From: usenet.martinkl@gmx.de   
      
   Andreas Oehler wrote:   
   > Am 12.02.26 22:27, schrieb Ulli Horlacher:   
   >> Martin Klaiber wrote:   
      
   >>> Mir ist im Winter auf dem Fahrrad auch oft zu kalt. Der Fahrtwind ist   
   >>> einfach zu kalt in Relation zu der Wärme, die man beim Fahren erzeugt.   
      
   >> Ich wuerds mal mit (passender) Kleidung probieren!   
      
   > Ich fahre gerne mit einer Woll-Jacke, die relativ wenig Wind-dicht ist.   
   > Darin schwitze ich auch am steilen Berg nicht, fröstle aber auf der   
   > Strecke. Zudem ist die Jacke schwer.   
      
   Ich bin, wie die meisten hier, über 60 und fahre seit meiner Kindheit   
   Rad. Zur Schule, zur Uni, zur Arbeit, im Urlaub. Sommers wie winters   
   und bei fast jedem Wetter. Ein Auto hatte ich nie.   
      
   Mit ein bisschen Nachdenken hätte Ulli selbst darauf kommen können,   
   dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesen über 50 Jahren schon   
   alles Mögliche an Kleidung ausprobiert habe: Naturfaser, Kunstfaser,   
   dick, dünn, Zwiebelprinzip, Windstopper, usw.   
      
   Aber er wollte halt lieber ein bisschen poltern. Muss man nicht allzu   
   ernst nehmen.   
      
   > Wenn ich hingegen bei winterlichem Regen Regencape oder Jacke anziehe, dann   
   > ist das umgehend wärmer aber auch erheblich Schweiß-treibender. Die ideale   
   > Kleidung, die auch bei höherer Leistung kuschelig warm hält und   
   > Schweiß-Nässe auf dem Körper zeitgleich komplett verhindert, scheint nicht   
   > möglich.   
      
   Was den Körper betrifft, komme ich mit ein paar dünnen Lagen, wenn es   
   sehr kalt ist etwas Fleece, und als Außenschicht eine Windstopperjacke   
   gut zurecht.   
      
   Mein Problem sind die Hände und die Füße. Das Thema hatten wir ja hier   
   erst kürzlich. Ich brauche schon im Herbst und bis weit in den Frühling   
   Handschuhe. Und nein, diese Riesenfäustlinge montiere ich mir nicht ans   
   Rad. Und mit Skischuhen fahre ich auch nicht (ich hatte tatsächlich mal   
   jemanden damit auf dem Rad gesehen).   
      
   Mein Problem ist der Fahrtwind. Er kühlt die Hände (speziell die   
   Fingerspitzen) und die Füße (speziell die Zehen) so stark aus, dass   
   es nach kurzer Zeit so unangenehm wird, dass ich absteigen muss.   
   Beim jetzigen Wetter geht es, schwierig waren die letzten Wochen mit   
   Temperaturen deutlich unter 0°C.   
      
   Beim Radfahren bewegt man ja eigentlich nur die Beine, daher ist es   
   so effizient. Beim Tretrollerfahren bewegt man den ganzen Körper, der   
   Bewegungsablauf ist eher wie beim Joggen oder Rennen. Das macht das   
   Fahren damit anstrengender und ineffizienter als Radfahren.   
      
   Beispielsweise werden beim Radfahren die Füße und speziell die Zehen   
   kaum bis gar nicht bewegt, besonders bei Radschuhen mit harter Sohle.   
   Beim Tretrollerfahren werden die Füße viel bewegt und speziell die   
   Zehen, weil man sich ständig am Boden abstößt. Auch der Oberkörper und   
   die Arme sind ständig in Bewegung. Es ist also immer viel Muskulatur   
   aktiv, das erzeugt Wärme und verbessert die Durchblutung, gleichzeitig   
   ist man langsamer als auf dem Rad, das reduziert den Fahrtwind.   
      
   Ich will aber auch gar niemand bekehren, Tretroller sind ja ohnehin OT   
   hier. Es sollte nur ein Hinweis an diejenigen sein, denen es im Winter   
   vielleicht ebenso geht wie mir.   
      
   Martin   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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