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   de.rec.fahrrad      More than just Kraftwerks Tour De France      6,175 messages   

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   Message 6,169 of 6,175   
   Nico Hoffmann to All   
   Re: Fahrbericht (vom 18. September 2025)   
   23 Feb 26 20:15:49   
   
   From: oxensepp@gmx.de   
      
   Alexander Ausserstorfer fuhr durch die Oberpfalz:   
      
   > Schwarzenfelde   
      
   Ohne das e hinten. Der Oberpfälzer hat's nicht so mit Schnörkeln,   
   abgesehen von denen in Barockbauten.   
      
      
      
   > In Nabburg stand ich dann bald unterhalb der Altstadt an der Bahnlinie.   
   > Die Altstadt lag oben auf einem Berg. Ich fuhr noch über die Brücke. Auf   
   > der anderen Seite der Naab entschied ich dann, zurückzufahren und mir kurz   
   > die Altstadt anzusehen. Ich hatte mich dann bis hinter der Volks- und   
   > Hauptschule Nabburg Am Hussengraben gequält, dann aber dort kehrt gemacht   
   > und war wieder zum Ausgangspunkt zurückgefahren. Auf Grund der vielen   
   > Steigungen war es eher ein Fahren und Schieben gewesen. Die Altstadt   
   > wirkte wie ausgestorben. Postkarten hatte ich leider auch keine gefunden.   
      
      
   Für das Freilandmuseum Neusath wäre eh keine Zeit mehr gewesen. Aber   
   gut, dass wir da drüber reden, denn da wollte ich schon lang mal   
   hin. Ist von mir "zu Hause" nicht so schrecklich weit.   
      
   Ebenso für den Stausee Trausnitz, ein gutes Stück weiter nordöstlich,   
   inkl. Pumpspeicherwerk und Oberbecken.   
      
      
   > Laut Schild war der Bahnübergang grundsätzlich immer geschlossen. Wer ihn   
   > überqueren wollte, der mußte klingeln. Danach würde sich ein Bahnbeamter   
   > melden. Dieser würde - sobald möglich - die Bahnschranke öffnen.   
      
   Erinnert mich an den Zugang zum Bahnsteig am Haltepunkt Wittgensdorf   
   bei Chemnitz. Die Unterführung war wegen Baufälligkeit zugeschüttet.   
   Der Weg führte über das eine Gleis zum Mittelbahnsteig und war mit   
   einer Kette geschlossen. Der Bahnhof selber war auch geschlossen.   
   Aber daneben stand ein Container mit Bahnmitarbeiter drin, der die   
   Kette öffnete, bevor ein Zug hielt, die Leute auf den Bahnsteig ließ,   
   die Kette wieder schloss, und mit seiner Dienststelle telefonierte,   
   dass alles OK wäre. Vor ein paar Jahren wurde der Haltepunkt neu   
   gebaut, jetzt gibt's das Schauspiel nicht mehr.   
      
   In Wernberg ist es übrigens ähnlich, nur dass der Bahnbedienstete   
   immer noch im Bahnhof sitzt...   
      
      
   > Die Wegbeschilderung war leider nicht einheitlich. Mal stand Weiden. Dann   
   > Leuchtenberg. Ein anderes Mal wieder Pirk.   
      
   Pirk lass' ich mir eingehen, aber Leuchtenberg ist schon weit ab von   
   der Route. Wäre auch ein touristischer Punkt, wegen der Burg   
   Leuchtenberg...   
      
      
   > Ein Stück hinter der Ortschaft Wernberg-Köblitz, und zwar kurz nach der   
   > Brücke über den Ehenbach und nachdem man aus dem Wald gekommen war, stand   
   > neben der Straße ein Wegweiser so schief, daß ich nicht wußte, ob er   
   > geradeaus zeigen sollte oder nach links. Links führte eine breite   
   > Sandstraße weg.   
   >   
   > Ich entschied mich für die Sandstraße. Diese führte in einen Wald hinein.   
   >   
   > Etwas später kam mir eine Frau auf einem blauen Damenfahrrad entgegen.   
   > Vielleicht hätte ich sie anhalten und fragen sollen.   
   >   
   > Nach 1200 Metern eine Weggabelung. Keine Beschilderung. Ich wählte die   
   > linke Abzweigung. Kurz später blieb ich stehen. Und kramte die Karte   
   > heraus.   
   >   
   > Ich bewegte mich in die falsche Richtung. Und zwar in Richtung   
   > Schnaittenbach. Dort in der Nähe würde es laut Karte jedoch drei   
   > Zeltplätze geben. Das hatte ich im Vorfeld gar nicht realisiert.   
   >   
   > Und ein Ort hinter Schnaittenbach lag Hirschau. Hirschau kennt man ja. Von   
   > Conrad Electronic. Die Filiale in München hatte inzwischen leider für   
   > immer geschlossen.   
      
   Dafür hättest du in Wernberg in die dortige Filiale gehen   
   können... :-)   
      
      
   > In Neustadt an der Waldnaab fiel mir das Autokennzeichen NEW auf. Während   
   > meines Studiums sah ich an einem Haus in Stockham bei Untervilslern in   
   > Niederbayern eines Tages und danach immer wieder ein Auto mit dem   
   > Kennzeichen NEW ZL stehen. Diese Buchstaben erinnerten mich an New Zealand   
   > - Neuseeland. Ich hatte mich damals gefragt, wo der Eigentümer dieses   
   > Autos hergekommen war. Jetzt wußte ich es!   
      
   "Lieber Gott,   
    beschütze uns   
    vor Eis und Schnee,   
    und vor WEN und NEW!"   
      
      
   > Als ich das Zelt aufgebaut hatte, schmiss ich den Brenner an, kochte mir   
   > einen Tee und machte mir etwas Warmes zum Essen. Hier in der Stille und   
   > Einsamkeit würde ich heute nichts mehr zum Essen kaufen können. Vielleicht   
   > gab es oben in Flossenbürg noch irgendwo eine Wirtschaft, wo man etwas   
   > essen konnte. Aber das wußte ich nicht. Und sich das heute nach den 130 km   
   > noch antun wollen? An Tagen wie diesen war ich froh, daß ich immer meine   
   > eigene Küche und Proviant mit hatte.   
      
   Bis Flossenbürg... Das sind mindestens 20km von Neustadt.   
      
   N.   
   --   
   Niemand hat die Absicht, eine Signatur zu erstellen.   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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