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   de.rec.fotografie      More than just pics of Bratwurst      4,809 messages   

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   Message 4,745 of 4,809   
   Frank Gosebruch to All   
   Re: Wohin geht's eigentlich weiter mit d   
   10 Feb 26 18:31:08   
   
   From: frankgosebruch@gmx.net   
      
   Am 10.02.2026 um 14:45 schrieb Wolfgang Strobl:   
   > Am Mon, 9 Feb 2026 11:00:26 +0100 schrieb Frank Gosebruch:   
   >> Am 08.02.2026 um 21:37 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >>> Am Sat, 7 Feb 2026 18:21:41 +0100 schrieb Frank Gosebruch:   
   >>>> Am 07.02.2026 um 13:58 schrieb Wolfgang Strobl:   
   >>>>> Am Sat, 7 Feb 2026 09:08:52 +0100 schrieb Frank Gosebruch:   
   >>>>   
   >> Wobei noch zu klaeren waere, um was es bei der "fotografischen   
   >> Qualitaet" tatsaechlich geht.   
   >   
   > In der Tat.   
   >   
   >> Um die rein technisch messbaren technischen Werte, um das Motiv, oder um   
   >> den Transport von Information (Meinung, Aufklaerung, Information).   
   >   
   > Man könnte auch über die Gestaltung reden und wie gut die Idee   
   > umgesetzt oder ein Muster gesehen wurde. Oder in Szene gesetzt.   
      
   Hi Wolfgang,   
   puh... wo soll ich jetzt anfangen...?   
      
   Vorab:   
   Womoeglich habe ich mich hinreissen lassen, etwas zu hitzig zu diskutieren.   
      
   Dabei geht mehr und mehr unter, dass ich nicht vor habe, hier   
   stellvertretend fuer irgend jemand anderen oder "die Gruppe" zu sprechen   
   - ausser fuer mich selbst, ganz allein.   
   Das wuerde auch gar nicht gehen.   
      
   Weder haette ich die Absicht, noch die Ligitimation oder die Authoritaet   
   dazu. Ich behaupte aber auch nicht, noch glaube ich, dass meine   
   Einzelmeinung Massstaebe setzt oder Anspruch auf allgemeine Gueltigkeit   
   haette.   
      
   Waere schade, wenn die aufkeimende konstruktive Diskussion nur wegen   
   eines Misverstaendnisses jetzt schon wieder abstirbt.   
      
   Im Header dieses Threads hatte ich lediglich nur eine einfache Frage   
   formuliert - in der Hoffnung auf Einzelmeinungen von anderen Teilnehmern   
   hier.   
   Mehr nicht.   
   -> (x)   
      
   So, jetzt also wieder weiter:   
      
   Ja, man kann, man darf auch ueber die Gestaltung eines Motivs reden.   
   Warum denn auch nicht?   
   Wenn es mir am Ende gefaellt: super!   
   Wenn es dann auch noch anderen gefaellt: noch besser!   
      
   Es gibt meines Wissens keine allgemein gueltigen Massstaebe fuer die   
   Auswahl von Motiven.   
   Auch ein auf den ersten Blick abstossendes Motiv kann u.U. aesthetisch   
   und ansprechend gestaltet fotografiert werden.   
      
   Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich Dich in obigem Punkt   
   "Gestaltung" wirklich verstehe, aber ich mutmasse jetzt einfach mal,   
   dass Du damit eine vorher - z.B. fuer eine Gruppe - formulierte   
   fotografische Aufgabe und deren individuelle Umsetzung meinst.   
      
   "Alle mal bitte folgendes fotografieren:   
   Gesucht wird ein Bild, dass zeigt, wie zwei Menschen auf dem Balkon bei   
   Kerzenlicht zu Abend essen.   
   Nachher wird hier verglichen, wer das Problem am besten   
   gestaltet/umgesetzt hat".   
      
   Bitte, das soll keine Provokation sein, aber ist es das, was Du mit   
   "Gestaltung" gemeint hast?   
      
   Wenn ja:   
   Jou, OK, wenn mehrere Leute dasselbe Motiv fotografieren wollen, um sich   
   hinterher zu vergleichen. Ist doch OK. Nix dagegen.   
   Hatten wir hier jahrelang als "Schnellfotowettbewerb".   
   Wo ist das Problem?   
      
   >> Die 5000. Version der immer gleichen Abbildung von der Freiheitsstatue   
   >> ueberzeugt mich dann am Ende auch nicht wirklich, nur weil sie dann noch   
   >> hoeher aufgeloest oder noch weiter geHDRt wurde.   
   >   
   > Das gewiss nicht. Aber wollen wir uns wirklich über solche   
   > Selbstverständlichkeiten unterhalten?  [...]   
      
   > Jedoch habe ich den Eindruck gewonnen, dass "Sei kreativ, sei   
   > originell um jeden Preis!" schon längst nicht mehr das Motto   
   > jeder künstlerischen Laufbahn oder jeder Kunstschule ist. [...]   
   >   
   > Nach meinem Eindruck haben sich viele zu recht geschätzte   
   > Kunstschaffende zunächst und zeitweilig daran versucht,   
   > Stilmittel und Motive ihrer Vorgänger zu adaptieren und sind erst   
   > dann davon abgewichen, bisweilen drastisch, wenn sie diese   
   > beherrschten.   
   >   
   > Insofern meine ich, dass es nicht sonderlich hilfreich ist,   
   > beholfene oder unbeholfene Versuche, sich einem augenscheinlich   
   > banalen Motiv zu widmen, mit blanker Verachtung zu bestrafen.   
      
   Gut, von "blanker Verachtung" hat niemand gesprochen.   
   Ich selbst halte es eben fuer laecherlich, die Ergebnisse solcher ersten   
   Foto-Start-Kopier-Versuche dann auch noch oeffentlich zu praesentieren,   
   wenn sogar mir selbst als Urheber und danach auch allen Betrachtern   
   sofort klar wird: gaehn, nur abgekupfert!   
      
   Und weil die Bemerkung die anderen zunehmend ermuedet, fuege ich jetzt   
   einfach immer noch den Punkt -> (x) von ganz oben hier zusaetzlich am   
   Ende an.   
   Das ist also alles nur meine Einzelmeinung (zum letzten Mal!)   
      
   >>>> Ansonsten wuerden ja gar keine guten Bilder aus dem letzten Jahrhundert   
   >>>> existieren. Tun sie aber!   
   >>>   
   >>> Trotzdem fotografiert niemand mehr mit einer Kodak Brownie oder   
   >>> Agfa Instamatic, jedenfalls keine Bilder, die hier oder sonstwo   
   >>> auf Akzeptanz stoßen würden.   
   >>   
   >> Peter Becker (mit Agfa Clack) oder Jochen Petry (mit Lochkamera) haben   
   >> hier schon Bilder gezeigt, die ich mir (heimlich) an die Wand gehaengt   
   >> oder in den Fotokalender geklebt habe.   
   >   
   > Freilich kann man aus jeder willkürlichen Beschränkung beim   
   > verwendeten Werkzeug einen Sport oder eine Kunstform machen. Nimm   
   > irgend etwas, "nur quadratisch", "nur monochrom", einen   
   > Wolkenkratzer ohne ohne Seil oder sonstige Absicherung   
   > hochklettern ...   
   >   
   > Bei Galerien ist dergleiche beliebt, um abflauendem Interesse   
   > ("alles schon mal gezeigt") entgegenzuwirken. Warum auch nicht.   
   >   
   > Jedoch fotografiert trotzdem niemand mehr ohne entsprechene   
   > Anstöße, und sei es auch nur Experimentierfreudigkeit, mit   
   > Kameras, die einfach nur schlecht sind, im Vergleich zu ihren   
   > Nachfolgern.   
      
   Ich kenne die Motivation von Peter Becker oder Jochen Petry nicht, oder   
   die Anstoesse, warum sie mit unkonventionellen Kameras fotografieren.   
   Ich bewundere sie trotzdem, insbesondere die teilweise tollen Bilder.   
      
   Das Thema haette man seinerzeit hier diskutieren koennen. Hat man aber   
   nicht. Du auch nicht.   
   Genau den Raum dazu haben wir hier aber doch.   
      
   >> Bilder, die manche Leute auch mit der teuersten Ausruestung nie   
   >> hinkriegen wuerden, weil ihnen die Phantasie und Kreativitaet dazu fehlt.   
   >   
   > Nein, schon weil ihnen die Geläufigkeit fehlt, die es braucht, um   
   > aus dieser teueresten Ausrüstung einen tatsächlichen Nutzen zu   
   > ziehen. Was nützt die Idee, wenn es an den handwerklichen   
   > Fertigkeiten fehlt.   
   >   
   > Geht mir z.T. ja auch so - ich verstehe zwar jedes einzelne   
   > Feature der Analog- und Digitalkameras, die ich im Laufe der Zeit   
   > benutzt habe und nutze manche davon, für die ich mir die Zeit   
   > genommen habe, mir die Details anzulesen und ihren Gebrauch   
   > einzuüben.  Wenn.  Ehrlich gesagt, ich beschränke mich schon   
   > lange auf einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt aus den   
   > vorhandenen Möglichkeiten. Fotografieren ist für mich eine   
      
   [continued in next message]   
      
   --- SoupGate-Win32 v1.05   
    * Origin: you cannot sedate... all the things you hate (1:229/2)   

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