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|    Frank Gosebruch to All    |
|    Re: Wohin geht's eigentlich weiter mit d    |
|    09 Feb 26 11:00:26    |
   
   From: frankgosebruch@gmx.net   
      
   Am 08.02.2026 um 21:37 schrieb Wolfgang Strobl:   
   > Am Sat, 7 Feb 2026 18:21:41 +0100 schrieb Frank Gosebruch:   
   >> Am 07.02.2026 um 13:58 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >>> Am Sat, 7 Feb 2026 09:08:52 +0100 schrieb Frank Gosebruch:   
   >>   
   >> Einzig beim Equipment gebe ich Dir recht.   
   >> Wer mit einer simplen Kamera kein guten Bilder hinkriegt, schafft es   
   >> auch nicht mit der teuersten Knipse nicht.   
   >   
   > [...] Was Amateure oder Leute wie   
   > mich jedoch auszeichnet bzw. begünstigt, das ist die Freiheit,   
   > eigene Prioritäten zu setzen und auf andere Qualitäten als nur   
   > die fotografische Qualität eines Fotos Wert zu legen und diese   
   > vielleicht sogar höher zu werten.   
      
   Aber, 'schuldigung, nichts anderes habe ich doch geschrieben.   
   Wobei noch zu klaeren waere, um was es bei der "fotografischen   
   Qualitaet" tatsaechlich geht.   
   Um die rein technisch messbaren technischen Werte, um das Motiv, oder um   
   den Transport von Information (Meinung, Aufklaerung, Information).   
      
   Die 5000. Version der immer gleichen Abbildung von der Freiheitsstatue   
   ueberzeugt mich dann am Ende auch nicht wirklich, nur weil sie dann noch   
   hoeher aufgeloest oder noch weiter geHDRt wurde.   
      
   Ich will eigentlich schon lieber immer was neues, was anderes sehen, was   
   bisher noch niemand zuvor gemacht hat. Gerne auch mal kreativ,   
   humorvoll, ueberraschend oder einfach nur unkonventionell:   
   https://gosebru.ch/media/images/13lowermanhattanintherain15-large.jpg   
      
   >> Ansonsten wuerden ja gar keine guten Bilder aus dem letzten Jahrhundert   
   >> existieren.   
   >> Tun sie aber!   
   >   
   > Trotzdem fotografiert niemand mehr mit einer Kodak Brownie oder   
   > Agfa Instamatic, jedenfalls keine Bilder, die hier oder sonstwo   
   > auf Akzeptanz stoßen würden.   
      
   Peter Becker (mit Agfa Clack) oder Jochen Petry (mit Lochkamera) haben   
   hier schon Bilder gezeigt, die ich mir (heimlich) an die Wand gehaengt   
   oder in den Fotokalender geklebt habe.   
   Bilder, die manche Leute auch mit der teuersten Ausruestung nie   
   hinkriegen wuerden, weil ihnen die Phantasie und Kreativitaet dazu fehlt.   
      
   >> Echter Hintergrund, echte sachliche Kritik, echte offene Diskussion wird   
   >> momentan wieder zunehmend wichtiger. Sie wird zumindest wieder gesucht.   
   >> Gerade auch bei den jungen Leuten.   
   >>   
   >> Ich frage mich nur, wie kriegen wir die hier her?   
   >   
   > Vielleicht ist diese Frage bzw. das dahinter stehende Motiv   
   > ("Engagement") ja Teil des Problems? Eine interessante Kritik   
   > benötigt einen interessanten Gegenstand. Und gemeinsame   
   > Interessen, wenn daraus ein Dialog werden soll, oder ein Disput,   
   > der für die Teilnehmer oder Leser zu neuen Erkenntnissen führt,   
   > statt nur zu Ärger.   
      
   Zu akademisch, zu wenig konkret - tut mir leid Wolfgang.   
      
   >>>> Stattdessen ueberlege ich mir deshalb bereits ernsthaft, ob ich kuenftig   
   >>>> - wenn ueberhaupt - alternativ nicht einfach immer nur noch "toll!",   
   >>>> "suupaa!" oder lediglich einen Daumen nach oben "leiken" soll, egal ob   
   >>>> mir was gefaellt oder nicht.   
   >>>> Waere ja womoeglich motivierender?   
   >>>   
   >>> Ich finde es meist abschreckend.   
   >>   
   >> Ja, klar, weil die Begruendung fehlt (wie bei NMZ).   
   >> Wie soll ich wachsen, wie soll ich mich weiter entwickeln, wenn ich nie   
   >> erfahre *warum* ich geleikt oder nicht geleikt werde.   
   >   
   > Da stimme ich zu. IMNSHO kann man aus den Likes hauptsächlich   
   > die Gruppenstruktur im lesenden Publikum ableiten, aber wenig   
   > über die Qualität dessen, was man schrieb oder zeigte. Es taugt   
   > nicht mal als Indikator für Interesse. Letztlich sind bei den   
   > kommerziellen sozialen Netzen (also gemessen an der Nutzerzahl   
   > fast allen) die Veranstalter die Einzigen, die diesbezüglich   
   > solide Metriken haben - und das schamlos ausnutzen.   
      
   Das kann man aber nicht durch Zwaenge aendern.   
   Jeder einzelne hier muss sich schon selbst ueberlegen, ob er die Hosen   
   runter laesst und sich auf das Risiko einer echten [BK] einlassen will.   
      
   >>>> Aber was ist schon (m)eine Einzelmeinung wert?   
   >>>   
   >>> Eine Menge, unter Umständen. Es kommt auf den Inhalt an.   
   >>   
   >> Immer!   
   >> Aber doch auch auf die Form.   
   >> Es bleibt aber trotzdem alles wertlos, wenn ich der Einzige bleibe, der   
   >> kritisiert.   
   >>   
   >> Erst die Summe, das Portfolio aus verschiedenen Eindruecken vermittelt   
   >> eine fundamentale, ausrechend breite Basis, aus der ich mir das   
   >> raussuchen kann, wozu ich mich in der Lage halte und was ich mir   
   >> zutrauen kann.   
   >   
   > Das funktioniert so leider nicht oder nicht mehr, weil die Breite   
   > der Basis von Einflüssen abhängt, die Du nicht kennst, nicht   
   > beeinflussen kannst, die aber auch nicht zufällig verteilt sind.   
   > Je nach konkretem Biotop führt das zu Blasenbildung oder zu   
   > fremdgesteuertem bzw. beeinflussbarem Verhalten.   
      
   Ja!   
   Deswegen habe ich diesen Thread doch auch eroeffnet.   
   Sind wir als Gruppe noch in der Lage, diesen als negativ empfundenen   
   Zustand zu aendern, oder schauen wir einfach alle weiterhin hilf- und   
   tatenlos zu, wie es weiter den Bach runter geht?   
      
   >>> Was hatte ich erwartet, als ich gelegentlich noch Bilder zeigte?   
   >>> ... [ich las immer wieder] "Ein Bild muss für sich selber stehen"   
   >>   
   >> Du Wolfgang, es tut mir leid.   
   >> Aber ich vertrete diese Meinung ebenfalls.   
   >   
   > Dann muss ich leider einräumen, dass ein Großteil meiner Fotos,   
   > die ich für gelungen und deshalb für aufhebenswert und auch für   
   > zeigenswert halte, bei Dir vmtl. nur Schulterzucken auslösen   
   > würden. Aber glaube mir, dass viele Fotos, die hier in den   
   > letzten Jahren gezeigt wurden, beim mir eine ähnliche Reaktion   
   > auslösen, unabhängig von der technischen oder gestalterischen   
   > Qualität.   
      
   Nochmal: Wer bin ich denn schon?   
   Ich bin doch auch nur eine Einzelmeinung.   
   Genauso wie Du mit Deiner Einstellung.   
   Wir sind doch beide nicht die Mitte vom Teller. Wie denn auch?   
      
   Mich persoenlich interessiert am Ende nur das Bild.   
   Und zwar ob es mich beeinduckt oder nicht.   
   Egal von wem und welchen Hintergrund der Autor mitbringt.   
      
   Ich habe uebrigens auch keine Lust mehr, irgend welche konstruierten   
   Pseudo- oder Metadiskussionen ueber vermeintliche psychische Probleme   
   von Fotografen zu verfolgen.   
   All diese Sympathie/Antipathie Bekundungen in der Vergangenheit zu   
   einzelnen Personen in diesem unserem Kreis waren stets kontraproduktiv   
   (ich nehme mich da selbst gar nicht aus).   
      
   >> Wenn das Bild mich bewegt, wenn es mich anspricht, wenn ich kleben   
   >> bleibe und es womoeglich gerne zuhause an der Wand haette.   
   >> Dann ist es gut (fuer mich).   
   >   
   > Jeder Jeck ist anders, wie man hier in der Region sagt. Zuhause   
   > habe ich einige eigene, z.T. eigenhändig vergrößerte Fotografien   
   > an deR Wand hängen, aber keine fremden Fotografien, wie mir erst   
      
   [continued in next message]   
      
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    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   
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