Stadt eine vierspurige Umgehungsstraße quasi bis   
   zur Arbeitsstelle. Fahrzeit, auch im Berufsverkehr, unter 20 min.   
   Parkplatz auf Gelände der Arbeitsstelle. Irgendwelche Zeiten für   
   umziehen oder so entfallen. Ich könnte theoretisch die Hausschuhe   
   an behalten. Leider viel zu komfortabel. Im Winter, bei schlechtem   
   Wetter und wenn ich die mindestens zwei Stunden Zeitverlust, die durch   
   das Rad bei Hin- und Rückfahrt entstehen, nicht aufbringen kann, nehme   
   ich also das Auto.   
      
   Tschau, Jörg   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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