From: matthias.andree@gmx.de   
      
   Am 19.10.24 um 08:35 schrieb Guenther Fischer:   
   > On 18. Oct 2024, Matthias Andree wrote   
   > (in article ):   
   >   
   >> Am 27.09.24 um 00:11 schrieb Guenther Fischer:   
   >>   
   >>> Ich sehe die Blende 1,8 nur zum Fokussieren bei wenig Licht, abblenden auf   
   >>> 2,8 bringt die Farbsäume in gut korrigierbare Bereiche. Für die   
   >>> Vignettierung gilt das gleiche. Bei Blende 4 ist die Optik sehr gut.   
   >>> Das Objektiv ist klein, leicht und in Metallgehäuse.   
   >>>   
   >>> Es gibt Alternativen, die meist teurer, größer und schwerer sind....   
   >>>   
   >>> Übrigens ist das Objektiv gebraucht sehr günstig....   
   >>   
   >> (so, mal eine Heizplatte unter kalten Kaffee gestellt, damit der   
   >> vollends eintrocknet ;-))   
   >>   
   >> Mag sein. Ich würd's trotzdem preislich nur in der Nähe von "geschenkt"   
   >> nehmen, weil's sonst einfach nicht gut genug ist. Wenn man f/1,8 nicht   
   >> braucht, kann man auch noch kleiner direkt ein f/2,8 oder f/3,5 nehmen   
   >> oder was und dem vielleicht noch Macro beibringen.   
   >   
   > Fokussieren erfolgt eben immer mit der voll geöffneten Blende. Damit sind   
   > lichtstarke Objektive immer vorteilhaft hinsichtlich verfügbarem Licht auf   
   > dem Sensor und engerem Schärfenbereich. Ob man nun auch mit voll geöffneter   
   > Blende fotografiert, ist eine ganz andere - eine gestalterische - Frage.   
   > Nahezu alle Objektive liefern bei Abblenden um eine bis zwei Stufen bessere   
   > Ergebnisse.   
      
   Ja, und bei manchen kriecht der Fokuspunkt beim Abblenden auch weg. Oder   
   versaut die Vignettierung bei Offenblende die Messung für Arbeitsblende.   
      
   > Bei Low Light kann mit den heutigen Sensoren und „Wackel“kompensatoren   
   > ohne Probleme auch bei zwei Stufen Abblendung ein sehr gutes Resultat erzielt   
   > werden.   
      
   Vorausgesetzt, das Motiv hält still, ansonsten investiert man die zwei   
   Stufen lieber in kleinere Verschlusszeit oder -breite.   
      
   > Ganz anders ist das mit der Fokussierung - hier ist die Kamera oft   
   > nicht in der Lage, mit wenig lichtstarken Optiken sauber scharf zu stellen.   
   > Heutige RAW Bearbeitung - egal mit welchem Programm - kommt mit Farbsäumen   
   > und Vignettierung gut klar. Selbst die jpg Ausgabe der Kamera ist meist   
   > (sehr) gut korrigiert.   
      
   ...solang Du keine longitudinalen (aus der Tiefe projizierte)   
   grün/lila-Säume hast. Die kriegst Du mit keiner Rohbehandlung, die ich   
   bisher in der Hand hatte, vernünftig weg. Laterale chromatische   
   Aberration (rot-blau zur Seite) ist kein Thema, die ist schnell kompensiert.   
      
   > Bei einigen Testergebnissen mache ich hier doch große Fragezeichen, in der   
   > Praxis konnte ich so manche Extremaussage nicht verifizieren.   
   > Letztlich zählt halt das Resultat...   
      
   Ja, und da hab ich mit dem FE55/1,8ZA schon einige blöde Überraschungen   
   bei Offenblende gehabt. Das braucht deutlich mehr Aufmerksamkeit als   
   viele andere Objektive, um die Quirks zu vermeiden, und inzwischen   
   gibt's zu viele Alternativen dazu. Das 55/1,8ZA ist definitiv kein   
   rundum-sorglos-Universal- oder Normalobjektiv im Stile vieler anderer 50er.   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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