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|    Frank Gosebruch to All    |
|    Re: Wie war das eigentlich "damals": Stu    |
|    13 Jan 25 14:48:39    |
      From: FrankGosebruch@gmx.net              Am 12. Jan.. 2025 um 04:57 schrieb Frank Gosebruch:       > Am 11. Jan.. 2025 um 18:51 schrieb Heino Tiedemann:       >> Am 10.01.25 um 08:57 schrieb Frank Gosebruch:       >>       >>> Studio-Blitzlampen...       >       >> Und was tat man "vorher"?       >       > ...kommerziell erstmals ab 1935 vollsynchronisierbare Blitzkolben       > (Osram Vacublitz) zusammen mit der Ihagee Exakta B (Typ 4).       Deine Frage ist aber durchaus berechtigt.       Heutzutage waere es ja gar nicht mehr denkbar, dass z.B.       Medien-Grossereignissse auf keinem einzigen Presse-Foto dokumentiert sind.              Man stelle sich nur mal vor:       Dutzende aktuelle Nr.1 Hollywood-Filmstars schreiten spaetabends       todschick und glamouroes gekleidet aus dem Taxi heraus ueber die Strasse       zur Eingangshalle vor einer Grossveranstaltung.       Eine groehlend jubelnde Menge sieht dabei zu und applaudiert, aber kein       einziger Fotoreporter, kein einziger Blitz ist dabei zu sehen...       Hmm...              Deshalb hat z.B. Martin Scorsese in seinem Film "Aviator" (2004) auch       erheblich tricksen muessen, sonst waere manche Szene aus heutiger Sicht       gar nicht nachvollziehbar und unglaubwuerdig gewesen.              Bei der darin gezeigten Premierenfeier seines neuen Films "Hell's       Angels" 1930 werden Hughes und Harlow vor Grauman’s Chinese Theatre von       dutzenden Fotoreportern mit feuernden Blitzgeraeten empfangen.       Sie laufen dabei ueber einen roten Teppich uebersaet mit zertretenen       General Electric und Sylvania Modell "Press 40" Blitzbirnen mit E27 Gewinde:       https://youtu.be/Ur9eSKLj0ns?t=41              Da waren aber damals tatsaechlich gar keine Fotoreporter anwesend.       Der Blitz fuer synchronisierte Momentaufnahmen aus der Hand war einfach       noch nicht erfunden.       Aus diesem Grund existieren bis heute auch keine Pressefotos von diesem       seinerzeitigen Weltereignis auf dem roten Teppich in Los Angeles.              Der Originalausschnitt aus der Wochenschau von 1930 zeigt diese Szene       lediglich mit ganz normalen Studioscheinwerfern fuer die Filmkameras und       ohne einen einzigen Fotoreporter oder ein einziges Blitzlicht:       https://www.youtube.com/watch?v=I3R3bypJXsY&t=21s              Naja gut, in dem Film ist historisch ohnehin soviel falsch und verdreht,       da spielt dieser eine Fake auch keine Rolle mehr.              Es geht mir nur darum zu zeigen, wie sehr uns der gewohnte Anblick von       Blitzlichtgewitter in solchen Situationen kulturell inzwischen ins       Gedaechtnis gebrannt ist.              Stimmt ja auch, ohne fehlt einfach was...              --       Gruss       Frank Gosebruch       https://gosebru.ch       Dieses Schreiben bleibt bis zur vollstaendigen Beantwortung Eigentum des       Verfassers              --- SoupGate-Win32 v1.05        * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)    |
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